Herbert von Vaucanson

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Die merkwürdige Ausschlussklausel der SVP
Ein in­ter­essan­ter Gast­kom­men­tar von Phil­ippe Ma­stro­nardi in der NZZ im Hin­blick auf die an­ste­hen­den Bun­des­rats­wah­l

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Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

Vor 14 Tagen Kommentar zu
Politik & Fussball, was haben sie gemeinsames?
Ich hatte mir nur nicht mehr «echte Schweizer» wie Sie in der Nati gewünscht, Herr Knall. Also Leute, denen ein Schweizer Pass in den Schoss gefallen ist und die das nun zum Anlass nehmen, andere Schweizer Bürger in verschiedene «Echtheitsklassen» einzuteilen und wahlweise als Hosenscheisser, Landesverräter oder Blindgänger zu beschimpfen. Sich selbst halten diese Leute natürlich immer für Musterschweizer.

M​ir geht es, wie vielen anderen Schweizer Fussballfans, in erster Linie halt eben doch ums fussballerische Können unserer Natispieler. Ich sehe auch keinen Grund daran zu zweifeln, dass diese keine Schweizer sein wollen. Schliesslich haben sie sich allesamt entschieden für die Schweiz zu spielen. Dass sie sich trotzdem auch dem Heimatland ihrer Familie verbunden fühlen ist nichts als menschlich und hat meiner Meinung nach keinen Einfluss auf den Fussball. Schliesslich darf sich beispielsweise der Torhüter Jonas Omlin, der vor Kurzem vom FC Luzern zum FC Basel gewechselt hat, auch immer noch seinem Heimatkanton in der Innerschweiz verbunden fühlen, ohne dass befürchtet werden muss, dass das seine Leistung beim neuen Verein merklich mindert.

Ist doch auch interessant, dass Anschuldigungen wie die Ihre, Herr Knall, immer nur nach Niederlagen vorgetragen werden. Wenn die Schweiz die beste Qualifikation seit Ewigkeiten spielt und sich doch recht souverän für den Achtelfinal qualifiziert (ich wüsste nicht wieso ein 1:1 gegen Brasilien keine gute Leistung sein sollte), dann wird die Schweiz bejubelt. Dann haben «wir» gewonnen. Verliert die Nati dann ein Spiel, ist es sofort wieder vorbei mit dem «wir» und die Doppelbürger sind schuld, weil sie die Nationalhymne nicht (laut) mitgesungen haben.

Wenn die Friedenstaube beim Siegesjubel Sie also in Ihrer Ehre trifft, Herr Knall, dann sei es drum. Aber hören Sie doch auf, diese übertriebene nationalistische Wehleidigkeit auch allen anderen Schweizern anzudichten. Und bewahren Sie etwas Anstand. DAS wäre doch mal schweizerisch.
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Vor 14 Tagen Kommentar zu
Politik & Fussball, was haben sie gemeinsames?
Liest man die Beiträge von Herrn Hottinger und Herrn Knall, kann man nur froh sein, sind nicht mehr «echte Schweizer» wie die beiden in der Nati. Sonst hätten wir Schweizer am Ende wirklich gute Gründe, uns in Grund und Boden schämen.

Die Schweiz hat ein Fussballspiel gegen Schweden verloren. So what? Die Leistung der Schweizer Mannschaft war sicher nicht die beste, die man von einem Team mit diesem Potential (wahrscheinlich das grösste seit jeher) erwarten darf. Dass sie «nicht einen Schweisstropfen vergossen» hätten, stimmt dagegen nicht. Sie verbuchten mehr Ballbesitz, mehr Pässe, mehr Torschüsse, mehr Eckbälle, mehr Fouls, mehr Karten und weniger Abseits als die doch eher schwach und keineswegs heroisch agierenden Schweden. Nur gewinnt man damit noch kein Spiel. Es fehlten vielleicht die wirklich entscheidenden Ideen, die letzte Konsequenz und vielleicht dürfen wir daher auch ein bisschen enttäuscht sein.

Aber ist das tatsächlich ein guter Grund anzunehmen, dass die Niederlage irgendetwas mit den familiären Wurzeln der Schweizer Spieler zu tun hat? Ich sehe keinen. Und auch Herr Hottinger und Herr Knall wissen eigentlich nicht so recht, wie sie ihre Anschuldigungen begründen sollen. Zurück bleibt damit einzig ein (weiterer) alberner und beleidigender Vorwurf der beiden.

