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Die Bibel taugt nicht als Politinstrument.

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Bei jeder Ab­stim­mung oder Wahl muss die Stimm­bür­ger­schaft die Ar­gu­mente Pro und Con­tra ab­wä­gen. Es geht dabei viel­fach um Fra­gen wie: Was ist kurz­fris­tig, was lang­fris­tig sinn­vol­ler? Sol­len wir heu­tige Re­ge­lun­gen be­wah­ren oder uns auf neue ein­las­sen? Was bringt mir selbst Vor­teile und was der Schweiz oder gar der gan­zen Welt? Die christ­li­che Bot­schaft legt ihren Fokus auf die Nächs­ten­liebe und die Ge­rech­tig­keit in ihrer Un­mit­tel­bar­keit.

Jesus wollte von den Leuten vor Ort verstanden werden und verwendete deshalb Gleichnisse aus ihrem Lebensumfeld. Er hat keine Gesellschaftspolitik und schon gar keine Wirtschaftspolitik für eine 2000jährige Zukunft gemacht. So kann das, was aus einer damaligen Mikrosicht als gerecht und menschenwürdig erscheint, aus einer Makrosicht falsch oder unzulänglich sein. Die Kirche muss also aufpassen, dass sie nicht gestützt auf Bibelstellen allgemein gültige Politparolen ausgibt.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(9 Stimmen)
Walter Wobmann sagte July 2019

Hr. Schneider
Wenn es um Wertvorstellungen bezüglich Familie und anderes gesellschaftliche Verhalten geht, ist das neue Testament der Bibel durchaus immer noch aktuell. Wenn ich mir die heutige Genderideologie anschaue, die von den linksliberalen linksgrünen und sonstigen Nationen-Verdrossenen​ aus geht, muss ich sagen, dass die Botschaft Jesu stetiger und nachhaltiger ist, als die heutigen Modeerscheinungen, welche keinen langfristigen Bestand haben können und nur schon deswegen bald wieder aussterben werden.

Bei Themen wie Abtreibung, aktive Sterbehilfe, Familienpolitik, Transplantations-Gese​tz, Gentechnologie, Klonen, Menschenpatente, Lehrplan 21 und damit verbundene Genderideologie, ist das neue Testament mit der christlichen Botschaft durchaus wegweisender, als die gegenwärtigen linksgrün- globalistisch versifften Ideologien, die jeder Gesellschaft den Todesstoss gibt.

Natürlich war Jesus nicht Platon, welcher in seinem Buch "Der Staat" genauere gesellschaftspolitisc​he Vorstellungen vermittelte. Auch hat Jesus keine genauen Angaben über eine zukünftige Wirtschaftspolitik gemacht.
Aber er war radikal genug, um zu sehen, was das damalige Geldsystem bei den Menschen bewirkte und hat immerhin sehr radikal gegen die Geldwechsler im Vorhof des Tempels reagiert (Umwerfen der Tische).
Auch war er der Ansicht, dass man nicht Gott und dem Mammon gleichzeitig dienen kann.

Für mich heisst das im Klartext, dass auch wir das gegenwärtige Geldsystem in Frage stellen sollten und nach dem Prinzip: "Das Geld hat den Bedürfnissen der Menschen und der Natur zu dienen und NICHT umgekehrt." verfahren sollten und dann ein anderes Geldsystem, welches diesen Prämissen dient, auszuarbeiten.
Das Vollgeld wäre so eine Lösung gewesen, die wir allerdings verpasst haben.

Ausserdem haben die Kirchen nicht immer das gemacht, was Jesus wollte.
Deshalb ist Christentum NICHT gleich Kirchentum!
Gerade bei der Flüchtlingspolitik verheddern sich die Kirchen, indem sie Positionen einnehmen, die naiv sind und dem Christentum hier in Europa grossen Schaden anrichten werden und seine Existenz stark in Frage stellen (Bsp. Islamisierung Europas durch Massenzuwanderung aus Nahost und Afrika).
Mit den Muslimen in grosser Masse kann man nun mal nicht "den Walzer tanzen".

Hier fehlt den Kirchen das langfristige Denken in Bezug auf den Erhalt des Christentums in Europa.


