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Neues Mediengesetz statt Kurzschlusshandlung

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Ich bin ü­ber­zeugt, bei An­nahme der «No-­Bil­lag-I­ni­tia​­ti­ve» gäbe es in der Schweiz kein öf­fent­li­ches Radio und Fern­se­hen mehr. Darü­ber hin­aus müss­ten auch viele der pri­va­ten lo­ka­len Ra­dio- und Fern­seh­sta­tio­nen auf­ge­ben.

Ich bin dafür, dass der Begriff des Service Public präzisiert und der Leistungsauftrag der SRG überdacht werden soll. Das Mediengesetz, das nächstens im Parlament revidiert werden soll, muss Antworten auf die Veränderungen in der Medienbranche liefern und offene Punkte klären. Darum lehne ich die No Billag-Initiative am 4. März 2018 ab.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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60%
(5 Stimmen)
adrian michel sagte Vor 2 Tagen

Wer von Euch möchte die Schweizer Armee privatisieren? Ich bitte um Handzeichen? Niemand?

Jeder kriegerischen Auseinandersetzung geht in heutigen Zeiten ein massiver Propaganda- und Nachrichtenkrieg voraus: Mit der Initiative entfällt die Pflicht zur wahrheitsgetreuen Information und Frequenzen werden an den Meistbeitenden versteigert - wir geben damit jede Kontrolle auf einem vitalen strategischen Feld aus der Hand.


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56%
(9 Stimmen)
Ernst Jacob sagte Vor 6 Tagen

Also, wenn ich das Gejammere mitverfolge, das allüberall momentan Mode ist, wird mir wirklich langsam übel.

Letzte Woche flatterte mir eine Zeitung ins Haus, mit Titel, 'reformiert', obwohl ich doch längst schon nur noch mit dem Chef persönlich kommuniziere, und der Redaktor stellte im Titeltext schon fest, dass die No-Billag Initiatoren offenbar wirklich an einen Markt für Religionen glaube .... :(

Der hat's doch im Kopf, oder dann hat er einfach noch gar nicht gemerkt, dass der Markt mit den Religionen schon seit Jahrtausenden existiert, und bis dato doch floriert. Und so auch der Konkurrentkampf, wie in jedem Markt, wobei im Religionsmarkt es meistens ja Menschen sind, die dafür ihr Leben lassen müssen, ganz zu schweigen von den anderen Zerstörungen. Aber die bringen ja später auch wieder neues Geld, und so neue Einnahmen, für die jeweilige Religion.

Und dann schreibt er auch noch über die Glückskette, und wahrscheinlich andere Hilfswerke, die ohne die Zwangsabonnierung gar nicht mehr wirksam durchgeführt werden könnten. Der Untergang unserer gesammten gut-eidgenössischen Kultur stehe kurz bevor, und müsse mit allem Mitteln angewendet werden.

Dabei, wenn doch Alle, die für eine Abgabe sind, dann auch wirklich regelmässige Zahlungen leisten würden, könnte doch zumindest die SRG it dem Vordringlichsten zumindest weiterfahren, Religion verteilen, und Spenden sammeln. Aber das wollen die Leute dann doch auch wieder nicht, soviel ist es ihnen nämlich auch nicht wert, wenn andere nicht auch zahlen müssten.

Aber seit selbst Tele Basel zugibt, ohne Subventionen viel kürzer treten zu müssen, stellt sich doch die Frage, ob es denn wirklich Sinn macht, in einer der reichsten Städte ein LokalTV zu betreiben, wenn man es nicht einmal dort selber finanzieren kann, oder zumindest mehr Geld umverteilt, als man wirklich verdient. Dann sollte man es doch wirklich besser dem Markt überlassen, und damit mit absoluter Sicherheit Jemandem, der es auch kann.

