Abstimmungen, Initiativen > National > Volksabstimmung vom 10. Juni 2018: Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz),

Geldspielgesetz wird umgesetzt.

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Fast die Hälfte der Ca­si­nos ist in aus­län­di­scher Hand

Bei ge­nauer Be­trach­tung zeigt sich aber:   Hin­ter einem gros­sen Teil der ein­hei­mi­schen Ca­si­nos ste­hen aus­län­di­sche In­ter­es­sen: Neun der 21 kon­zes­sio­nier­ten Schwei­zer Ca­si­nos sind mehr­heit­lich in aus­län­di­schem Besitz.

Insgesamt sind ausländische Unternehmen und Investoren mit mindestens 40 Prozent an den Schweizer Casinos beteiligt. Gewichtet nach dem Jahresgewinn machen die ausländischen Beteiligungen sogar über 60 Prozent aus, wie eine Recherche von SRF Data zeigt. So ist zum Beispiel das Genfer Casino, das zu den gewinnbringendsten der Schweiz gehört, zu 100 Prozent in ausländischem Besitz.

Neben der Schweizer Gruppe Swiss Casinos, die hierzulande vier Casinos besitzt, mischen im hiesigen Markt auch zwei österreichische und zwei französische Casinogiganten kräftig mit: Die österreichischen Novomatic und Casinos Austria sind an je drei Casinos beteiligt. Auch die französische Hotel- und Casinokette Barrière hat Mehrheitsanteile an drei Westschweizer Casinos. Darunter befindet sich mit dem Casino Montreux das ertragreichste der Schweiz. Zudem besitzt die Familie des marokkanisch-französi​schen Glücksspiel-Magnaten Isidore Partouche Mehrheitsanteile zwei Westschweizer Casinos.

Die grossen ausländischen Casinobesitzer in der Schweiz profitieren g​leich doppelt vom neuen Gesetz: Einerseits sind sie gegenüber den Schweizer Casinobesitzern im Vorteil, weil sie bereits über die nötige Infrastruktur für solche Online-Plattformen verfügen. Andererseits haben sie exklusiven Zugang zum Schweizer Markt für Online-Spiele, da andere ausländische Online-Anbieter mit den erwähnten Zugangssperren ausgeschaltet werden.

 

Von wegen das Geld bleibt in der Schweiz


Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(2 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

auf bluewin.ch, Wie man Netzsperren umgeht.

https://ww​w.bluewin.ch/de/digit​al/tipps/so-einfach-l​assen-sich-netzsperre​n-umgehen-115353.html​


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75%
(4 Stimmen)
Werner Nabulon sagte June 2018

Herr Jan Eberhart,

Dass man bei kriminellen Handlungen schwerer Verdacht, zensiert sperrt, im Internet, ist ganz klar. Das wird auch gemacht, laufend.

Wenn Ansichten und Meinungen nicht passen, gibt es auch Sperren, teilweise ausgeführt von Behördenseiten, aber häufig auch von Privaten, da Ideologisch ihr denken nicht übereinstimmt.

Bei​ den Online Spielen wurde zum diskreditieren quer durch die Parteienlandschaft von Internet Spiel Maffia gesprochen, wie kriminelle die seien und deshalb Sperren brauchen. Ihre Kriminalität, sie betreiben Online Plattformen, sind in Ländern registriert welche man in den Ferien aber gerne bereist, bezahlen dort plus minus Steuern.
Sind eigentlich "nur" Ausländische Firmen, Beweise für deren Kriminalität Gerichtsurteile, sind mir nicht bekannt.
Schweizer, Geldgeil kommt also mit dieser Parole durch, gewinnt, damit Sperren errichtet werden, für angebliche Kriminelle. So etwas hab ich noch nie erlebt, in der Schweiz


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50%
(8 Stimmen)
jan eberhart sagte June 2018

Selber Schuld.

Wer bei einer Behördenvorlage nicht die breite Masse mobilisieren und überzeugen kann ist so der so chancenlos. So bleiben die Stammwähler übrig die für den BR/NR/SR stimmen und immer anwesend sind.

Das Thema war nicht wirklich wichtig für alle, sondern nur für eine Randgruppe.

Mit ein paar Post auf social media gewinnt man in der Schweiz keinen Abstimmungskampf. V.a dann, wenn viele potenzielle Stimmende erst gar nicht wählen.

In der Westschweiz und Tessin kam die Botschaft gar nicht an.

Sorry junge Parteien/Leute: Wenn ihr nicht wählt, wo es zählt, werdet ihr keinen Blumentopf gewinnen.

Insofern​ konnte es nicht anders kommen.


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100%
(8 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

Sie haben Recht, Herr Eberhart

Die Bürger haben entschieden, dass den Eidgenossen ein Stück Freiheit mehr genommen wird und dass wir dafür für die zu erwartenden Süchtigen und deren Familien aufkommen müssen. Welch eine neue Errungenschaft. Manche sind stolz darauf


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100%
(6 Stimmen)
jan eberhart sagte June 2018

Eine erfolgreiche Nein-Kampagne: Sion 2026.

