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Müllsupermärkte

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Müllsupermärkte.

Unsere Supermärkte sind eigentlich Müllmärkte. Schon wenn wir eintreten, sehen wir fast nur Müll, ausser den paar Gemüsen und Früchten, die teilweise noch nicht eingepackt angeboten werden. Denn das, was wir bis zur Decke aufgestapelt sehen, die farbig bedruckten Papiersäck​e, das Silberpapier, Karton- und Plastikschachteln, Blechbüchsen, PET-Fla​schen usw., wollen wir ja gar nicht kaufen, sondern​ nur das, was sie umhüllen: das Brot, die Milch, die Butter, das Wasser, den Thon, die Spaghetti,  kurz, den Inhalt. Weltweit werden jährlich schon 200 Milliarden Flaschen Wasser verkauft, bei uns rund 500 Millionen verschieden​ster Behälter von Milch. Aber der Fortschritt hört nicht auf.  Jetzt gibt es z.B. bereits Schinken, dessen einzelne Scheiben im Inneren der Verpackung auch noch durch Plastik voneinander getrennt sind, und Gemüse, und Früchte, die teilweise sogar einzelstückweise in Cellophan eingepackt da liegen. Der Gedanken, was die​se tägliche Müllsint-flut längerf​ristig für unseren Pl​aneten bedeutet, beunruhigt erst wenige.

 

Gottha​rd Frick, Bottmingen


Kommentare von Lesern zum Artikel

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71%
(7 Stimmen)
Alex Müller sagte October 2017

Ich denke nicht, dass wir wieder zurück können, in die Zeit, als jeder Kunde noch durch eine Verkaufsperson bedient wurde. Obschon es das auch in unserem Dorf am Zürichsee noch gibt. Ein Käseladen, der sehr gut sortiert ist und auch Bestellungen ausführt für festliche Anlässe. Ein Gemüse und Früchteladen (der aber auch Käse, Wein und Fisch und Milchprodukte verkauft). Die Bäckerei bedient auch noch und man kann dort Betellungen deponieren und Festliche Torten bestellen. Hier kann man noch mit der eigenen Tasche kommen und die Waren fast ohne Verpackung einpacken.
Aber der überwiegende Teil des täglichen Gebrauchs wird in Selbstbedienungsläden​ umgesetzt. Fast alles kommt vom Hersteller in einer passenden Verpackung daher. Sie konserviert oder schützt die Ware.
Aber danach gibt es danach Abfall, der z.T. wiederverwertet werden kann. (Glas, Metall, Pet, Karton, Papier.
Die Selbstbedienung kam schrittweise und ist den Faktoren " Zeit und Personal" geschuldet. Wir Kunden wollen nicht soviel Zeit verwenden zum einkaufen. Die Firmen wollen die Personalkosten so klein wie möglich halten und den Umsatz vergrössern. Der nächste Schritt in dieser Richtung ist, dass wir bei Migros u.Co jetzt auch die Kassiererarbeit übernehmen. D.H. aber auch, man eine Kreditkarte besitzen.
Die wirklich grosse Gefahr für die Umwelt ist aber der illegale Handel mit giftigen Abfällen, der überall passiert. Wegen der teuren Entsorgung von chemischen Stoffen und radioaktiven Stoffen, gibt es einen mafiösen Handel. Unseriöse Händler übernehmen solch gefährlichen Stoffe und entsorgen sie dann illegal in kargen Landschaften oder im Meer. In Süditalien gibt es ganze Landstriche, wo giftige Stoffe einfach ausgeleert wurden oder in afrikanische oder osteuropäische Länder "weitergereicht" werden. Das mit schlimmen Spätfolgen für die Landwirtschaft oder das Trinkwasser.
Aber wir in der Schweiz hatten ja auch den Fall "Chemiedeponie Kölliken". Die Sanierung dauerte fast zehn Jahre und kostete rund 800 Millionen Franken.
In den Weltmeeren "lagern" seit 1945 tausende von Tonnen Giftgasmunition. Niemand fühlt sich zuständig dafür.
Ein grosses Problem sind auch Oelförderanlagen , welche nach Schliessung einer Oelquelle von den Besitzern nicht abgebaut werden und die mit Oel lverseuchten Böden liegen lassen.


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jürg wolfensperger sagte October 2017

Als junger Knabe hat mich mein Mütterchen mit zwei Stoff-Säcklein in den Tante Emma-Laden geschickt,um Salz und Zucker zu holen.Dort hat die Verkäuferin aus einem grossen Zuckersack mit einer Handschaufel 1 kg Zucker in das Säcklein abgefüllt auf eine Waage gestellt,und nachher mit dem Salz dasselbe!So sind auch andere Lebensmittel aus einem Harass oder Hurde in die Taschen gelegt worden,ohne grossen Papierkram!Das ist vermutlich dem Herr Frick auch durch den Kopf gegangen,als er sich unsere heutigen Auslagen etwas nachdenklich angesehen hat.
So stellt sich doch die Frage,wie es dazu kommt,dass diese "Verpackungs-Orgien" so ohne weiteres die Verbraucher in die Pflicht nimmt,die alles auf ihre Kosten nachher zuhause wieder entsorgen müssen.Nun bei Pet,Glas,und Batterien funktioniert es recht gut mit deren Rückgabe!Es wäre an den Politikern,dass diese Rücknahmepflicht auch auf weitere Verpackungs-Materiali​en ausgedehnt werden sollte.Ein schwieriges Unterfangen!..jedoch einer Diskussion wert.


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Hans Knall sagte October 2017

Würde statt für die sinnlose und widersinnige CO2-Hatz ein vergleichbarer Aufwand gegen den Plastic-Wahnsinn eingesetzt, käme die Menschheit vielleicht tatsächlich einen Schritt weiter in Sachen wirksamer Umweltschutz.


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beb rofa sagte October 2017

Wer ab und zu aus dem Auto steigt und die Landschaft als Fussgänger begeht, dem fallen in der Schweiz vor allem die zahllosen Alu-Büchsen in Wiesen und Feldern auf. Die sind vor allem für die Landwirte ein Problem. In Deutschland kann man weit laufen bis man eine Alu-Büchse findet, sie sind dort mit einem Pfand belegt und werden fast ausnahmslos in den Laden zurückgebracht. Wenn ich mich recht erinnere, waren auch die Bauern im Nationalrat gegen ein Pfand auf Alu-Büchsen. Das Abfallproblem ist für mich ein Probelm der wirtschaftsfreundlich​en bürgerlichen Politik.


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