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Konkurskandidat AKW – Weder sicher noch rentabel

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Laut einer Mit­tei­lung der Kernkraftwerk Leib­stadt AG hat sich das AKW im Ver­laufe des Mor­gens des 28.12.2019 von sel­ber abgeschaltet.

Abschal​tung wegen technischer Störung: Am 28. Dezember um 7:48 Uhr wurde das Werk wegen einer technischen Störung vom Stromnetz getrennt und abgeschaltet. Nach der Ursachenabklärung soll die Anlage baldmöglichst wieder in Betrieb genommen werden»

20min.ch hat das Thema aufgegriffen und schreibt:

Demnach ist der Personalabbau seit 2015 einer der «wesentlichen Gründe für die Probleme im KKL». Menschliche und organisatorische Faktoren hätten einen «wesentlichen Anteil» an den Vorkommnissen. Das KKL will die Zahl der Mitarbeitenden bis 2022 von rund 500 auf 470 Stellen senken, vor allem bei nicht sicherheitsrelevante Posten, wie das KKL betonte.

Nur die dümmsten Kälber, suchen sich ihre Metzger selber

Atomkraftwerke​​ schalten sich von selber ab, weil sie nicht mehr rentabel sind. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Was Stimmbürger mit dem Verstand nicht einsehen können, vollziehen kurz bevor es zu spät ist, die Technik und der Markt von selber.

Seit über 40 Jahren wird Atomkraft an prominenter Stelle kontrovers diskutiert.

Spätestens seit im Sommer 1977 Ausschreitungen um die Anti-AKW-Demonstratio​​nen gegen das Kernkraftwerk Gösgen die ganze Schweiz erschütterten, ist Atomkraft nie ganz aus den Schlagzeilen verschwunden.

Über Nachteile, Vorteile, Kosten, Gefahren, Alternativen wurde ausführlich diskutiert. Die Fakten sind bekannt.

Mehrfach konnte der Souverän über die Nutzung der Atomkraft entscheiden.

Ein Ja und sieben Nein seit 1979»

Das letzte Mal wurde am 27.11.2016 über die Atomkraft abgestimmt. Das Schweizer Stimmvolk lehnte die Atomausstiegsinitiati​​ve der Grünen mit 54.2 % Nein die Atomauststiegs-Initia​​tive knapp ab.

Seit dem ersten Erdölschock von 1973 (OPEC-Embargo) wird über alternative Energien diskutiert. Die Atomkraftgegner machten die Alternativenergien zum Topthema.

Anfangs der 1980er funktionierten die ersten Prototypen (Solarzellen, Windräder etc.). Wer sich für das Thema interessierte dem war klar, dass die Alternativenergien kommen würden. Das Atomkraft & Erdöl mit der Zeit immer obsoleter würden.

Es ist mehr einen Frage der politischen Vernunft als des Umweltschutzes sich aus der Abhängigkeit von unberechenbaren Despoten und Islamisten zu befreien. Armee und eine selbstversorgende Landwirtschaft machen in der Schweiz nur einen Sinn, wenn man nicht mit Erdöl und Uran erpresst werden kann.

Der allgemeinen ökonomischen Vernunft folgend ist es spätestens seit 20 Jahre klar, dass die alternativer Energieträger Erdöl und Atomkraft wirtschaftlichen den Rang ablaufen.

Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht!

Obwohl die Fakten klar waren, haben sich die StimmbürgerInnen mehrfach und wiederholt für die Atomkraft entschieden. Eine Entscheidung die Konsequenzen hat. Solange Atomstrom billig war, hat sich Generation Ü35 für die Atomkraft entschieden. Die Kosten für Abwicklung der Atomkraft hat man bewusst auf die Generation der nach 2000 Geborenen abgewälzt.

30 Jahre hat man das Unausweichliche hinausgeschoben. Anstatt vor 35 Jahren die sich aus der alternativlosen Energiewende ergebenden Möglichkeiten zu ergreifen, hat man den Kopf in den Sand gesteckt.

Heute wo nur noch Kosten entstehen, muss die junge Generation die Konsequenzen tragen.

Wenn junge Menschen den Alten vorwerfen sie hätten ES verkackt, die Zukunft an die Wand gefahren, drücken sie nur aus was wahr ist. Klar verstehen die Alten den Vorwurf nicht, den sie haben noch nie etwas verstanden.

Das die SP eine treibende Kraft hinter dem Ausbau der Atomkraft waren, ist eine Tatsache die heute gerne verdrängt wird.

Epilog: Massiver Polizei-Einsatz in Gösgen
Befeuert von der Aufbruchsstimmung in der Region Basel, flammte der regionale Widerstand in Däniken nochmals auf. Die grosse Protestwelle kam aber erst 1977, als der Kampf gegen „Gösgen“ Gegner aus der ganzen Schweiz und aus dem angrenzenden Ausland auf die Beine brachte. Der traditionelle Pfingstmarsch endete im Mai 1977 vor dem fast fertig gestellten AKW. Die heisseste Phase der Auseinandersetzung folgte im Juni und Juli 1977, als AKW-Gegner versuchten, die Zufahrtsstrassen zu besetzen, um die Lieferung der Brennelemente zu verhindern. Die SP des Kantons Solothurn zeigte zwar ein gewisses Verständnis für die Anliegen der Demonstranten, wahrte aber Distanz zu der Aktion, bei der André Froidevaux von der Revolutionären Marxistischen Liga (RML) eine prominente Rolle spielte.
Während die Aargauer Regierung zwei Jahre zuvor vergeblich an die eidgenössische Solidarität appellierte, gelang es dem Solothurner Regierungsrat, eine gut ausgerüstete interkantonale Polizeitruppe in die "Schlacht um Gösgen“ zu schicken. Zuständiger Regierungsrat war der sozialdemokratische Polizeidirektor Gottfried Wyss. Beide Besetzungsversuche wurden mit massiven Polizeieinsätzen vereitelt.