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60%
(10 Stimmen)
jan eberhart sagte June 2019

Ich finde, die 10 Gebote sind immer noch aktuell und es unabhängig vom Rest (Papst, Amtskirche, Zölibat,....) durchaus gut ist, sich an die 10 Gebote zu halten.


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40%
(5 Stimmen)
beb rofa sagte June 2019

An die 10 Gebote kann man sich halten, muss sich aber bewusst sein, dass sie aus dem Alten Testament stammen, also vor-chrislich sind. Christen sollen sich an das Neue Testament halten, das könnte durchaus wegweisend für die Politik sein.


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67%
(6 Stimmen)
Walter Wobmann sagte July 2019

Bin diesbezüglich derselben Ansicht wie beb rofa.
Das alte Testament (mit Ausnahme der 10 Gebote) ist für uns Christen nicht massgebend und sollte bloss noch als "Arbeitsbuch" behandelt werden, aber KEINESWEGS mehr als "heilige Schrift", die wortwörtlich verstanden wird.

Für uns Christen gibt es eine ganz klare Hirarchie der Bedeutung der Bibel:
Neues Testament = Heilige Schrift, das heisst massgebende Aussagen bezüglich christlicher Lehre und Auffassung. Dazu gehören aber auch noch andere frühchristliche Schriften (Apokryphen, Kirchenväter).
Altes​ Testament = untergeordnetes Arbeitsbuch, wo bloss festgestellt werden kann, wie im nahen Osten die Leute in der Antike lebten und dachten. Plus Geschichte der Hebräer und des jüdischen Glaubens.

Bei Widersprüchen zwischen altem und neuem Testament hat für Christen KLAR UND EINDEUTIG das neue Testament Vorrang!!!--


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0%
(2 Stimmen)
Werner Nabulon sagte July 2019

Die 10 Gebote einhalten würde die Welt besser machen. Aus meiner Sicht das einzige was etwas taugt, aus dieser Bibel.


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27%
(11 Stimmen)
Ernst Jacob sagte June 2019

Ob Jesus lebte oder nicht, ändert absolut nichts an der Tatsache, dass kein Gott seinen Sohn auf diese Welt senden würde, nur um herauszufinden, ob und wie sein eigenes 'Erzeugnis' in der Realität funktioniert. Und es würde wohl auch keinen Teufel geben, ausser, dieser Gott hätte eine|n Teufel|in benötigt, um einen Menschen überhaupt erst zu konstruieren.

Dahe​​​​​r​ ist es wohl eher müssig, darüber zu diskutieren, ob es überhaupt je einen menschgemachten Gott gab, und wozu dieser Mensch dienen sollte. Als Gott wären ihm wohl andere Mittel zur Verfügung gestenden, um die Programmierung der Menschheit so zu ändern, dass diese seinen Wünschen und Vorstellungen entsprechen.

Es ist eher vergleichbar mit dem Paradies, aus welchem die Menschen vertrieben wurden, weil sie offenbar diesen göttlichen Vorstellungen nicht entsprachen. Und die einzige nachweisbare Tatsache ist doch, dass die Menschheit über Jahrtausende missbraucht wurde, von Denen, die sich mit diesen Geschichten dumm und dämlich verdienten, und im Namen dieser Götter mehr Menschen zu Tode kamen als durch irgend ein Naturereignis, eine Krankheit oder einen Unfall.

Das Problem mit den Göttern und Teufeln wird sich wohl erst lösen, wenn die Genetik solcherlei 'Glauben' überflüssig macht. Und wenn nicht, spielt es auch keine Rolle, für die, die es betrifft.


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8%
(12 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte June 2019

"Jesus wollte von den Leuten vor Ort verstanden werden und verwendete deshalb Gleichnisse aus ihrem Lebensumfeld. (...)"

Die Figur "Jesus" in den Evangelien ist nicht geschichtswissenschaf​tlich belegt. Die Autoren beschreiben da u. a. einen strengen Juden und nazoräischen Märtyrer, der nicht gelebt hat. Sie ordneten ihm zahlreiche gut verständliche Lehrbeispiele zu, die aus der nazöräischen Bewegung stammen könnten. Die weltweite Auswirkung dieser zweitausendjährigen Überlieferung erheischt grossen Respekt.

Fragen wie "Würde Jesus dem Rahmenabkommen zustimmen?" sind jedoch müssig.


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