Yvonne Bloch Parteifrei

Yvonne  Bloch
Yvonne Bloch Parteifrei
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Beruf: 100% Mutter alleinerziehend
Jahrgang: 1973

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Müssen die Kompetenzen der KESB eingeschränkt werden?
Selbst­be­stim­mung, Schutz und Kom­pe­ten­zen im Fokus zwi­schen Fa­mi­lie und Staat.
Das Leben einer Akte
Das Be­spit­ze­lungs­ge­s​​​​etz ver­stösst gegen die in der Bun­des­ver­fas­sung und EMRK ver­an­ker­ten Grund­rechte auf ein fai­res Verfahren.
Kontrolle von unten schützt vor Willkür
Be­fin­det sich die Di­rekte De­mo­kra­tie in einer Sack­gasse oder ent­wi­ckelt sich die Ge­wal­ten­tren­nung zu einer Dik­ta­tur?
Eröffnung KESB-Verfahren - Schutz vor Willkür ?
Wenn eine KESB in­vol­viert ist, darf die die be­trof­fene Per­son die Öf­fent­lich­keit über den Ver­lauf des Ver­fah­rens in­for­mie­ren?
Alleinerziehende Erzeugerin einer Halbwaisen zieht den Hut..
Ge­schätzte Blog­ger/in­nen, ge­schätzte Po­li­ti­ker/in­nen­M​​​it Be­dau­ern stelle ich fest, dass die Ge­sell­schaft rund um mein Um­fel

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Dafür setze ich mich ein

Anerkennung der Haus-, Erziehungs- und Familienarbeit, Freie Schulwahl. Mehr Toleranz gegenüber älteren, schwächeren, kranken und behinderten Menschen. Die Schweizer Eidgenossenschaft hat im April 2014 die UNO-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet. Psychische Krankheiten werden noch immer stigmatisiert und Behinderte haben nur schwer Zugang zum "Klub" in der Gesellschaft. Als Betroffene möchte ich ein Zeichen setzen, dass die Stimme des Einzelnen ebenso wichtig ist, wie ein Glied in einer Kette.

Ich setze mich dafür ein, dass die Würde jedes einzelnen Mitgliedes in der Gesellschaft geschützt, gefördert und gestärkt werden soll, für eine leistungsstarke Gesellschaftskette.



Das habe ich erreicht

Ich habe zwei Kinder alleine grossgezogen - trotz Entbehrung der familiären Untersützung und trotz einer krankheitsbedingten Behinderung.

Gesundheit und Familie ist mehr als Gold wert - soziale Armut fängt dort an, wo beides fehlt......



Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

May 2018 Kommentar zu
Müssen die Kompetenzen der KESB eingeschränkt werden?
Ernst Jacob, ich empfehle Ihnen, nochmals die Antwort vor Ihrer Antwort zu lesen. Dort steht die Begründung und die hat nichts mit persönlicher Betroffenheit zu tun, zumindest steht das nicht in den Zeilen.

Es ist eine strategische Taktik, die Opposition der Gegenseite mit Blossstellung zu schwächen, um die Zustimmung der Mehrheit zu erlangen. Mir geht es nicht einmal um die Zustimmung der Mehrheit, denn wenn alle der gleicher Meinung wären, dann bräuchte es weder Parteien noch eine Politik.

Ich wiederhole mich nicht gerne, aber sie haben Pauschalurteile abgegeben, die eine Einzelfallbeurteilung​​ (was stets die Maxime der KESB-Verfahren sein sollte) verunmöglichen.

Gleichzeitig widersprechen Sie sich selbst, wenn Sie erwarten keine "persönliche Erfahrungswerte" in diesem Forum sehen zu wollen, jedoch meinen, die Pauschalmeinung aller Leser vertreten zu müssen und sogar die sexuelle Triebhaftigkeit aller Männer hier zu pauschalisieren .

Sie schreiben nämlich:
"Eigentlic​​​h müsste man ja nur Einiges am System ändern, wie zum Beispiel einen obligatorischen Schulunterricht, der wirklich etwas taugt, in Sachen Sexualität, der einzigen und wichtigsten natürlichen angeborenen Triebfeder der Natur. Aber leider können und wollen wir Männer ganzjährig, im Gegensatz zu den meisten anderen Lebensarten in der Natur. Und das macht uns halt zu Dem, was so viele offenbar nach aussen hin gar nicht sein möchten, mit Ausnahme von reich, berühmt und dafür von Anderen benieden werden, vielleicht".