Man konnte 54% überzeugen, dass man dem IOC nicht vertrauen darf und dem Gigantismus/Sport/Kor​ruption nicht im eigenen Lande huldigen soll.

Dagegen hatten die Befürworter keine wirksamen Gegenargumente und auch die IOC-Reformpläne konnten nicht verfangen.


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100%
(7 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte June 2018

So kann mann das aber nicht sagen Herr Eberhart. Das Problem für so ein Abstimmungskampf ist wie immer das Geld, wie auch schon gesehen bei der Billag Abstimmung. Gegen denn gut geschmierten Abstimmungskampf ohne Millionen im Kampfkässli wird es tatsächlich schwierig.
Zudem haben die die Befürworter das bewährte Mittel der Angstmacherei eingesetzt. Wo ich ihnen recht gebe, die Politikverdrossenheit​ der Jungen hat uns schon so einige Schlappe eingebracht.
Leider gehen vor allem gehen die "Alten" zur Abstimmung, oftmals ist das auch noch die Generation Obrigkeitshörigkeit sind und sich auf die Empfehlungen verlassen.



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100%
(4 Stimmen)
Werner Nabulon sagte June 2018

Die "Gewinner" der Abstimmung konnten nur immer darauf hinweisen, dass nun in Zukunft Gelder in AHV, Sport, Kultur fliesen werde. Das macht sie anscheinend glücklich.

Zu welchem Preis? Ich bin mir sicher, es wird nicht lange gehen, und das Gesetz für Glücksspiel muss angepasst werden, da sehr viel Leid entsteht, durch das Glücksspiel.


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100%
(4 Stimmen)
Werner Nabulon sagte June 2018

Jan Eberhart,

Das Thema der Jungen Leute oder auch meines ist klar um Netzsperren gegangen, nicht um das Glücksspiel eigentlich.
Neu können nun "Schweizer Anbieter" eine Konzession beantragen, und Ausländische Anbieter werden gesperrt.

Das heisst zum Beispiel, der Schweizer hat keinen Zugang mehr zum billigen Österreicher Anbieter, der aber 40% Anteile in der Schweiz hält, also muss der Schweizer Glücksspieler teurer in der Schweiz spielen.
So kommt es raus, wenn man nicht genau hinschaut, was eigentlich Schweizerisch ist.



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100%
(3 Stimmen)
Werner Nabulon sagte June 2018

übrigens interessant ist auch noch, wie man nun nach der Abstimmung an Informationen kommt, welche vor der Abstimmung "zensiert" waren, man per Internet keinen Zugang bekam.


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0%
(11 Stimmen)
Walter Wobmann sagte June 2018

@ O.Jossi
Nicht das Geld der Investoren bleibt in der Schweiz, sondern die Steuern und Abgaben an den Schweizer Fiskus! Und das müssen nun auch diese ausländischen Anbieter mit Sitz in der Schweiz bezahlen. Sie werden sich wohl nicht darum herumdrücken können.

Und diejenigen, die diese Steuern und Abgaben eben nicht bezahlen wollen, weil sie deswegen ihren Sitz in einem Billigland haben (Malta, Gibraltar, Bermudas, usw.) werden nun gesperrt!-- Bravo!--

Das Volk hat hier gemerkt, was gerecht ist und hat der Geldspielvorlage zugestimmt.


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75%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte June 2018

Herr Jossi

Das Stimmvolk hat der Vorlage zugestimmt.

Wenn ich die Olympia Abstimmung im Wallis hinzuziehe, so fällt einfach auf, dass der Zahler-Mythos als Phantom von der betreuten Bildung in die Köpfe eingehämmert, ganze "Arbeit" leistet.

Man muss nur jeden Scheiss mit Steuern oder AHV verbinden und die Obrigkeiten erhalten ihr gewünschtes Ergebnis. Bedauerlich aber die Dummheit ist im Gegensatz zur Intelligenz nicht begrenzt!




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88%
(17 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

Jene ausländische Anbieter, die nicht an Schweizer Casinos beteiligt sind, können sich mit dem neuen Gesetz gar nicht erst um eine Online-Konzession bewerben. Das stört die Gegner: Obwohl die Schweiz eigentlich keine Kartelle mehr kennt, wird mit dem neuen Gesetz ohne Not ein solches geschaffen.
Es ist klar, dass die Schweizer Casinos die ausländischen Anbieter brauchen und müssen Kooperationen eingehen, wo nicht vorhanden.
In den Verordnungen die es für die Umsetzung braucht, müsste man eigentlich bestimmen, dass Unternehmen die am Casino beteiligt sind selbst keine Onlinespiele anbieten dürfen um Kartelle zu vermeiden.


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