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Stopp Verkehrskollaps – Seetaler Velo-Transversale

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Am 13. Fe­bruar 2011 stimm­ten die Stimm­be­rech­tig­ten​ im Kan­ton Lu­zern über die In­itia­tive «Mehr fürs Velo» ab. Die Stimm­be­tei­li­gung be­trug 49,50 %. Die In­itia­tive wurde mit 43'515 / 35,05 % JA gegen 80'626 / 64,95 % Nein verworfen.

Die am 27. April 2009 eingereichte Volksinitiative hatte zum Ziel hatte den Anteil der Velos am Verkehr zu verdoppeln. Die Initiative verlangte keine konkrete Gesetzesänderung sie sah lediglich Massnahmen vor um den Veloanteil am Verkehr zu fördern.

Vorgeschlage​n wurden:

  • Orte mit Unfallgefahr sicherer zu gestalten
  • die Velorouten und Abstellplätze auszubauen
  • die Benutzung des Velos durch Steuer-Abzugsmöglichk​eiten zu fördern
  • Motivationska​mpagnen an Schulen durchzuführen
  • mehr Fördermittel für Bike and Ride zur Verfügung zu stellen
  • Unternehmen zu unterstützen, welche eine Veloförderung betreiben

Aus heutiger Sicht wirken die vorgeschlagenen Massnahmen moderat. Besonders im Hinblick auf die rege Wohnbautätigkeit und die Bevölkerungszunahme im unteren Seetal hätte etwas unternommen werden müssen.

Am 13. September 2010 kam der Kantonsrat zu Einschätzung dass: bereits genügend für die Veloförderung getan wird und eine gesetzliche Regelung nicht nötig ist.

Eine realitätsferne Sichtweise der bürgerlichen Parteien die im Verkehrskollaps mündete.

An Werktagen kommt es am Mittag und am Abend auf dem Veloweg zwischen Eschenbach und Hochdorf zu Engpässen. Insbesondere bei schlechter Sicht kommen sich Gümmler, rasende E-Biker, Schüler und Spaziergänger aus dem Altersheim in die Quere.

Stand heute könnte die überlasteten Velowege, Strassen und S-Bahn kurzfristig nur mit E-Bikes entlastet werden. Die Strassensanierung im Eschenbach und der Bau der Umfahrung von Hochdorf werden noch Jahre in Anspruch nehmen. Und mehr S-Bahn geht auch nicht.

Die 18 Kilometer von Hochdorf nach Luzern sind mit E-Bikes neuerer Generation leicht zu bewältigen. Wegen fehlender Infrastruktur ist das E-Bike im Seetal für viele Pendler keine Option. Wer nicht nass und verschwitzt am Arbeitsplatz oder in der Schule erscheinen darf, muss notgedrungen auf das private Auto oder den ÖV ausweichen.

Es fehlt an bewachte Velo- und Servicestationen für E-Bikes und Velos. An Duschen für verschwitzte FahrerInnen, etc.

Zwischen Hochdorf und Luzern braucht es keine neuen Velowege. Parallel zur Seetalstrassen führt die Veloroute 56 auf verkehrsberuhigter Nebenstrassen über Urswil, Herrendingen und den Flughafen auf den neu gebauten Velozubringer in Emmen nach Luzern. Von Ermensee bis Gersag/Emmen kein Rotlicht. Einzig die Kreuzungen zwischen Eschenbach/Rain, Urswil und der Zubringer in Hochdorf müssten entschärft werden.

Notwendig wären eine bessere Signalisation, voll ausgestattete Servicestationen und ein Verbot des ortsfremden Schleichverkehrs zwischen Herrendingen und Urswil.

Der Bau eines durchgehenden Velowegs zwischen Hitzkirch und Hochdorf duldet keinen Aufschub mehr. Befremdlich wirkt, dass bereits drei Veloweg-Fragmente bestehen. Keiner wurde durchgehend geplant. Links und rechts vom Baldeggersee fangen Velowege im Irgendwo an und hören im Nirgendwo auf. Anstatt neu zu planen, könnte das Bestehende zu ende geplant und gebaut werden.

 

 

 

 

 


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