Ich kenne mich nicht so gut aus in diesen Dingen, dass ich wüsste, wie es bei anderen, insbesondere beim anderen Geschlecht so läuft. Aber eines weiss ich mit Bestimmtheit. Nicht alle Männer sind auf eine sexuelle Triefhaftigkeit zu reduzieren, was nach Ihrer Ansicht ein Grund sein sollte, das "System zu ändern". Klar, die Naturgesetze geben klare Vorgaben, da kann man(n) noch so lange mit Wünschen und Forderungen an der Gesetzgebung rütteln; doch bis jetzt sieht die Natur (und damit meine ich nicht die Kunst) vor, dass lediglich Frauen Kinder gebären können und ich wage zu behaupten, dass die Mehrheit der Frauen noch nie zu einem exstasischen Samenerguss gelangen. Um dieses intime Thema auch noch zu versachlichen, liegt es jedoch auch in den Anlagen der Natur, dass die Frau (zumindest beim Geschlechtsverkehr) gerne die Rolle des Mannes dem Mann überlässt.


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May 2018 Kommentar zu
Müssen die Kompetenzen der KESB eingeschränkt werden?
Jan Eberhart.

Ich glaube nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die KESB ist es schwer auszuhalten, zusehen zu müssen, wieviel Unwissen, Vorurteile und einseitige Annahmen in der Bevölkerung kursieren, ohne auf Einzelheiten eingehen zu dürfen.

Die KESB darf augrund des Datenschutz- und Amtsgeheimnisses nicht auf Einzelheiten eingehen und den Aussagen der Betroffenen wird die Glaubwürdigkeit abgesprochen. Das Wort "KESB" trägt fast schon das gleiche Stigma wie der Begriff "IV" oder "Sozialschmarotzer". Der Mensch ist nunmal so programmiert, dass er Sinneseindrücke mit einer persönlichen Wertvorstellung verknüpft. So entstehen übrigens auch Vorurteile. Z.B. das Wort Beistandschaft ist behaftet mit dem Bild einer Person, die verwahrlost ist, die ihre Rechnungen nicht bezahlt und damit entweder als "zu dumm", "zu faul" oder "zu krank" definiert wird.

Diese genannten Eigenschaften kommen nicht von nichts. Vernachlässigung, Gewalt, Sucht, Arbeitslosigkeit, Trennung, unerwartete Schwangerschaft sind Risikofaktoren, die zu sozialen und finanziellen Problemen führen. Häufig sind auch innerfamiliäre Konflikte die Ursache von einem sozialen Elend. Bei Unfälle oder gesellschaftlich anerkannten Krankheiten wie z.B. Krebs oder Leukämie, sind Familienangehörige eher bereit, eine Person zu unterstützen und zu versorgen. Alle andere Krankheiten, insbesondere psychische (seelische) Erkrankungen sind wie die Pest. Niemand will mit psychisch kranken Menschen etwas zu tun haben. Nicht einmal Familienangehörige wollen sich aus Scham, aus Überforderung oder aus Bequemlichkeit mit psychisch kranken Familienangehörige befassen, ausser wenn es etwas zu erben gibt oder wenn es sich um eine liebende/r Mutter, Vater, Schwester oder Bruder handelt.

Viele Menschen haben Berührungsängste und vorgefasste Meinungen, was psychische Krankheiten anbelangt. Es gibt tatsächlich Menschen, mit denen man nicht gerne zusammen ist, weil sie distanzlos oder zu peinlich sind. Nicht selten sind Betroffene aber auch nicht mehr in der Lage, Nähe zuzulassen, weil das Vertrauen so stark "beschädigt" ist. Die KESB kann aus meiner Sicht diese Vertrauen aber auch nicht "erzwingen", das wäre kontraproduktiv und würde die Situation verschlimmern.

Diejenigen, die durch psychische Gewalt wie z.B. Mobbing in- und/oder ausserhalb der Familie gemobbt wurden, tragen dann ein "Malzeichen" auf der Seele und reagieren auf wiederholende Situation zunehmend sensibler. Wenn der Leidensdruck zunimmt und eine sensible Person einen Psychologen oder Psychiater aufsucht, dann beginnt die Stigmatisierung. Am Anfang nicht unbedingt durch den Arzt oder Psychologen, sondern durch die Gesellschaft, Ehepartner/in oder der Famillie, sofern Konflikte der Auslöser für innerfamilie Probleme sind.