Ein Fussballspieler will gewinnen. Das ist sein Beruf, das ist seine Leidenschaft. Da denkt sich keiner: «Oh, heute gebe ich mal nur 50 %, die Schweiz bedeutet mir ja schliesslich etwas weniger als der Kosovo.». Trotzdem gibt es bei jedem Spieler Tage und Spiele, wo er seine Leistung nicht zu 100 % abrufen kann. Das gilt für einen Granit Xhaka genauso wie für einen Cristiano Ronaldo.
Schauen Sie sich doch mal die von Herrn Hottinger so gelobte Mannschaft der Berner Young Boys an. Wie viele «echte» Berner spielen da noch mit? Eben. Und trotzdem wurde die Mannschaft mit viel Leidenschaft Schweizer Meister. Da kommt hinterher keiner und wirft dem Guillaume Hoarau vor, er sei im Geiste ja doch noch mehr Franzose als Berner und habe deshalb im letzten Spiel, das gegen den FC Zürich verloren ging, nur 50 % gegeben.

Torschütz​enkönig der Super League Saison 2017/18 war übrigens keiner von YB. Es war Albian Ajeti vom FC Basel, bezeichnenderweise ein kosovostämmiger Schweizer. Auf Platz 2 und 3 folgen Guillaume Hoarau (YB, Franzose) und Jean-Pierre Nsame (YB, Kamerun-Franzose) sowie Marvin Spielmann (FC Thun, Schweiz-Kongolese). Die grössten Knipser in der Super League sind also alles auch keine «echten Schweizer» wie sie sich Herr Hottinger und Herr Knall erträumen. Aber vielleicht sähen die beiden es auch lieber, wenn Guillaume Hoarau nicht mehr bei den Young Boys spielen würde, weil dort nur Spieler spielen sollten, die vor jedem Match alle Strophen des Guggsiberglieds auswendig in den Abendhimmel brüllen können.

Im Fussball sollte es vor allem um eines gehen: Um Fussball. Eine Fussball-WM ist kein Gesangswettbewerb für Nationalistenchöre. Und deshalb spielen in der Schweizer Nati die besten Fussballer und nicht die besten Sänger. Daher ist es auch nicht wichtig, ob man den Schweizer Pass, wie Herr Hottinger und Herr Knall, bereits bei Geburt in den Arsch geschoben oder erst nachträglich gekriegt hat. Oder gar noch einen zweiten Pass hat. Was zählt ist die Leistung auf dem Platz und entscheiden über das Kader tun die Verantwortlichen. Wir dürfen dann wieder alle vor dem Bildschirm Fussballexperten sein. Aber bitte mit etwas Anstand (und vielleicht sogar ein bisschen Ahnung von Fussball).
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June 2018 Kommentar zu
Selbstbestimmung – auch in Zukunft
Ich habe mir die Zeit genommen und mir den Beitrag angesehen. Ich muss sagen, ich gebe Thomas Minder recht, wenn er sagt, dass es Normenkonflikte gibt. Seine Beispiele illustrieren das.

Allerdings widerspricht seine abschliessende Empfehlung, die SBI anzunehmen, seinen eigenen Ausführungen. So kritisiert Thomas Minder explizit das Vorgehen mit dem Vorschlaghammer bei der Lösung von Normenkonflikten und spricht sich für ein Abwägen aus. Aber die SBI ist genau ein solcher Vorschlaghammer. Gemäss der SBI geht Schweizer Recht völkerrechtlichen Verträgen IMMER vor. Es gibt also kein Abwägen mehr, selbst wenn die Interessen der Schweiz dadurch nicht gewahrt werden können.
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February 2018 Kommentar zu
Mediale Masslosigkeit schadet
Für mich steht die ganze Initiative zur Diskussion, Herr Frischknecht, nicht nur die Abschaffung der Billag. Wenn für Sie alles andere, dass künftig in unserer Verfassung steht (oder eben nicht mehr steht) zweitrangig ist, dann finde ich das schade, belasse es aber dabei.

Ich dagegen finde, hier wird (nebstdem dass ich die Billag nicht abschaffen will) etwas argen Schabernack mit unserer Verfassung getrieben. So mussten sogar die Initianten letzthin an einer Podiumsdiskussion zugeben, dass sie an gewissen Stellen halt "irgendwas" in den Initiativtext hätten schreiben müssen.
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February 2018 Kommentar zu
Mediale Masslosigkeit schadet
Herr Frischknecht

Ich habe nicht behauptet, im Initiativtext werde die SRG erwähnt, ich habe nur Ihre Aussage widerlegt, dass die Initiative einzig und allein die Billag betreffe. Im Weiteren habe ich nur den Initiativtext zusammengefasst widergegeben. Den Originaltext finden Sie hier:

https://www.​bk.admin.ch/ch/d/pore​/vi/vis454t.html

D​amit ist klar: Auch Sie stimmen nicht einzig und alleine über die Abschaffung der Zwangsgebühr ab, ob Sie sich das nun einreden wollen oder nicht. Wir alle stimmen über den Initiativtext ab. Wenn der Bund keine TV- und Radiostationen mehr finanzieren und auch nicht selber betreiben darf, was anderes heisst das dann als die Abschaffung des öffentlich-rechtliche​n TV und Radios? Sagen Sie es mir?

