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Schluss mit Leistungstransfer von Privathaushalt an Firmen

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WEG MIT DER SCHUL­DEN­BREM­SE!


Ein wichtiger Grundsatz in der Fiskal-Abgabe ist die horizontale Steuergerechtigkeit. Sie ist Bestandteil des weiter gefassten Leistungsfähigkeitspr​inzip, mit Betonung auf LEISTUNGSFÄHIGKEIT, welches in der schweizerischen Bundesverfassung BV in Art. 127 Abs. 2 (und allgemeiner unter Art. 8 BV: «Rechtsgleichheit» verankert ist.

Raffiniert, wie Obrigkeiten nun mal sind, haben sie sich selbst die ->Schuldenbremse http​://www.sackstark.info​/?p=36090 auferlegt. Alleine das sollte jeden mißtrauisch machen, denn sie dient nur den paar Prozent Eliten, die rund 585 Milliarden Franken auf sich vereinen.Zum Vergleich: Mit 300 Milliarden liesse sich mit einem Mal und für immer die Hungersnot dieser Welt eliminieren.

Die Schuldenbremse war der Startschuß zu einem unkontrollierten Angriff auf die Gelder der Privathaushalte über indirekte Abzockereien auf größeren Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene, die lange unerkannt blieben. Zentralistisch gesteuerte Paradigmenwechsel kosten sehr viel Geld und neu verschulden darf der Bund sich nur noch wenig. Ohne diese Schuldenbremse wäre der Schweizer Franken nicht so stark, der uns zugunsten der Exportwirtschaft negative Zinsen beschert und uns damit den Ertrag sowie die Sicherheit der Zweiten (BVG) sowie Dritte Säule (S3a) der Altersvorsorge schächtet. Es wäre weitaus intelligenter, die Schuldenbremse zu lockern oder ganz abzuschaffen, statt die SNB zu zwingen, Negativzinsen zu dekretieren. Emissionskalender schweiz. Bundesobligationen 2016.

  • Negativzinsen – Enteignung mit System. Ein negativer Zins reduziert die Gewinne der Banken. Als Folge können sie kein Eigenkapital mehr aus einbehaltenen Gewinnen aufbauen und somit aufgrund sinkenden Deckungsgrades auch weniger Kredite sprechen. Der Steuerzahler wird verstärkt um höhere Schutzgeldzahlungen gebeten, wenn Banken in Not neues Eigenkapital brauchen.
  • Ein Negativzins erhöht den Anreiz für Banken, in möglichst risikoarme Wertpapiere zu investieren. Folge: Kredite an Unternehmen und Konsumenten versiegen.
  • Die Banken verrechnen den Negativzins an ihre steuerzahlende Privatkundschaft weiter. Folge: Ihre Sparguthaben schmelzen wie tropfende Eiszapfen an der Frühlingssonne.
  • Die Verluste der Bankkunden sind die Gewinne der Banken: Je weniger Spargelder (Passiva) auf Banken sind, umso mehr steigt der Gewinn der Banken: Folge: Verluste der Bankkunden erscheinen als neues Eigenkapital in ihren Bilanzen.
  • Ziel der SNB: Auslandsinvestoren abzuhalten, bei Negativzinsen Franken-Guthaben zu erwerben; Folge: die Nachfrage nach Franken ggü andren Währungen sinkt (sollte sinken). Investoren werden abgeschreckt.


Die Steuerabzocke geht inzwischen soweit, daß der, in Lohndiensten stehende, abhängige Angestellte seine notwendigen Aufwendungen zur Einkommenserzielung nicht mehr vollumfänglich von der Steuer in Abzug bringen kann. Dank FABI sind bereits mehrere Kantone dem vom Bund geschaffenen Präzedenzfall innert Jahresfrist(sic!) gefolgt und melken die Privathaushalte fröhlich mit. Oder anders ausgedrückt, der Arbeitnehmer zahlt dem Fiskus Geld dafür, daß er überhaupt noch arbeiten gehen darf. Das ist eine Perspektive, die immer wahrscheinlicher wird in Anbetracht der Roboter-Revolution, die viele Arbeiten in Zukunft übernehmen werden. Heute arbeiten in der Schweiz eh nur noch 41 Prozent und die Zahl sinkt weiter. Doch diese Abzocke ist keine Lösung und schon gar kein Freibrief dafür, daß die IT-Technologie Fortschritte macht. Deshalb wird früher oder später kein Weg an einem bedingungslosen Grundeinkommen vorbeikommen.  Unsere diesbezüglichen Warnungen vor der FABI-Abstimmung wurden in den Wind geschlagen; die FABI-Vorlage wurde angenommen und damit die beiden BV-Artikel quasi abgeschossen.

