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Für eine nachhaltige Landwirtschaftspoliti​k am 23. September

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Für eine ge­sunde und nach­hal­tige Land­wirt­schafts­po­​li­tik – JA zur Ernährungssouveränitä​t

Diese Initiative ist vermutlich der letzte vernünftige Versuch, die Schweizer Bauern zu erhalten und zu schützen.

Gerade auf die von Familienbetrieben aufgebaute kleinräumige Struktur hier in der Schweiz würde mit dieser Initiative Rücksicht genommen werden, ganz im Gegensatz zu Bundesrat Schneider-Ammann`s Absichten, unsere Bauern dem ausländischen Dumpingmarkt auszusetzen.

Auch das Recht der Schweizer Bauern, Saatgut nach der Ernte wieder fürs nächste Jahr zu verwenden, wird durch Grosskonzerne wie Monsanto in Frage gestellt, indem man Saatgut patentiert und dann den Bauern verbietet, den Samen für die nächste Aussaat wieder zu verwenden. Die Initiative für Ernährungssouveräniti​ät würde dieses Recht der Schweizer Bauern sichern.

Des Weiteren werden genmanipulierte Landwirtschaftsproduk​te definitiv verboten, so wie das die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung auch will; siehe Annahme eines zeitlich befristeten Gentech- Moratoriums in der Landwirtschaft im Jahre 2005. Dieses Moratorium wurde immer wieder auf 4 Jahre vom Parlament verlängert, manchmal aber auch sehr knapp und unter grossem Gegendruck der Chemie-Konzerne.

Mit Annahme der Ernährungssouveränitä​ts- Initiative würde diese alle 4 Jahre stattfindende „Zitterpartie“ im Parlament ein Ende finden, da ein definitives Anbauverbot für GVO- Produkte in der Verfassung verankert würde. Gemäss Volkswille findet Gentechnik in der Landwirtschaft zu Recht keine Akzeptanz!

 

Auch würde der direkte Handel zwischen Bauern und Konsumenten gefördert und somit der Zwischenhandel der Grossverteiler (die ohnehin nur die Preise bei den Bauern drücken, um selber mehr abzusahnen) vermindert.

Ein weiterer schlagender Vorteil sind die Zölle auf ausländischen Produkten, welche nicht den Schweizer Standards entsprechen. Dafür werden sinnlose Export- Subventionen unterbunden, die unnötige Überschüsse im Milchproduktebereich vermarkten wollen.

Dies würde letztendlich zu einer Landwirtschaft führen, welche auf die Bedürfnisse der Schweizer Bevölkerung ausgerichtet ist, was ja auch in Kriegs- und Krisenzeiten sinnvoll ist.

 

Es nützt uns nichts, wenn unsere Bauern Milch- und Butterüberschüsse erzielen, und wir aber immer mehr Getreide und Gemüse importieren müssen; da läuft nämlich was falsch in unserer Landwirtschaftspoliti​k.

Die frühere Milchkontingentierung​ war gar nicht so schlecht, wie die Globalisten behaupteten.

 

Die Initiative für Ernährungssouveränitä​t steht für die Stärkung und Erhaltung unserer Schweizer Bauern ein und wehrt Dumping-Attacken seitens der ausländischen Industrie-Grossbauern​ und Grenzöffnungs-Bestreb​ungen seitens der neoliberalen Freihandels- Anhänger ab. Ebenso hat eine nachhaltige und auf gesunde, einheimische Lebensmittel ausgerichtete Landwirtschaft mehr Akzeptanz in der Schweizer Bevölkerung.

Also genau das Richtige!!--

 

Eine exportorientierte Landwirtschaftspoliti​k a la BR Schneider-Ammann ist Verrat an den Schweizer Bauern und an unserer Landesversorgung mit gesunden Schweizer Landwirtschaftsproduk​ten!-- Die internationale Industrie- Agrar- Lobby lacht sich so enorm ins Fäustchen ab diesem Eigentor dieser bisher falsch betriebenen Landwirtschaftspoliti​k, die nicht für Schweizer Verhältnisse bestimmt ist.

 

Die Initiative für Ernährungssouveränitä​t korrigiert diesen Fehler und führt die Landwirtschaftspoliti​k wieder zurück zu gesunden Schweizer Verhältnissen.

 

Daru​m stimmt am 23. September JA zur Initiative für Ernährungssouveränitä​t

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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29%
(7 Stimmen)
Walter Wobmann sagte Vor 22 Tagen

Oha, BR Schneider-Ammann tritt zurück!!--

Hat er nun doch ein schlechtes Gewissen (kalte Füsse) bekommen, nach diesem Huarenstreich?!-- Wie viele Kleinbauernbetriebe hat er schon auf dem Gewissen, mit seiner neoliberal- globalistischen Landwirtschaftspoliti​k?

Weiss er nun, dass er nach der Präsidentenrunde nach der Abstimmung (trotz Nein zu Agrarvorlagen kein Freipass für ungebremsten Freihandel) nicht mehr so weiterkommt, wie er gerne möchte??--

Der "MOHR hat seine "Pflicht" getan, der "MOHR" kann gehen!


