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Grün muss man liberal behandeln

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Grün muss man li­be­ral behandeln

Wenn sich nun einige FDPler gegen den neuen Kurs von Petra Gössi wehren sind das wahrscheinlich Anhänger der neoliberalen Ideologie, welche die Eigentumsfreiheit verabsolutieren. Eigentumsfreiheit heisst nicht, dass man ohne Verantwortung handeln

darf. Die Welt und das Vermögen sind uns nur geliehen und in diesem Sinne hatte die christliche Wirtschaftslehre schon ihre Berechtigung. Vermögen und Eigentum verpflichten. Der Neoliberalismus hat dies vergessen und geht davon aus, dass man Ressourcen (inkl. Arbeitnehmer) unbegrenzt ausbeuten darf. Das politische Motto der Neoliberalen geht in Richtung «nach uns die Sintflut».

Die FDP der 80er-Jahre war noch echt liberal und nachhaltig. Sie beschäftigte sich mit einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft. Rendite war noch nicht das oberste Ziel und politisch wusste man, dass es keine absoluten Wahrheiten gibt und das liberale Politik immer ein Herantasten an die beste Lösung ist. Die Altfreisinnigen waren offen für Neues. Heute würden die damaligen Exponenten sich mit Cradle to Cradle, mit Sharing Economy, Urban Mining und mit vielem Anderen beschäftigen und erkennen, dass dies die einzig verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik darstellt, denn unsere Verschwendung ist einfach nicht wirtschaftlich.

Wenn die FDP in den 90er nicht auf Abwegen gekommen wäre, wäre sie auch heute noch eine liberale wirtschaftsfreundlich​e Partei und es hätte die staatsgläubigen Grünliberalen gar nie gebraucht. Die Kurskorrektur von Petra Gössi ist somit zu begrüssen. Sie ist ein echtes liberales und wenn ich so sagen darf auch freisinniges Anliegen, denn echte Freisinnige waren immer die wahren Progressiven.

Was wir jedoch ganz klar tun müssen, ist, dass wir uns von der unrealistischen dirigistischen Politik der Grünen abgrenzen müssen. Auch Umweltpolitik muss sinnvoll und realistisch sein und von der Bevölkerung akzeptiert sein. Übertriebene Eingriffe in die persönlichen Freiheiten unter dem Deckmantel der Umweltpolitik müssen vermiede werden, das können wir den Linken und den Grünen überlassen. Die neue Umweltpolitik der FDP muss jedoch auch den Mut aufbringen sich gegen unsinniges handeln von Konzernen zu wehren und nicht jede noch so unsinnige EU-Norm automatisch nach zu vollziehen.

Wenn die FDP diesen Mut aufbringt, könnte sie wieder die Führung übernehmen und uns in eine bessere freiere Welt führen. Aber das verharren in alten neoliberalen Irrlehren bringt uns nicht weiter. Wer wirklich liberal und wirtschaftsfreundlich​ ist, unterstützt Petra Gössi auf ihrem Weg.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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57%
(7 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 26 Tagen

UmweltPOLITIK, WirtschaftsPOLITIK, SexualPOLITIK, Alters- oder JugendPOLITIK, ErnährungsPOLITIK …
Es grassiert eine fatale Einstellung alles und jedes mit POLITIK „lösen“ zu wollen.

Dabei wäre die Aufgabe des Staates, ausschliesslich Rahmenbedingungen zu schaffen und zu schützen, in denen sich die Bürger frei und sicher nach eigenem Gusto bewegen und entfalten können.
Stattdessen geht der Trend dahin, gleich für Alle zu verbieten, was einige „Arme“, „Behinderte“, „Ungebildete“, oder menschlich Unselbständige nicht können oder nicht wollen.


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50%
(6 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte Vor 26 Tagen

....was heisst den da "MUT" aufbringen?....dass man aus dieser momentanen etwas wärmeren Klima-Periode Geld macht?Das man eine Co2 Abgabe (neue Steuer!) einführen soll?Das man den Strom-Auto-Fimmel in die Wege leitet und dabei merkt,dass der zur Verfügung stehende Strom nie und nimmer ausreicht..??Ein sehr,sehr kleiner Anteil dieser Parteigänger wird wohl auf diesen mehr als zweifelhaften "Zug" aufspringen!Es ist dringend nötig,dass die Politik hier realitätsbezogene,gan​gbare und zahlbare Wege aufzeichnet,damit dieses Land auch in Zukunft,nicht an dieser schon beinahe hysterischen Klima-Hype zugrunde gerichtet wird.


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