Es ist ganz einfach nur noch einfach beschämend. Alle reden sie doch immer von Freiheit, und einem freien Markt, und jetzt run alle plötzlich so, als würde mit der Aufhebung einer Zwangsgebühr, die sogar die bezahlen müssen, die keiner der Landssprachen mächtig sind, den Untergang unserer gesammten Kultur zur Folge haben.

Einer Kultur, die doch gewisse Kreise der genau gleichen Leute als längst schon überholt und alt-national bezeichnen, und auch mit allen Mitteln sonst bekämpfen. Und das ist doch das Lustigste daran, plötzlich werden sie alle wieder zu zumindest kulturellen Nationalisten und Nationalistinnen. Wie schnell es doch gehen kann ...

Im Uebrigen könnte ich dem Herrn Stefan Schneiter vom REFORMIERT raten, doch einmal einen Fernseher einzuschalten, und mir keine Zeitung mehr zu senden. Dann würde er sicher erkennen, wieviel Geld mit dem heiligen Erzengel Gabriel, under anderen Esotherik Figuren, täglich nur schon medial verdient wird. Ganz abgesehen vom unbefleckten Unterleib, in stundenlanger Repetition, das weckt eher noch die Geister derer, die ja gar nie an unbefleckte Unterleibe denken dürften. Und manchmal mit allen Konsequenzen, wie man zwischenzeitlich ja weiss. Und all das ganz ohne Berücksichtigung der AMI-Shows, wo jeweils tausende nur darauf warten, von der Rednerin auf der Bühne in eine geistliche Ekstase gebracht zu werden.

Es wird sehr viel Geld mit Religionen verdient. Aber Religionen sind auch vergänglich, zumindest im öffentlichen Wahrnehmungsbereich.U​nd repräsentieren sie einmal auch eine politische Minorität, vermindert sich auch ihr Anspruch auf öffentliche Wahrnehmung. Diese Entwicklung wird auch keine erzwungen-kollektiv-m​ediale Mitgliedschaft nicht verhindern, das genaue Gegenteil des Angestrebten könnte der Fall werden.

Aber man tut lieber so, als gäbe es noch immer nur Katholische und Reformierte, und ein paar Sekten dazu, und ignoriert dabei vollständig, dass ja auch die anderen Kulturen und Religionen sehr bald schon so auch ihren Platz im nationalisierten Sender Netz beanspruchen werden. Und ob das dann dem reformierten Herrn Redaktor gefallen wird, wird spätestens dann eine ganz andere Frage sein.

Ich hatte gestern mit einem Kunden eine Diskussion. Er ist in der Werbebranche tätig, und kennt offenbar sehr sehr viele Leute, die direkt oder indirekt davon leben, dass es die SRG und ihre privat geführten Filialen so gibt, wie es sie gibt. Und die haben jetzt alle Angst, und keiner denkt mehr daran, dass es ja ein EU-gerichtshof-amtlic​h bestätigtes Menschenrecht ist, was hier mit staatlichen Abgaben auch weiterhin beschnitten werden soll.

Die Kirche mag zu unserer Kultur ja gehören, das bestreite ich nicht. Aber die christlichen Kirchen sind nur noch ein Teil dieser Kulturen. Und sie werden demnächst schon auch eine zahlkenmässige Minderheit darstellen. Aber weder das Radio noch das Fernsehen können etwas dafür, dass es so ist. Es ist zum guten Teil auch die Schuld dieser Kirchen, und ihren Religionen, so, wie diese Religionen heute gepredigt und gelebt werden.

Und man kann nicht einen privaten Markt haben, der zwar von subventionierten Medien lebt, aber offenbar nicht in der Lage zu sein scheint, diesem Markt auch für potentielle Werber attraktiv genug zu machen, dass die Branche mit eigenen Mitteln überleben kann. So kann man nur geschäften, wenn das Geld offenbar eine untergeordnete Role spielt. Und das kann es doch mit Sicherheit nicht sein.

Ich bin froh, wenn es vorbei ist, es vermiest Einem die ganze Stimmung, so viel Gejammer und Geplärre auf einmal, von All Denen, die jetzt plötzlich merken, wohl irgendwas verpasst zu haben.

