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Datenhandel/Digitalis​ierung

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Wieviel sind uns un­sere Daten wert? Z.B. CHF 75.00 / Jahr wie in die­sem Ar­ti­kel be­schrie­ben? https://www.watson.ch​/wirtschaft/digital/4​12199381-weitere-kran​kenkassen-planen-umst​rittene-belohnungs-ap​p-fuer-fitte-kunden Das wären CHF 6.25 / Monat we­ni­ger Prä­mie be­zah­len, damit die Kran­ken­kasse mehr oder we­ni­ger weiss wie viele Schritte ich ma­che, was ich esse etc.? Was ge­schieht dann mit der Da­ten­samm­lung? Fra­gen über Fra­gen und meine Daten sind mir mehr wert!

 

Ein weiteres Beispiel «Datenkrake Swisscom»: Eine 3-Franken-Gebühr für Papierrechnungen und eine Blankovollmacht für beinahe ungehinderten Umgang mit Kundendaten, inklusive Profilerstellung und Weitergabe an Werbevermarkter. https://www.handelsze​itung.ch/unternehmen/​konsumentenschutz-kri​tisiert-datenkrake#

D​ie Swisscom informiert ihre Kundinnen und Kunden darüber, dass sie per 1. Oktober 2019 ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) anpasst. Gut versteckt werden bisherige Gebühren erhöht und neue eingeführt. Zudem lässt sich die Swisscom eine weitere Blankovollmacht ausstellen, um Daten zu bearbeiten. Die Kundinnen und Kunden werden mit den Gebührenerhöhungen dazu gedrängt, die digitalen Dienstleistungen zu nutzen und gleichzeitig mehr und mehr Daten zu generieren. Der staatsnahe Telekomriese lässt sich gleichzeitig ermächtigen, diese fleissig zu sammeln, auszuwerten und zu Geld zu machen. Will man das Papier für die Rechnung nicht bezahlen, spart man CHF 3.00 pro Rechnung. Doch wieviel verdient die Swisscom an den Daten und deren Weitergabe? Wahrscheinlich mehr als die CHF 3.00 pro Rechnung? Auch hier stelle ich die Frage: «Wie viel sind meine Daten mir wert?». Übrigens: Der Konsumentenschutz hilft z.B. mit einem Musterbrief: https://www.konsument​enschutz.ch/themen/te​lekommunikation/neue-​swisscom-agb-erhoehte​-gebuehren-und-talfah​rt-beim-datenschutz/

 

Folglich: Wenn ich das heutige Vorgehen sehe und sehe, wie schnell man neue Technologien, Software etc. besitzt und entsprechende Angebote bekommt, kommt mir den Verdacht auf, dass wir uns zu billig an Unternehmen verkaufen.

 

Zudem: Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch. Dies geht allerdings nicht ohne Pannen und «Kreativität» seitens Menschen/Unternehmen.​ So las ich heute, dass aufgrund eines Software-Fehlers bei der Swisscom private Dateien von Nutzern unwiderruflich gelöschtwurden. Betroffen sind mehrere Hundert Kunden. Pech für jene die Daten verloren haben, doch muss man halt im Rahmen der Digitalisierung schauen, wie man eine Sicherheit für Daten einbaut https://www.20min.ch/​digital/news/story/Sw​isscom-loescht-privat​e-Fotos-von-Nutzern-3​0049219 .

 

Ich wünsche mir, dass es dazu klare Gesetze und Richtlinien gibt. Dies inkl. einem Plan B, sollte die Technik mal im Stich lassen. Folglich ist nebst den anderen Playern auch das Parlament gefordert.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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40%
(5 Stimmen)
jan eberhart sagte July 2019

Tatsache ist, dass google, facebook und co spitzenprodukte abliefern und viele bereit ihre Daten zu liefern für die "Gratis-Produkte". Wie kann man besser und effektiver komunizieren oder sich informieren?

Daran​ kann auch jede noch so gutgemeinte Gesetzgebung nichts ändern.

China hat eine "digitale Mauer" gebaut, damit man eigene Dienste hat (die man selber kontrollieren kann), als sich von den Barbaren von Silicon Valley überrenen zu lassen.

Da in Europa sowieso US-Truppen stehen mit 180 taktischen Atombomben (Büchel Air Base), ist das sowieso egal.




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50%
(4 Stimmen)
Ernst Jacob sagte July 2019

> kommt mir den Verdacht auf, dass wir uns zu billig an Unternehmen verkaufen.

Zu billig ? Wahrscheinlich eher nicht, denn der Grossteil der jüngeren Generationen zumindest verschenkt ja ihre Daten, und bezahlt sogar noch Phone Gebühren dafür. Wie meinte eine der Teilnehmerinnen heute Abend im CH TV, die am Schicki-Micki Woodstock-Verschnitt Event in Frauenfeld teilnimmt: Man lebt ja nur einmal ...

Und wer weiss, vielleicht wird man dadurch ja sogar einmal berühmt, gefeiert, und begehrt, und kann dann leben wie die, die gar nicht mehr soviel ausgeben können, wie sie verdienen. Zumindest eine Zeitlang, aber auch das spielt ja keine Rolle, denn die Medien predigen ja alltäglich nur noch, dass man sich in Zukunft eigentlich doch nur noch einschränken muss. Sei es beim Wohnen, beim Lohn, auf der Strasse, im verkehr, und wo immer es Einem selber betrifft.

Es ist wahrscheinlich für viele Junge fast schon ähnlich mit einer Art Weltuntergangs-Stimmu​​​ng. Man weiss, dass es für die Mehrheit wohl nur noch abwärts gehen kann, oder glaubt es zumindest, und schon deshalb will man es noch geniessen, solange man es noch kann. Mir jedenfalls kommt es so vor, in einer Zeit, wo das alt-werden wohl zum Dümmsten gehört, was einem noch passieren kann.

Aber es ist auch verständlich, denn wenn eine Perspektive fehlt, dann fehlt auch der Anreiz, und selbst für solche, die scheitern, stehen in unserem Land allüberall Hilfeleistungen zur Verfügung, und der Mensch neigt halt in solchen Dingen dazu, sich eher weniger darum zu kümmern, um es mit eigener Kraft zu schaffen.

Und schon deshalb ist es wichtig, Daten zu sammeln. Für Alle, die davon in irgend einer Art und Weise vielleicht einmal betroffen sind. Es geht um zuviel, als nur Andere es machen zu lassen, und solange die Menschheit, vor lauter Smartphone Glück, offenbar grossflächig gar nicht wissen will, was sie damit tut, wäre es ja nur blöd, davon nicht zumindest zu profitieren.

Dort erhält man alle Informationen, die man über Menschen braucht, und wer schon seinen engsten Freunden mitteilt, wie man, zum Beispiel, am Besten und Leichtesten irgend ein Amt betrügt, muss sich später einmal nicht darüber wundern, schon deshalb vielleicht von einer Versicherung nicht akzeptiert zu werden, oder dann sogar auf einem Amt abgewiesen.

Die Chinesen machen es uns vor. Und ist ist wohl fast der einzige Weg, die Meute unter Kontrolle zu bringen, und zu halten. Ich jedenfalls kann es mir nicht anders vorstellen, ich habe schon zuviel gesehen, und gehört, um mir diesbezüglich noch etwas vorzumachen.


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