Sicherheit, Kriminalität > Armee,

Zivildienst soll unattraktiver werden.

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20%
(10 Stimmen)
Dany Schweizer sagte July 2018

Unwillige, Unmotivierte?

Klar​​ können Sie auch die Armee noch auf die Freiwilligenbasis legen. Das fördert aber in keinster Weise etwas.

Dann wollen wir doch einfach nur noch arbeiten, wenn wir Lust oder Laune haben. Und Jene die sich dann "bewegen" dürfen die ganze "Arbeit" dann übernehmen, und die Unwilligen sonnen sich, machen die Willigen lächerlich und der Dank ist dann, dass wiederum die Willigen im Alter keinen Deut mehr erhalten, als die Unwilligen.

Demokr​​atie heisst nicht, dass man einfach nur dann tut, wenn man Lust und Laune hat. Demokratie bedeutet, dass man den Sozialgedanken fördern soll. Das bedeutet aber auch, dass ein Grundmass an Verpflichtungen der Allgemeinheit gegenüber vorhanden sein müssen. Und dazu gehört halt nun mal auch der Wehrdienst.


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45%
(11 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte July 2018

Eine militärische Ausbildung zum Krieger,der einst Feinde töten soll,wird nie ein Vergnügungspark sein!Das soll es wohl auch nicht sein!Was heisst da unmotivierte Soldaten?Wer ginge schon gerne in einen Krieg?Sollte der Westen noch mehr die wirtschaftlichen "Schrauben" anziehen gegenüber Russland..!..und etablierte sich dort wieder eine Diktatur,wo der Putin noch geradezu ein laues Lüftchen gewesen wäre,was dann?Das Problem mit den Islamisten?..ist das auf friedliche Art zu bewältigen?Nun, wir können der "Schweiz ohne Armee" frönen..!.. ein grösserer Teil tut das!..ich für mich habe kein gutes Gefühl,in einem Land leben zu müssen,dass völlig wehrlos ist..!....Eine gut gerüstete Armee hat doch nur schon durch seine Präsenz,eine gewisse Reflexion die einen potentiellen Gegner Vorsicht walten lässt..!Dazu kommt,das ein Land ohne Gegenwehr zu einem potenziellen "Aufmarsch-Gebiet" wird,von wo es dann leichter über andere herfallen kann.So könnte es sein,dass sich die Nato veranlasst sähe,hier einzumarschieren,nur um solchen Gedankenspielen den "Wind" aus den Segeln zu nehmen..!Die neutrale Schweiz braucht dringend eine starke ,gut gerüstete Armee, mit modernsten Kampf-Flugzeugen..!Al​les andere ist für mich völlig unverständlich und unbegreiflich.


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82%
(11 Stimmen)
ueli hofer sagte July 2018

Neuerdings reicht ein Satz mit 13 Wörter um eine Diskussion loszutreten.
Man könnte den Satz sogar um 50% kürzen, ohne die Aussage zu verändern.

Z.B. «noch mehr unwillige Soldaten in der Armee?»



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73%
(11 Stimmen)
jan eberhart sagte July 2018

Für die Berufswelt spielt ja kaum eine Rolle mehr, ob man beim Militär ist oder sich als Offizier bewähren konnte. Heutzutage gibt es auch abseits des Militärs Strategien, sich Führungsqualitäten zu holen.

Dazu hat der Wert der Armee nach dem kalten Krieg abgenommen, weil keine direkte Bedrohungslage exisitiert, wozu man ein Armee benötigt.

Dazu gab es einen gesellschaftlichen Wandel, so dass die Grippen-Vorlage abgelehnt wurde. Zu Zeiten des kalten Krieges wäre dies undenkbar gewesen.

Da man seit 1848 keinen Krieg mehr geführt hat, fehlen auch Vorbilder und Legenden, an denen sich die Armee sich klammern könnte.

Wenn die Armee mehr Rekruten holen und halten will, müsste sie vielleicht mehr tun, damit der Dienst in der Armee sinnvoll erscheint.


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31%
(13 Stimmen)
Hans Knall sagte July 2018

Ach was, Herr Schneider. Seit das Doppelvögeln der Schweiz auch in der Armee längst akzeptiert ist, hat’s, genau wie in der Fussball-Nati, immer genügend Motivierte die sich in dieser Tradition „für ihr Heimatland“ einsetzen und die ihm „etwas zurückgeben“ wollen…

http://www​.20min.ch/schweiz/new​s/story/Aufregung-um-​stolze-Kosovaren-in-d​er-Armee-12854816



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77%
(13 Stimmen)
Alex Müller sagte July 2018