Im Übrigen macht der Bund mit der Konzession tatsächlich klare Vorgaben, was die Programmgestaltung angeht (Wussten Sie das etwa nicht?). Bitte Programmgestaltung jetzt aber nicht mit dem schlussendlichen Inhalt verwechseln, da ist die SRG relativ frei.
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February 2018 Kommentar zu
Mediale Masslosigkeit schadet
Herr Frischknecht, Sie sagen: "Heute diskutieren wir nämlich nur über die Abschaffung de Billag Gebühr und nicht über die SRG." Das ist so nachweislich nicht ganz korrekt. Liest man den Initiativtext, wird klar, dass der Bund künftig nicht nur keine Empfangsgebühren mehr erheben darf, sondern auch keine Fernseh- und Radiostationen betreiben oder anderweitig subventionieren darf. Das bedeutet schlussendlich nichts anderes als die Abschaffung des öffentlich-rechtliche​n TV und Radios. Ob die SRG anschliessend weiterbesteht oder nicht, sei dahingestellt, allerdings ist sie dann vollkommen privatisiert. Der Bund verliert damit auch seinen Einfluss auf die Programmgestaltung der SRG.

Ausserdem will die Initiative den Abs. 2 des Art. 93 BV und damit den verfassungsrechtliche​n Grundsatz einer ausgewogenen, sachgerechten und auf die Bedürfnisse des Landes zugeschnittene Medienberichterstattu​ng ersatzlos streichen. Das betrifft dann alle Medien und vor allem auch die Medienkonsumenten.
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February 2018 Kommentar zu
Mediale Masslosigkeit schadet
Lieber Superbowl als Eidgenössisches?

D​as, geschätzter Herr Schenker, könnte man meinen, ist die Devise der No Billag Befürworter. Die Abschaffung des öffentlich-rechtliche​n TV und Radios (und nichts anderes will die No Billa Initiative) wird dazu führen, dass die Bedürfnisse von (sprachlichen aber auch weiteren) Min-derheiten in Zukunft nicht mehr abgedeckt werden – weil nicht rentabel. Dass man in Zukunft die gleiche amerikaglorifizierend​e Serie oder den «Greatest sport event on planet earth» auf noch mehr Privatsendern gleichzeitig ansehen kann, Sternstunde Kunst, Telsguard oder das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest dagegen gar nirgends mehr, bedeutet jedenfalls für mich nicht mehr, sondern weniger Vielfalt und Wahlfreiheit. Und damit letztendlich auch einen Verlust an Schweizer Fernseh-, Film-, Radio-, Musik-, Kunst- und Sportkultur zugunsten von noch mehr internationalem Einheitsbrei.

Dass gerade Ihre Partei, Herr Schenker, an vorderster Front mithilft, eine solche Entwicklung herbeizuzwingen, wundert mich da schon ein wenig.

Wenn Sie von Ihrem 200-Franken-Vorschlag​ aber wirklich überzeugt sind, gibt es eigentlich nur einen Weg: Die No Billag Initiative ablehnen und anschliessend die 200 Franken vors Volk brin-gen. Dann können wir auch über ein «Abspecken» der SRG diskutieren – heute diskutieren wir nämlich nur über die Abschaffung des öffentlich-rechtliche​n TV und Radios.
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February 2018 Kommentar zu
Zensur beim Journal21
Darf ich also davon ausgehen, dass Twitter die Quelle Ihres Vertrauens ist, Frau Stutz? Dann ist ja alles klar.

Dass nach einer allfälligen Annahme der No-Billag Initiative das RTVG überarbeitet werden muss, ist ja klar. Oder? Und dass die Legislative dabei einen gewissen Spielraum hat auch. Oder? Das wissen wir schliesslich nicht erst seit der MEI.

Ausserdem sind es ja in erster Linie die Befürworter der No-Billag Initiative und sogar die Initianten selbst, die eifrig Pläne schmieden, wie eine harte Umsetzung umgangen werden und der Bund die SRG trotzdem weiter finanzieren könnte (vgl. oben). Da müssen Sie für einmal nicht mal Ihr Lieblingsfeindbild, die SP, bemühen.
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February 2018 Kommentar zu
Zensur beim Journal21
Sie dürfen mir gerne angeben, wo Sie von der Aussage von Frau Leutenegger Oberholzer gelesen haben, Frau Stutz. Ich habe dazu "nur" die beiden Artikel vom Blick und von 20Minuten gefunden.
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