Sonstige,

Neue Gesetzesbestimmungen für Drohnenbesitzer

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Drohnen im Pri­vat­be­sitz fin­den sich immer häu­fi­ger in himm­li­schen Höhen wie­der. Doch viele Droh­nen­be­sit­zer in der Schweiz wis­sen nicht, wel­cher recht­li­che Rah­men für sie gilt. Ein we­sent­li­cher An­teil der rund 100.000 Pri­vat­per­so­nen mit einer Drohne ist  ­sich des­halb den Kon­se­quen­zen des Droh­nen­flugs nicht bewusst.

Immer mehr Droh­nen im Privatbesitz

Das Ge­schäft mit Flug­droh­nen in der Schweiz boomt. Neben Tests für Droh­nen als Lie­fer- und Post­bo­ten kau­fen immer mehr Pri­vat­per­so­nen eine der klei­nen Flug­ma­schi­nen. Schät­zun­gen des Bun­des­samts für Zi­vil­luft­fahrt zu­folge dürfte die An­zahl der Droh­nen­be­sit­zer in der Schweiz bei rund 100.000 lie­gen. Ob­wohl die Drohne zu einem be­lieb­ten Zeit­ver­treib für Pri­vat­per­so­nen in jeder Al­ter­sklasse wird, kennt nicht jeder Droh­nen­be­sit­zer die recht­li­chen Grund­la­gen für den Droh­nen­flug. Somit sind eben­falls Re­geln nicht be­kannt, an wel­che sich die Be­sit­zer während des Flugs hal­ten müs­sen, was wie­derum zu großen Pro­ble­men führt.

Probleme be­gin­nen bei der Versicherung

Die Pro­bleme mit Droh­nen im Be­sitz von Pri­vat­per­so­nen be­gin­nen be­reits bei der Ver­si­che­rung. Droh­nen­pi­lo­ten ge­ra­ten hier­bei schnell in eine Si­tua­tion, in wel­cher sie un­be­wusst gegen das Ge­setz ver­stoßen. Han­delsüb­li­che Droh­nen mit einem Ge­wicht von mehr als 500 Gramm benöti­gen eine Haft­pflicht­ver­si­c​​he­rung, wel­che mit einer Mil­lio­nen Fran­ken ver­si­chert ist. Jeder Hob­by­pi­lot ist dabei ver­pflich­tet, den Ver­si­che­rungs­nach​​­weis bei jedem Droh­nen­flug mit­zu­führen.). In der Rea­lität tut dies nur ein ge­rin­ger Bruch­teil der Hob­by­f­lie­ger. Ebenso liegt ein Flug­ver­bot in Na­tur­ge­bie­ten vor, wel­che ein Jagd­ver­bot be­sit­zen. Die Schweiz ver­fügt über 42 die­ser Jagd­bann­ge­bie­te. Auch fünf Ki­lo­me­ter rund um sämt­li­che Flug­plätze herrscht ein Droh­nen­flug­ver­bot​​. Somit dür­fen Droh­nen nur in aus­ge­wähl­ten, stark be­schränk­ten Ge­bie­ten in die Lüfte ent­las­sen wer­den. Das Flug­ver­bot über Men­schen­an­samm­lun​​­gen be­steht zudem seit 2014. Hier­bei dür­fen Droh­nen, wel­che bei einer pri­va­ten Ver­an­stal­tung Luft­auf­nah­men der Gäste ma­chen, nicht in Be­trieb ge­nom­men wer­den. Diese Re­ge­lun­gen sind je­doch den we­nigs­ten Droh­nen­pi­lo­ten be­kannt.

Schweizer Drohnenbesitzer fliegen häufig „schwarz“

Da Drohnen nur in bestimmten Gebieten fliegen dürfen, verstoßen zahlreiche Besitzer regelmäßig bewusst wie unbewusst gegen die Verordnungen. Als Folge werden die zahlreichen Verstöße jedes Jahr dem Bundesamt für Zivilluftfahrt gemeldet. Sichten professionelle Helikopter- oder Flugzeugpiloten eine Drohne in einem verbotenen Luftfahrtbereich, erfolgt augenblicklich eine Meldung. Jeder gemeldete Einzelfall wird gesondert bearbeitet und anschließend mit Sanktionen versehen. Drohnenpiloten, welche ihre Geräte ohne Spezialbewilligung und Versicherung in Flugplatznähe fliegen lassen, können sogar im Zuge eines Strafverfahrens zur Rechenschaft gezogen werden.


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

Noch keine Beiträge vorhanden. Schreiben Sie den ersten!

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?