Die Schweiz ist eine Demokratie. Das Militär ist als Milizarmee angelegt mit einem Anteil Berufssoldaten. Lange Zeit galt, wer auch im Berufsleben weiterkommen wollte, war gut beraten "weiter zu machen". Hauptleute, welche die "Zentralschule" besucht hatten, wurden gerne als Vorgesetzte eingestellt. Heute hat sich das gewandelt. Es gibt jetzt überall Kaderschulungen. Die Industrie braucht darum keine Offiziere mit Führungserfahrung mehr. Man will keine Mitarbeiter, die wegen Militärdiensten fehlen .( Das tönt auch nicht gerade solidarisch oder eidgenössisch). Der Zivildienst ist eine gute Möglichkeit, den obligatorischen Dienst an der Allgemeinheit auf eine andere Art zu leisten.
Dass nun die Armee mangels genügendem Nachwuchs den jungen Schweizern den Zivildienstweg vergällen will, indem sie einfach die Regeln ändert, finde ich einer Milizarmee nicht würdig. So ein Vorgang spaltet. Und motiviert nicht, sondern drängt die jungen Leute in die RS. Ob das den "Verteidigungswillen"​ fördert, darf bezweifelt werden. Was die Armee hingegen etwas eingesehen hat, ist, dass die RS einen Ausbildungscharakter haben muss, der sich befreit, von Zugschule und Drill. Die Fachausbildung soll ganz im Mittelpunkt stehen.


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30%
(10 Stimmen)
Hans Knall sagte July 2018

Eine Milizarmee, Herr Müller, ist im Gegensatz zu Ihrer Vorstellung eben keine Freiwilligenarmee bei der es „eine gute Möglichkeit gibt, den obligatorischen Dienst an der Allgemeinheit (nämlich die Verteidigung des Landes im Kriegsfall) auf eine andere Art zu leisten“.
Es ist völlig daneben, von einem „vergällen des Zivildienstweges“ zu schwadronieren. Schliesslich würden all die Zivis ihren „Dienst an der Allgemeinheit“ überhaupt nicht leisten, wenn ihnen nicht der total „pflichtlose Weg“ vergällt würde.

Und zur Verteidigungsfähigkei​t der Schweizer Armee ist zu sagen, dass diese bedeutend höher war, als „die jungen Leute“ noch ganz normal „in die RS gedrängt“ worden sind und auch „Zugschule und Drill noch zum Ausbildungscharakter“​ gehörte.

Wer zudem die „überall Kaderschulungen“ in denen die heutigen Manager weitergebildet werden, mit den Führungskursen der militärischen Zentralschule in Relation setzt, der verwechselt Wochenend-Yogakurse und gendergestützte Harmonieseminare mit praxisbezogener Ausbildung und umfassender Wissensvermittlung in Sozial- und Kommunikationskompete​nz, in Selbstkenntnis, Selbstmanagement, Präsentation und Führung.

Anhand von realen Situationen werden die Inhalte der Armee-Ausbildung hautnah erlebt und in Zusammenhang mit der eigenen Führungstätigkeit reflektiert.
Durch den starken Praxisbezug und der unmittelbaren Umsetzung in den Führungsalltag, wird da eine einmalige, modular aufgebaute Ausbildung angeboten. Die Module können einzeln mit einer Modulbescheinigungspr​üfung abgeschlossen werden.
Besteht der Ausgebildete alle sechs Prüfungen, stellt das ZFA das „SVF-Zertifikat Leadership“ aus. Zusätzlich zur Anerkennung und der Zertifizierung kann die weiterführende Ausbildung im zivilen Bereich mit einem eidgenössischen Fachausweis vervollständigt werden – unabhängig davon wie viele Module während des Militärdienstes abgeschlossen wurden.

Schauen Sie sich doch die heutige „Führungselite“ in der Schweizer Wirtschaft an! Wer da etwas taugt, sind heute noch alles armeetaugliche Männer und Frauen. Der Rest besteht mehrheitlich aus Jobhoppern, welche mit Vor- und Nachschusslorbeeren verziert von einem Skandal in den nächsten „Ich-wusste-von-nicht​s-Misserfolg“ torkeln.


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67%
(3 Stimmen)
Alex Müller sagte July 2018

Lieber Herr Knall,
sehr farbig, und unterhaltsam ,ihr Beitrag. Aber mir das Wort "Milizarmee" umzudeuten, ist müssig. Ich war nämlich dabei - als Feldweibel. Das ist lange her. Darum freue ich mich, wenn in der Armee heute moderne Ausbildung schon gepflegt wird, wie sie es schildern mit den Modulen im Fach-Bereich "Führung".
- Und , Nein , ich kenne die heutige Führungselite der Schweizer Wirtschaft nicht. Bin nicht mehr dabei. Aber mein Schwiegersohn (Hauptmann in der Armee), sagt, bei ihnen auf der Grossbank, werde - zum Weiterkommen - nicht die Frage nach dem Dienstgrad gestellt. Man sei froh, wenn der Mitarbeiter "nicht wegen Diensttagen fehle".

Allerdings​


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70%
(10 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte July 2018

Sehr aussagekräftig dieser Beitrag....


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