Anders als wie in Deutschland («nie wieder Krieg!» und «die Renten sind gesichert»), wo die Tabaksteuer der Armee zugute kommt, verwendet es der Schweizer Gesetzgeber für die Altersvorsorge; vermutlich auch der Hauptgrund bei der 2009 zustimmenden Volksabstimmung verängstigter Frauen, die nachweislich öfter stimmen gehen als Männer, weshalb Raucher heute nicht nur in sämtlichen mitbezahlten Infrastrukturen, sondern sogar in Kneipen (Privatbesitz) wie Aussätzige behandelt werden. Gebt dem Volk den Status der Gesetze von 1970 zurück, am besten noch vor der Abstimmung zum Frauenstimmrecht in jenem Jahr, und vieles wäre wieder einfacher, kostengünstiger und vor allem eines dannzumal noch souveränen Staates würdig. Insbesondere wäre der Bürokratieapparat wieder auf vertretbaren zehn Prozent, der Binnenmarkt würde boomen, es gäbe keine Negativzinsen und niemandem, auch nicht der Nationalbank SNB, käme es in den Sinn, von Deflation zu reden.

Der andre spürbar gierige Machtblock sind die NGOs, die über nie versiegendes Kapital aus diversen Konglomeraten schöpfen können und unsere Gesetze in deren Namen bestimmen. NGOs sind eine Anhäufung interessengeleiteter und hochbezahlter Spin Doctors, die mehr oder weniger kaschierten Werbe- und Lobby-Agenturen der Großkonzerne, über die sich künstliche Absatzmärkte konstruieren lassen, die den Konsumenten jeden noch so absurden Schwachsinn glauben machen können, insbesondere die Mär vom Passivtabakrauch, oder jene wo nur er, der steuerzahlende Privatmann, noch die Welt retten könne, weil das Klima schwankt, schon immer geschwankt hat und immer schwanken wird, weil es sich zurzeit erwärmt oder weil ein Rauchverbot in Kneipen vonnöten sei, worin in der Schweiz alle zwei Jahre eine einzige Person in der Gastronomie an Passivrauch sterben soll (Letzte große Passivrauch-Studie Europas [Konrad Jamrozik et al]). Und über allem wacht die USA, daß diese ihre für Europa destruktiven pekuniären sowie prohibitiv-moralistis​chen Interessen religiöser Spinner (American Way of Life) durchgesetzt und die maßlose Gier ihrer Firmen weltweit nicht behindert wird.

So wird, recht raffiniert, die Illusion aufrechterhalten, daß die Wirtschaft und insbesondere das überlebensnotwendige Wachstum in diesem System unendlich weiter besteht. In Tat und Wahrheit werden wir gezwungen, Dinge zu konsumieren, die keiner braucht und die niemand will, oft nicht einmal kostenlos. Es ist auch hier wiederum unser vielzitiertes Märchen «Des Kaisers neue Kleider». Wer gewillt ist genau hinzusehen, wird es auch erkennen.

Lesen Sie weiter auf
http://www.sacksta​rk.info/?p=36389

Carol​us Magnus


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(3 Stimmen)
Carolus Magnus sagte March 2018

»Bei der SNB sind die Probleme jedoch viel heikler. Sie müssen das bekanntlich tun, um dem Franken zu schwächen.«

Und warum müssen Sie das tun? Weil durch die Schuldenbremse der Franken in seinem Wert stetig weiter steigt und somit von Ausland als Anlagevehikel immer begehrter wird. Ein Teufelskreis!

Bede​nkt man, daß aller Reichtum dieser Welt ausschließlich auf Schulden aufgebaut wurde, dessen Schuldzinsen jährlich nur tiefer sein müssen als der erzielte Nettogewinn der Firmen, so steht die Schuldenbremse etwas sehr quer in der Landschaft der Nat. Ökonomie.

Deutschl​and bspw. hat eine noch besser funktionierende Schuldenbremse was zur Folge hat, dass die Menschen dort noch stärker darunter leiden.