Dabei existiert gemäss TV von letzter Nacht bereits eine Maschine, die aus Körpergewebe vom eigenen Arm ein neues, entwicklungsfretiges Embryo herstellen soll. Ein perfektes Klon also, Bill Gates forever, und andere Superreiche auch, denen ja bis dato nur die Zeit fehlte, um ihr Leben mehrere Leben lang geniessen zu dürfen.

Und mit einer Zange schneidet man Problem-Genteile raus, und ersetzt diese mit guten, um so in wenigen Jahren schon topgesunde 2 Meter 50 Supermänner mit unglaublichen Kräften herstellen zu können. Und Superfrauen natürlich auch, denn ein Supermann hat ja auch eine Superfrau verdient.

Ueber über sowas bringen ja unsere Medien nichts, schon die Kirchen wären dagegen, und wohl viele Andere auch.

Unkorrigiert​.



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45%
(11 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 9 Tagen

Tatsache ist, dass in Zukunft Grossunternehmen einen Löwenanteil der Steuer übernehmen werden.

Unternehme​n mit 1 mia. Umsatz und Mehr bezahlen CHF 35'000 Billag pro Jahr ab 2019. Darum bezahlt ein Privathaushalt "nur" noch CHF 365.00

Die Steuerlast wird leidlich verlagert, weil Grossunternehmen sich weniger an der Urne beschweren.


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18%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 9 Tagen



So günstig kommt man niemals mehr zur medialen Macht! Berlusconi, äh, Blocher, Wanner uvam. freuen sich! Die Initianten werden womöglich die Provisionen kassieren?
Auch bei dieser Initiative ist das Verstehen der Auswirkungen in einer arbeitsgeteilten Wirtschaft von grosser Bedeutung? Das Geldaggregat SRG sichert viele Arbeitsplätze nicht nur bei der SRG selbst, sondern auch bei den Befürwortern. Es könnte sein, dass diese Befürworter, welche meinen, sie hätten, ohne den Pflichtrückfluss (Beiträge), mehr Geld im Portemonnaie, ihren Arbeitsplatz gefährden. Es hat die gleiche Auswirkung, wie Einsparungen der Regierenden und Entlassungen! Es braucht eben das Verstehen des Geldsystems, welches nicht der Lehrmeinung (Betrug) der Fakultät Ökonomie entspricht, welche die Bevölkerung als Manipulation gelehrt haben!
Die Werbekosten werden ansteigen und in die Produkte einfliessen. das Portemonnaie wird noch schmäler! Umverteilung von Arbeit zu Reich!




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46%
(13 Stimmen)
Martin Maletinsky sagte Vor 9 Tagen

Wie Herr Vitali bin auch ich dafür, dass der Begriff des Service Public präzisiert und der Leistungsauftrag der SRG überdacht werden soll.
Wird aber die Initiative am 4. März abgelehnt, so wird dies eben nicht geschehen, sondern die SRG wird bequem mit der staatlich garantierten Finanzierung weiterleben. Schon nach der hauchdünnen Annahme (50.08% - 3696 Stimmen Unterschied) des neuen Radio und TV-Gesetzes und der neuen Medienabgabe wurde versprochen, die Vorbehalte vieler Bürger würden ernst genommen und berücksichtigt - geschehen ist trotdem nichts.


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60%
(15 Stimmen)
Hans Forestier sagte Vor 9 Tagen

Das ziemlich archäische Sprichwort: "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht" lässt sich auch auf die SRG, sogar bis in den Bundesrat hinein darstellen. Nun dies ist ja hier bereits sehr gut dargestellt worden.