Sozialdemokrat*innen​​ scheinen von Nichts und am wenigsten von ihrer eigenen Geschichte eine Ahnung zu haben. Heute wo mit GRÜN Wahlen zu gewinnen sind, wollten die SozialdemokratInnen auf einmal Originalgrün sein.

Für ihren Glauben an immer währenden Fortschritt und anstrengungslosen Wohlstand durch Atomkraft zahlten Sozialdemokraten und Gewerkschaften einen hohen Preis. Linke UmweltschützerInnen spalteten sich in den 1980er von der SP ab und wurden zur Grünen Partei. Heute wäre es an der Zeit, das die SP einen Bundesratssitz den Grünen abgibt.

Die unzähligen Pirouetten und Wendungen der SP in der Umweltpolitik zeigen klar, dass den Sozialdemokraten wenn es um Klima und Umwelt geht, nicht über den Weg zu trauen ist.

 

 

 

 

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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(5 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2020

"(...) Heute wo mit GRÜN Wahlen zu gewinnen sind, wollten die SozialdemokratInnen auf einmal Originalgrün sein."

Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz hat sich vor vierzig Jahren als erste Partei gegen Atomkraftwerke ausgesprochen. Damit ist sie die originalgrüne Partei, Herr Kuske. Die GPS wurde erst vor dreissig Jahren gegründet.

Beide Parteien stehe heute hinter denselben ökologischen und sozialen Forderungen.


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57%
(7 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte January 2020

Herr Kuske
Sicher haben Sie recht, wenn Sie das Wissen der Sozialdemokraten über ihre Geschichte anzweifeln und den Grünen vorwerfen, dass es sie eigentlich gar nicht braucht.

Gleichzei​tig muss ich aber Euer Wissen um Energie und Zukunft anzweifeln - andererseits muss ich mir aber sagen, nein der Herr Kuske wüsste es eigentlich schon, so dumm kann er gar nicht sein. Denn er sagt ja selber, dass es Grüne nicht braucht.

Jetzt trompeten Sie aber, dass AKWs nicht rentabel seien - Kunststück, wenn die Solarenergie immer wieder auf jede Art und Weise durch Steuergelder subventioniert wird. Und wenn dereinst ein Vulkan explodieren wird, ist ist es Dunkel - jahrelang.

Wir Deutschen liefern Euch Schweizer den Strom nicht mehr lange, denn wir stellen unsere AKWs ebenfalls ab - schon in 2 Jahren. Wir müssen dann beim Putin um Gas betteln gehen.

Das haben wir unseren Deutschen Grünen zu verdanken.
Und die Schweizer Grünen streben die selbe Bullenscheisse an.
Ist das nicht wahnsinnig, Herr Kuske?

Ich versichere Ihnen, der Blackout wird kommen - nicht schweizweit, sondern europaweit.



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43%
(7 Stimmen)
jan eberhart sagte December 2019

Amateuerhafte Klimahysteriker - Fanatiker der FF forden die Entziehung des Wahlrechts ab einem bestimmen Alters, weil diese nicht gleichwertig wären - 3. Klassenwahlrecht wie in Preussen? Noch mehr Anti-Demokratismus?

Der WDR beschimpt Omas als Umweltsäue, obwohl ein Grossteil des WDR-Publikums aus Omas besteht und ein wesentlicher Teil der Wählerschaft, ohne die man keine Mehrheit bekommt.

Da kann man die Grünen nur bemitleiden.

Das würde Hollywood und Goebbels nie passieren. Dazu ist es schäbig einen Kinderchor zu instumentalisieren. Diktaren haben es schon immer geliebt sich kinderlieb zu geben, Kinderhände zu schüttlen und sich mit Kindern zu präsentieren. Soger der Herr des Berghofs liebte Kinder und posierte vor der Kamera (Ein Dank den SS-Männern, die die Aufnahmen des Berghofs für die Ewigkeit aufbewahrten).


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36%
(11 Stimmen)
jan eberhart sagte December 2019

Bravo Frankreich- während Klimahysteriker und Grüne ins Mittelalter zurückwollen, plant und baut man weitere AKW's. Genauso wie GB, USA, Russland, Tschechien, China und viele andere.

Nur Ewiggestrige planen den Atomausstieg, gefangen in einer romantischen/religiös​en Fantasie.




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27%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte December 2019

Geld aus dem Nichts kann keinen Mangel erzeugen. Eine Investitionsentscheid​ung hat der Vernunft und Gemeinwohl zu folgen. Kosten, sprich Geld darf dabei keine Rolle spielen, denn es ist nicht knapp.
AKW abschalten, wenn Gefahr in Verzug ist und den Rückbau organisieren. Es sind Beschäftigungen und Geld spielt sowieso keine Rolle!

Geld steckt immer im Preis. Ohne entsprechende Kaufkraft können die gegenseitigen Leistungen nicht getauscht werden. Nun denke!


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