Ich bitte Sie, Ihre Aussage nochmals zu überdenken.

Carolu​s Magnus




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0%
(6 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte August 2016

Würden Sie bitte im Blogtext die Zitate markieren, Herr Magnus? Danke.


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57%
(7 Stimmen)
Carolus Magnus sagte July 2016

«Allerdingst ist das Rauchproblem m.E. das geringste Uebel. Es gibt weit Schlimmeres.»

Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu, Herr Krähenbühl, z.B. das Rauchverbot und die Eliminierung der Gastronomie sowie die Zerstörung der politisch enorm wichtigen Stammtischkultur.

​Und dennoch ist es ein Paradebeispiel eines Zusammenspiels von Intrigen, Pseudowissenschaft, Volksverblödung, Lügen und Spinmeisterei, das als Vergleich und Anschauungsunterricht​ nicht oft genug herangezogen werden kann, wie man manipulativ einen egal wie gearteten Paradigmawechsel herbeiführt, der keine Grassroot-Bewegung entspringt, oder besser noch, sich von selbst entwickelt. Diese Vorgehensweise hat System, denn durch das Rauchverbot wurde erstmals bewiesen, daß es funktioniert. Aus diesem Grund werden wir deshalb in Zukunft mit vermehrt solchen artifiziellen Paradigmen zu rechnen haben, ob sie uns passen oder nicht.

THMPD (Pharma und Patente auf die Natur), Pestizide (Agrarpharma), Glühbirnenverbot (GreenPeace, Osram, Philips) Klimahysterie (IPCC = WWF, Aufpäppeln der Energiewirtschaft), US-verursachte Schuldenkrise (erinnert an den Film "The Sting") und unzählige weitere "Neue Lehren", die einzig der Abzocke in einem übersättigten Markt dienen, werden sich häufen.

Selbst die Ursachen, welche Anlass zu einer AHV-Revision sind, werden NICHT eliminiert, sondern die Profiteure nur noch besser bedient. Und damit meine ich nicht etwa die AHV-Bezüger. Solange die durch Maschinen, (welche menschliche Arbeit ersetzen) entstandene Produktivitätssteiger​ung nicht in die AHV-Abgabepflicht seitens der Unternehmer mit einbezogen wird, solange wird das Volk weiter mit dämlichen Argumenten an der Nase herumgeführt. All das Geschwätz mit "höherem Rentenalter", "flexible Pensionierung", Mehrwertsteuererhöhun​g (Kaufkraftentzug mindert Geldmenge im Kreislauf für Pirvatpersonen zugunsten juristgischen Personen) "Rentenalter für Frauen erhöhen", Tabaksteuer um die AHV zu retten, usw. wäre gar nicht nötig, wenn nat.oec in den Unis nicht zu hirnlosen Lehren als Rädchen zum Profit der Elite herangezüchtet würden.

Carolus Magnus



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50%
(10 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte July 2016

Die Schweiz verfügt über die seriöseste und stabilste Volkswirtschaft der ganzen Welt.

Dies dieser Umstand muss gepflegt und umsorgt bleiben.

Die Aufhebung der Schuldenbremse ist keine Option.

Die Aufhebung der Schuldenbremse könnte zwar eine gewisse Dynamik im Wachstum herbeiführen. Das Ergebnis wäre ein noch stärkerer Schweizerfranken! Wollt Ihr das. (Die SNB hat ohnehin sehr grosse Probleme das Richtige zu tun.) Andere Nationalbanken müssen ja auch immer wieder Obligationen im EU-Raum kaufen, um die angeschlagenen Staaten zu stützen, könnte man sagen. Bei der SNB sind die Probleme jedoch viel heikler. Sie müssen das bekanntlich tun, um dem Franken zu schwächen. Das wissen inzwischen fast alle Eidgenossen. Die Schweizer befinden sich, das muss an dieser Stelle gesagt werde, in der glücklichen Lage eines Genies in Sachen Geldflüsse. Die Direktion der SNB, unter Thomas Jordan, wird sicher den Gratis-Beratungsdiens​t des Georg Bender in Anspruch nehmen, wenn sie dereinst nicht mehr weiter weiss.

Die Kritik an die NGOs Carolus, da hast Du 100% recht. Allerdingst ist das Rauchproblem m.E. das geringste Uebel. Es gibt weit Schlimmeres.



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