Lukas Häring

Lukas  Häring
Lukas Häring
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Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

June 2015 Kommentar zu
Verstehen mit dem Portemonnaie
Lieber Herr Derrer

Beides ist der Fall. Die Umsetzung würde Kosten verursachen, da diese ja von der Bundesadministration umgesetzt werden muss. Andererseits würde Sie eben, weil die gewünschten Einnahmen nicht erfolgen würden, und Kapital abgezogen würde zu der Erhöhung anderer Steuern führen.
Die Kantone könnten bei Verlust von Steuersubstrat nicht mehr über die Erbschaftssteuer handeln, da ihnen diese Kompetenz genommen würde, sie müssten ergo andere Steuern erhöhen.

Sie haben Ihre Partei, die GLP, nicht erwähnt. Diese ist ebenfalls gegen das Anliegen.

Wir sind in einer Demokratie und sie können das natürlich anders sehen. Ich glaube wir haben mit der Aufhebung des Euromindestkurses, der Umsetzung der Masseneinwanderungsin​itiative (ich war dagegen) und einer drohenden Rezession genug andere Herausforderungen zu bewältigen. Ich sehe nicht, warum wir uns eine zusätzliche Hürde schaffen müssen, und einen Wettbewerbsvorteil nach dem anderen freiwillig aufgeben.
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June 2015 Kommentar zu
Erbschaftssteuer: Liberale Befürworter organisieren sich.
Guten Tag

Über das erste Argument von Herr Derrer könnte man noch sprechen.

Das die Lohnnebenkosten sinken stimmt nicht. Einer möglichen Erhöhung dieser würde mit einer Erbschaftssteuer auch nicht gebannt.

Es werden weit mehr als die 1-2% betroffen sein. Wir alle würden die Konsequenzen negativ zu tragen haben.
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June 2015 Kommentar zu
Verstehen mit dem Portemonnaie
Sehr geehrter Herr Derrer

Es ist ein Unterscheid eine Erbschaftssteuer als fair und besser wie Steuern auf Konsum oder Arbeit zu betrachten oder, die vorliegende Initiative zu begrüssen. Würden den die Lohnnebenkosten oder die Mehrwertsteuer sinken?

Den Vergleich mit dem US-Steuersystem ist unzulässig. In der Regel haben Länder mit Erbschaftssteuern keine Vermögenssteuer und auch nicht eine Progression wie wir sie hierzulande kennen.

Gekonnt zu argumentieren wie dies beispielsweise Frau Badran tut begrüsse ich, auch wenn ich ihre Meinung nicht vertrete. Aussagen liberaler Politiker oder verstorbener Unternehmer aus dem Kontext zu greifen, wie dies die Befürworter der Initiative teilweise tun, finde ich höchst unzulässig.
Auch wenn man zuerst die eigenen Schäfchen ins Trockene bringt um nachher Gutmensch zu spielen finde ich das unglaubwürdig.

Sie verschweigen in ihrem Artikel zudem, dass bei der Steuer der Verkehrswert bei Liegenschaften ausschlaggebend sein wird.
Mehrfamilienhä​user, welche in Familienbesitz sind werden auch nicht erwähnt. Was ist mit landwirtschaftlichen Betrieben, die nicht selbst geführt werden, sondern im Pachtverhältnis sind?
KMUs aber auch Grosskonzerne wie Roche brauchen liquide Mittel und Flexibilität für Investitionen. Sie müssten Rückstellungen für die Steuer machen und könnten weniger einfach Kapital für Investitionen generieren. Wie sollen Beteiligungen an Familienunternehmen den genau gelöst werden?
Wollen Sie, dass hiesige Familie obenerwähnte Objekte an ausländische Investoren oder institutionelle Anleger verkaufen müssen weil Sie die Steuer sonst nicht bezahlen können? Verkaufen würde interessanter wie Vererben vor allem auch wegen der 10-jährigen Haltefrist.
Erschwerte Hypothekenaufnahmen oder deren Überträge würden ebenfalls Folgen sein. Die Abwälzung auf die Mieten sind teilweise denkbar, das würde den Mittelstand klar treffen.

Sie denken auch nicht an Geschiedene und Verwitwete.
Die Steuer würde neue Ungerechtigkeiten schaffen. Direkte Nachkommen, welche oft bei der Vermögensbildung entscheidend mitwirken, und bei Erbantritt auch viele Pflichten erhalten, werden mit entfernten Verwandten und Dritten gleichgestellt. Ich finde das falsch und eine Schwächung der familiären Strukturen.

Ausweichmöglichke​iten in andere Länder und Konstrukte gibt es genügend. Ich zweifle stark daran, dass die erhofften Steuereinahmen erfolgen würden. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und/oder der Lohnnebenkosten würde auch bei Einführung einer Erbschaftssteuer erfolgen, da die Gelder für eine Sanierung nicht ausreichen würden und viele anstehende Probleme der AHV nicht gelöst sondern allenfalls verschleppt und noch verschlimmert würden. Das verschweigen Sie ebenso.
Ein höheres Rentenalter mit gleichzeitiger Flexibilisierung wäre sinnvoll. So können Arbeitnehmer, welche noch arbeiten können und wollen länger tätig sein und andere früher aufhören.
Zudem ist die demografische Entwicklung vorübergehender Natur, es folgen später wieder geburtenreichere Jahrgänge.
Auch bei der Mehrwertsteuer wäre mit einem Einheitssatz schon vieles an Bürokratie und Kosten gespart.
Wir haben ausserdem den mit Abstand tiefsten Satz in ganz Europa, 1% mehr für alle wäre ,falls überhaupt nötig, verkraftbar, würde auch von ausländischen Touristen mitgetragen, und wäre bestimmt fairer wie eine Minderheit massiv stärker zu besteuern.

Was es sicher geben würde mit der neuen nationalen Erbschaftssteuer ist Rechtsunsicherheit für eine gewisse Zeit, weniger Föderalismus, höhere Bürokratie und damit höhere Kosten, dies alleine schon aufgrund der fragwürdigen Rückwirkungsklausel.

Diese Initiative hinterlässt mehr offene Fragen als etwas anderes. Sie löst nicht Probleme sondern schafft neue. Höhere Kosten für uns alle sind sehr plausibel.

Ich bitte Sie doch nochmals über all diese Konstruktionsfehler nachzudenken.

Best​en Dank

Lukas Häring
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