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Fachkräftemangel - die aktuelle Lage in der Schweiz

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In die Schweiz wandern immer weniger Personen ein. Die Politik ist aktiv damit beschäftigt, eine Zuwanderung zu verdrängen. Dabei besteht aber ein Wettkampf um die fähigsten Fachkräfte. Die Schweiz leidet derzeit unter Lohndumping, ausgehöhlten Sozialleistungen, Umweltbelastungen, Armut und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Es gibt Befürworter der Masseneinwanderungsin​itiative und die SVP bekämpft Einwanderung.

Die Realität ist jedoch anders. In der Schweiz gibt es aber immer weniger Einwanderung. Im ersten Halbjahr 2017 kamen nur noch 25500 Menschen in die Schweiz. Dies sind 25 % weniger, als in 2015.

 

Mögliche Handlungsfelder für mehr Zuwanderung

 

Im zweiten Quartal von 2017 sind von EU-Bürgern so wenige Personen zugezogen wie letztmals 2005. Die ist ein negatives Wanderungssaldo. Der Wirtschaft hat in den letzten Jahren der Franken-Schock zugesetzt. Auch hier gab es weniger Zuwanderung. Es kam außerdem in der EU zu ausreichend Jobs und zu weniger Nachfrage in der Schweiz. Sogar Spanien und Portugal verzeichnen nun einen lebhafteren Arbeitsmarkt. Die Stimmbürger sind sicherlich trotzdem froh, dass Zuwanderer im Umfeld von Stellenstreichungen ausbleiben. Am besten kommen Arbeitskräfte bei guter Konjunktur. Die Politik reagiert auf die Entwicklung mit einer Eindämmung von Kontingenten für Drittstaaten seit dem Jahr 2014.

Mithilfe von wirtschaftlichem Druck wurden die Zahlen leicht nach oben hin angepasst. Trotzdem gibt es 1000 Arbeitskräfte weniger aus Drittstaaten, als 2015. Es sind nun 3000 Langzeit- und 4500 Kurzaufenthaltsbewill​igungen. Weiterhin sind jüngst auch die Aufenthaltsbewilligun​gen und offenen Stellen für rumänische und bulgarische Staatsangehörige im Rahmen der Ventilklausel kontingentiert. Der Fachkräftemangel scheint noch nicht ausreichend bewusst zu sein (Übersicht Fachkräftemangel in der Schweiz).

 

Ein Ausblick bis ins Jahr 2020

 

Der Ausblick ist nicht positiv. Denn der Wirtschaft werden in den folgenden zehn Jahren immer noch Hunderttausende Arbeitskräfte fehlen. Ein Grund hierfür ist eine Überalterung der Bevölkerung. Ein aktueller Trend zeigt, dass rund jede dritte Firma in der Schweiz nur mit Mühe die nötigen Fachkräfte finden kann. Die Zulassungspraxis, die speziell auch für Nicht-EU-Staaten verschärft durchgesetzt wird, sorgt für einen Schaden in der Schweiz. Eine professionelle Strate​gieberatung wäre in diesem Fall empfehlenswert.

Hochs​pezialisierte Kräfte können sich in der Schweiz keine Stelle suchen. Ein Problem ist dies für Konzerne, wie Boston Consulting, IBM und Google. Nicht weniger leiden aber kleine Unternehmen mit einem Streben nach Wachstum. Trotzdem werden aktuell noch Arbeitskräfte und Firmen aus dem Ausland abgeschreckt. Dies wird sich in der Zukunft rächen.

 


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