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Irrelevanz der Wahl des Unwortes:

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Wo bleibt die All­ge­mein­bil­dung der Pro­fes­so­ren?

Seit 1991 kürt die Gesellschaft für deutsche Sprache das Unwort des Jahres. Genau wie der Rat für deutsche Rechtschreibung zeichnen sich dies Verantwortlichen durch eine politische Sicht aus, bei der es nicht um Sprache geht, sondern um eine politisch Korrekte Botschaft und Bevormundung. Und wie immer, wenn die politische Korrektheit mitspielt geht die Allgemeinbildung den Bach runter. Vor Jahren posaunte der Rat für deutsche Rechtschreibung laut heraus, dass man nun nicht mehr Alptraum, sondern Albtraum zu schreiben habe. Hätten sie Allgemeinbildung gehabt, statt nur Schulmeisterei betrieben, hätten sie gewusst, dass ein Albtraum nichts mit einer Alp zu tun hat, sondern von Alben verursacht wird, also von Elfen, einem Fabelwesen. Alptraum, war also schon vor der Rechtschreibreform falsch. Die fehlende Allgemeinbildung zeigte sich schon bei der Wahl der «Lügenpresse» als Unwort 2014. Man wollte ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen, übersah jedoch völlig, dass das Wort nichts mit den Rechtsextremen zu tun hat und auch keine Erfindung der NAZIS darstellt. Das Wort Lügenpresse wurde Mitte des 18. Jahrhundert modern und zwar als Ausdruck ab 1848 in Polemiken von katholisch-konservati​ver Seite gegen das im Zuge der deutschen Märzrevolution nach Aufhebung der Pressezensur erstarkte liberale und demokratisch orientierte Zeitungswesen. Ich persönlich verwende das Wort nicht, weil es vor allem um die jüdische Presse ging und das Wort einen sehr antisemitischen Beigeschmack hat. Das Unwort 2019 zeugt wieder von völliger Ahnungslosigkeit. Nina Janich, seit 2011 Jury-Sprecherin bei der Wahl zum Unwort des Jahres und Professorin für Deutsche Linguistik begründete die Wahl wie folgt: Mit dem Begriff „Klimahysterie“ würden die Bemühungen der Klima-Aktivisten „diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert“. Sie verwendete auch das Wort krankhaft. Damit nahm sie Bezug auf ein veraltetes längst überholtes Verständnis des Wortes als neurotische Störung. Hysterie ist heute ganz einfach eine nervöse Aufgeregtheit, Erregtheit, Erregung, Überspanntheit. Aber indem man die Klimaskeptiker (nicht zu verwechseln mit den Klimaleugnern) als krank bezeichnet kehrt man die moralische Schulmeisterei hervor und entlarvt, um was es geht, um Sprachpolizei und Einengung einer vernünftigen Meinungsfreiheit, in der auch andere Meinungen erlaubt sein müssen. Einem Gremium, dass so wenig Ahnung von der Bedeutung der Wörter hat spreche ich jegliche Relevanz ab! In diesem Narrativ ist es für mich auch absolut unmöglich, der Ausweitung der Rassismus Norm zuzustimmen


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(8 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte January 2020

Also,nachdem ich heute morgen die Zeitung aufgeschlagen habe,sind die ersten drei Seiten schon wieder dem Klima gewidmet.!Einer will die Wälder begrünen,als ob die nicht schon grün genug wären.Die Greta geht nach Davos,jedoch auch nicht zu Fuss!Und dazu soll es in Davos ebenfalls hauptsächlich um das Klima gehen.Es gibt da allerdings auch noch das "politische" Klima und ich bin mir nicht ganz sicher,welches nun das Wichtigere sein soll.
Also "Klima-Hysterie" ist für mich nicht das Unwort des Jahres,sondern es macht sehr deutlich,dass diejenigen die diese Klima-Hysterie in Gang gesetzt haben,selber nicht recht glauben,was da in die Welt hinaus posaunt wird.Aber es öffnet neue Geld-Schleusen und der Ablass-Handel ist schon in vollem Gange!Wenn diese gedrohte Klima-Apokalypse zu Recht angezweifelt wird,ist das schon ein "Störfaktor" und so ist das für diese "Kreise" natürlich ein "Schimpfwort"!
Für den "Rest" und die "Zweifler" oder gar Klima-Lügner ist es eher belustigend.
Welches​ die wahren Klima-Lügner gewesen sind in dereinst gewesenen Dekaden,wird sich weisen!
Ich bekenne mich zu den grossen "Zweiflern" dieser Hysterie aus Demut zum grosem Universum,dem wir mit unserem "Tun" hier auf Erden kaum etwas antun können.Im Guten wie im Bösen.



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60%
(10 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2020

Die Verkündung der Wörter oder Unwörter des Jahres gleicht jeweils einer Oskarverleihung der NLP-Framingindustrie.​ Gefeiert werden die erfolgreichsten Umwortungen einer gedankenpolizeilichen​ Wahrheitsdogmatik auf dem Weg zum durch und durch kontrollierten New-Speech.


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