Diese Billag Volksinitiative zeigt jetzt auch sehr deutlich auf, nämlich dass die Politikerinnen und Politiker sich keinen Deut um die Anliegen der normalen Menschen kümmern. Sie verkennen bezeichnend total, dass heutzutage aufgeschlossene Menschen vielfältige Möglichkeiten haben, sich objektiv und vor allem werteneutral in internationalen sowie privaten schweizerischen Angelegenheiten durchgehend zu informieren. Auf das offensichtlich linkslastige SRG-TV mögen sie sehr gerne verzichten, zudem hier auch noch verhältnismässig zu happige Zwangsgebühren schon zu lange zwangseingetrieben werden.

In einer weltoffenen, liberalen, resp. freiheitlichen Gesellschaft geht das nicht, darum kann jetzt im Jahre 2018 konsequenterweise nur ein JA die richtige Antwort sein.



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50%
(14 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 10 Tagen

Ihr habt doch in eurer "Weissheit" ich sage Dummheit dazu, keinen Gegenvorschlag gebracht. Also hören Sie nun auf mit dem "blöden" Service Public präzisieren und Leistungsauftrag der SRG überdenken. Die Service Public hätte längst stattfinden müssen, spätestens 2015 gab es einen Warnschuss.. Jetzt ist es zu spät...

Seit über 10 Jahren nutze ich diesen Service Public der SRG nicht mehr. Ich sehe nicht ein dieses Konstrukt weiter zu unterstützen.
Die Hälfte der pri­va­ten lo­ka­len Ra­dio kommen schon heute ohne Billag Gelder aus und die lokalen Fern­seh­sta­tio­nen mit ihrem Endlosschlaufen Programm sind kein Verlust, wenn diese kein Geld mehr verbrennen. Aber auch dort werden einige Aufwachen und auch gutes Fernseher machen, sobald die Dominanz der SRG nicht mehr vorhanden ist.
Ja zur Abschaffung der Billag-Gebühren


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45%
(11 Stimmen)
Georg Stamm sagte Vor 10 Tagen

Was A. Vitali schreibt, ist richtig. Der Haken ist nur, dass Politiker (z.B. im NR) schon vor Jahren immer wieder gefordert haben, der Service Public von Radio und TV müsse definiert werden, damit Nötiges von Unnötigem getrennt werden könne. Die SRG weigerte sich, nichts geschah, Devise: Weiter wie bisher. Konsequenz unter anderem: Die höchste Zwangsgebühr hierzulande in ganz Europa, also das teuerste Fernsehen und Radio. Die No Billag-Initiative ist die Quittung für diese Intransigenz.


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57%
(14 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 11 Tagen

Wer zu spät kommt, denn betraft das Leben. Rumjammern führt zu nichts.

Ein gutes Beispiel ist Ex Libris, das proaktiv vorgeht.

Swissair ging mit Pauken und Trompeten unter, weil man sich nicht anpassen konnte oder wollte.

Bis zum letzten Mann wurde das Bankgeheimnis verteidigt, bis der Druck einfach zu gross war.


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62%
(13 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Vor 11 Tagen

Herr Albert Vitali FDP

Ihre Bedenken sind nachvollziehbar und gut möglich.
SRG, Parlament hatten vorher die Gelegenheit, Anpassungen vorzunehmen, weil eigentlich bekannt ist, dass "viele" Prozentsatz ist noch unklar, so mit dieser Form zu diesen Kosten nicht mehr einverstanden sind.

Darf man das Arroganz nennen, von der SRG und weiteren Medienverantwortliche​n, plus Parlament, bis in den Bundesrat hinein, wenn man einfach weiter macht, " was man getan hat ist sichtbar" und nun meint, man hätte keine Probleme.

SRG Medienverantwortliche​ Parlament und Bundesrat, Ihr habt ein gewaltiges Problem, das es zu lösen gilt.
Aus diesem Grund werde ich ohne zögern der No Billag zustimmen, ein JA einlegen. Mit dem Wissen, dass ein Scherbenhaufen entsteht. Ich bin überzeugt, nur so kriegt man die SRG auch weitere Medien dazu, nachzudenken, was sie eigentlich tun.


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