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50%
(6 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 23 Tagen

Ich wiederhole die Ursache = Bewertung = Daumen nach Unten, ich weiss, denn ganzheitliches Denken macht scheinbar Kopfschmerzen?

"Wü​rden die Menschen die Auswirkung der unendlich bedarfsgerechten Geldschöpfung verstehen, wir hätten völlig andere Verhältnisse"! Das Phantom Steuer- und Sozialzahler würde entzaubert und die Ökonomen und Regierenden könnten nicht mehr Geldmangel erzeugen!

Wer also Geld höher bewertet als im Einklang mit Natur und Umwelt leben zu wollen, hat sehr wenig begriffen! Wir hinterlassen den Zustand der Erde, Geld spielt überhaupt keine Rolle!




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50%
(8 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 23 Tagen

Das Volk ist zufrieden mit aktuellen Politik und will keinen radikalen Wechsel.

Zurück in die Vergangenheit und alte Politik wieder aufleben lassen? Volk und Stände sagen nein.

Die tiefe Stimmbeteiligung sagt, es gab kaum Mobilisierung und der Rest hat keinen Grund für einen radikalen Wechsel gesehen. BR und Parlament wissen schon, was sie tun.


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43%
(7 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 23 Tagen

Einen sehr guten Kommentar konnte man heute im Blick lesen, der es ziemlich auf den Punkt bringt wie ich finde..
Die «Angstkampagne» der Gegner sei schuld am Nein zu Fair Food und Ernährungssouveränitä​t, sagen die Initianten. Sie sagen damit eigentlich, Herr und Frau Schweizer hätten einmal mehr mit Portemonnaie abgestimmt statt mit Herz und Verstand.

Doch ist es so einfach? Die Angst vor steigenden Preisen, wenn alle Lebensmittel Schweizer Standards entsprechen müssen und kleine Bauernhöfe besonders gefördert werden, wie es die Initiativen forderten, ist ja nicht von der Hand zu weisen. Wer jeden Rappen zweimal umdrehen muss, für den sind auch kleine Preisanstiege schmerzhaft.

Aber das Nein bedeutet noch mehr: Es ist ein Nein zur Bevormundung. Wer Wert darauf legt, dass sein Essen fair und nachhaltig produziert wurde, hat alle Möglichkeiten dazu. Und trotz höherer Kosten setzen ja viele auf regionale Bioprodukte. Gut für die Umwelt und die Schweizer Bauern. Aber allen vorschreiben zu wollen, was auf den Teller kommt – das geht zu weit.


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33%
(9 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 24 Tagen

Das Volk hat nun sehr klar gesagt was es von solchen Träumereien hält und diese Inaktiven so richtig wuchtig verworfen.
Wenn alle Ja Sager jetzt auch auch so leben und einkaufen wie sie gestimmt haben gibt es ja nur Gewinner.


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70%
(10 Stimmen)
Emil Huber sagte Vor 24 Tagen

Hier ein lesenswerter Text:

"Klar, solange der Bauer jährlich tausende Franken für eine Biozertifizerung ausgeben muss, bleibt es schwierig. Bio ist gut, muss meiner Meinung nach aber nicht zertifiziert werden. Bio sollte die Norm sein. Ich plädiere ohnehin schon lange dafür, dass die Bauern, die Chemie einsetzen, diese erstens deklarieren und zweitens eine Abgabe dafür zahlen müssen. Dadurch würden die Preise der kontaminierten Lebensmittel automatisch steigen und die Bioproduktion bevorteilt. Heute ist es genau umgekehrt: Man bestraft das Gute und fördert das Schlechte."

https:​//www.infosperber.ch/​Artikel/Wirtschaft/Bi​o-Lebensmittel-sollte​n-die-Norm-sein






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90%
(10 Stimmen)
Alex Müller sagte September 2018

Bei einer Vorlage, gleich von "Verrat an der Bauernschaft" zu sprechen, ziemlich übertrieben. Fast kein anderer Sektor ist im Parlament so stark vertreten, wie die Bauernverbände, Milchverbände, Käsehersteller, Käsehändler. Weinbauern, Obstbauern.
Sie haben sich in der Vergangenheit immer selber Gehör verschaffen können in Bern. Manchmal sind auch nicht alle Bauern mit den Begehren des eigenen Verbands einig. Die Zahl der Höfe sinkt immer noch. Dafür bewirtschaften die Verbleibenden mehr Hektaren, was angesichts des teuren Maschinenparks sinnvoll erscheint. Zur Abstimmung: Ich habe noch nicht entschieden.


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50%
(12 Stimmen)
Manfred Eberling sagte September 2018

Auch ich bin für die Unterstützung unserer Bauern.
Ein Mensch, mit Weitblick, weiss, dass wir die Bauern einfach brauchen.
Mir würde es persönlich nichts ausmachen, wenn unsere Milch auch einen Franken mehr kosten würde.
Um im Ausland Fressalien zu posten, wäre ich sowieso viel zu weit von der Grenze, (Wenn man dieser noch so sagen kann) weg!
Auf der anderen Seite, möchte ich einen Apell an Herrn Ritter richten, nicht ständig noch mehr von der Schweiz zu verlangen!
Denn die masslosen Subventionen stinken langsam zum Himmel!


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