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Helme aus 3D-Drucker für Schweizer Gardisten

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In Lu­zern fand die AMX Expo statt. Es ist eine un­ver­gleich­bare Mes­se, die aus­sch­ließ­lich 3D-­Druck­tech­nik vor­stellt und somit pu­blik macht. Unter der Lei­tung von Mar­cus Risi, Ge­schäfts­füh­rer der Stan­ser Firma 3D-Pro­to­typ, wurde das Mo­dell eines neu­ar­ti­gen Helms für die Schwei­zer­garde im Va­ti­kan aus­ge­ar­bei­tet. Fun­kel­na­gel­neue Helme aus dem 3D-­Dru­cker sind das High­light der Schau.


Die bisherigen Helme waren schwarz und immer aus Blech handgefertigt. Sie haben ihre Pracht verloren und es müssen Neue produziert werden. Entscheidungsträger beschlossen, neue Helme mit der Technologie von 3D-Druck in einheimischer Produktion anzufertigen.

Die Herstellungsdauer ist extrem kürzer


Im letzten Sommer wurde die Firma 3D-Prototyp anlässlich der Herstellung des erstmaligen Helmes kontaktiert. Marcus Risi erklärte, er fühle sich geehrt, als Zentralschweizer dieses reizvolle Projekt für Rom durchführen zu dürfen. Die Initiative zu dem Projekt ergriff der Stanser Bauingenieur Peter Portmann, er vermittelte zwischen dem Vatikan und der 3D-Druckfirma.


Ein Standardhelm wurde für die Produktion anfangs mit einem 3D-Scanner eingelesen. Die aufgenommenen Daten wurden von einem 3D-Artist aufbereitet, der vorerst einen 3D-Prototyp gestaltete. Die ersten Entwürfe bestanden aus zwei Halbschalen, inzwischen wird daran gearbeitet, den Helm als Ganzes auszudrucken. Anders als bei herkömmlichen Druckern, die mit Tonerpatronen und Druckertinte arbeiten, nutzt ein 3D-Drucker spezielle Pallets. Aus Rom kam, nach Besichtigung des ersten Prototyps, die Bitte, das Wappen von Papst Julius II auf den Helm zu bringen. Dazu wird ein fortschrittlicher Etikettendrucker zur Anwendung gebracht. Am Design werden keine erwähnenswerten Änderungen erwartet. 

Was ist anders an den neuen Helmen?

• Die neuartige Kopfbedeckung besteht aus ASA (Acrylnitril/Styrol/A​​crylester)

• das Material ist kratzfest und UV-resistent

• der Helm ist viel leichter, als der Bisherige

• erheblich besserer Tragekomfort für die Gardisten

• die Herstellungsdauer ist mit zirka 20 Stunden beträchtlich kürzer.

Bei der Vereidigung der neuen Gardisten im Mai ist Luzern als Gastkanton eingeladen. An diesem Tag ist geplant, die ersten neuen Helme zu präsentieren. Letztendlich sind für die Schweizergarde 100 Stück in Druck.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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jan eberhart sagte September 2018

Die Schweizer Gardisten sind eben eine Touristenattraktion in ihren historischen Uniformen, die bunt und farbig sind.

Ansonsten wäre sie nichts besonderes mehr, ohne Hellebarde und ohne Mittelalter-Helm.

​Dann könnte man auch normale italienische Polizisten hinstellen.

Ausser​dem hat der Papst ja noch normale Bodyguards und andere Sicherheitskräfte.


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(3 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte September 2018

Das ist nichts Neues ich habe schon vor einiger Zeit ein Bericht dazu gelesen. Nur finde ich es in diesem speziellen Fall eigentlich eher unpassend. Entweder hat man historische Uniformen oder dann verzichtet eben ganz auf die Show.


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(5 Stimmen)
Bruno Zoller sagte September 2018

Interessant! Hätte nicht gedacht, dass sowas funktioniert. Der ist ja dann mehr oder weniger aus Plastik. Ob dieser einer Kugel standhalten wird? Aber ich denke die werden das schon getestet haben.


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