Stellt man sich vor, ein Ex-Partner verleumdet seine Ex-Partnerin bei den Ärzten, bei den Behörden und sogar schriftlich. Irgendwo landet dies in den Akten und später bei der KESB. Im Gegenzug zu der "heilen Familie", die keine innerfamiliäre Konflikte haben, wäre es demnach kontraproduktiv, wenn ein verfeindetes Familienmitglied sich um Kinder von streitenden Eltern kümmern bzw. die Vertretung oder Beistandschaft übernehmen würde. Die Kinder würden sich in einem Loyalitätskonflikt wiederfinden, was die Prädisposition für psychische Erkrankungen oder sozialen Problemen fördern kann.

Den grössten Schwachpunkt sehe ich auch darin, dass psychische und physische Gewalt zunehmen könnte, wenn der eine Partner, den schwächeren Partner "in den Wahnsinn zu treiben" möchte, um die Kinder auf seine Seite zu ziehen. Es sind genügend Beispiele bekannt, dass Männer Frauen und Kinder schlagen und diese in der Folge auf psychologische Hilfe angewiesen sind oder sogar ins Frauenhaus flüchten müssen. Traumatisierte Menschen reagieren in der Folge auf jegliche Art von Gewalt oder Mobbing sensibel und werden so langsam aber sicher psychisch krank. Sobald die Diagnose der psychischen Erkrankung gestellt ist, beginnt der bürgerliche Tod!

P.S. Dasselbe kann natürlich auf umgekehrte Art auch passieren, jedoch sind Frauen eher emotional und Männer eher aggressiv, wenn es Konflikte gibt.

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May 2018 Kommentar zu
Müssen die Kompetenzen der KESB eingeschränkt werden?
Schade, dass es immer wieder zu Missverständnissen kommt. Es geht hier nicht um Anfragen von Ratschlägen. Meine persönliche Situation steht in diesem Beitrag nicht im Vordergrund.

Elsi D. Stutz, wenn Sie nachfragen würden, könnte ich Ihnen erklären, was damit gemeint ist:

Früher hatten Laienpersonen die Vormundschaft auf Gemeindeebene übernommen. Im Kontext zu meinem Antwortkommentar habe ich geschrieben "dann würde selbst der subsidiäre Ratschlag einer Fachperson nichts nützen". Damit meine ich subsidär = ergänzend zur Laienbehörde, welche meistens aus Mitgliedern aus dem nicht sozialen Fachbereich zusammengesetzt war.

Soweit wäre dies akzeptabel, wenn nicht das Problem der Stigmatisierung von Minderheiten bzw. umgangssprachlich Randständige genannt zu abwertenden Pauschalurteile führen würde.

Nochmals im Kontext zum Kommentar von Ernst Jacob zurückkommend, gefällt mir nicht, wenn jemand schreibt:
"die Mehrheit der Kinder wachsen als Halbwaisen auf".
Oder dann schreibt Herr Jacob: "Und Tatsache ist doch, dass es nicht Wenige gibt, die sich gern auf Kosten Anderer einen schönen Tag machen."
Und noch so ein Example: "Deshalb möchten ja auch alle gern gut Freund mit reichen Menschen sein, nur so hat man die Chance, auch mal gelegentlich ein Stück vom Kuchen abzubekommen."

Sol​che Vorurteile sind "an den Haaren herbeigezogen" und dem muss Einhalt geboten werden.

Reflektieren Sie bitte einmal über die Wortwahl: "die Mehrheit der Kinder....und Tatsache ist doch....Deshalb möchten ja auch alle....."

Das gefällt mir eben nicht und deshalb erfolgte auf diese Aktion eine Reaktion.


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May 2018 Kommentar zu
Müssen die Kompetenzen der KESB eingeschränkt werden?
Wenn ich die Kommentare so lese, inlusive meiner, dann fällt mir auf, wie stark unsere gesellschaftspolitisc​hen Ansichten gespalten sind. Man könnte meinen rechts führt einen Kampf gegen links und umgekehrt. Offenbar besteht ein grosses Missbehagen gegenüber der Politik.

Ich bin erstaunt, dass Politiker diese Signale aus der Bevölkerung nicht wahrnehmen, vielleicht sogar die Verantwortung weiterschieben. Zu gross sind wohl die Bindungen an höher gelegene Interessen oder zu stark die postindustriellen (Verlust-)Ängste, wenn Kapitalressourcen durch professionelles Sozialengagement ersetzt werden muss und daraus eine neue Ära der Abhängigkeit entsteht. Wenn der Leistungsdruck parallel zu den Wirtschaftserträge ins Unermessliche steigen, dann frage ich mich, wem ist das Versagen zuzuschreiben, wenn Menschen sich nicht mehr um andere Menschen kümmern können oder Neid und Missgunst vorherrschen, sodass gesunde Menschen sich von kranken Menschen "hintergangen" fühlen und kranke Menschen dem Raubkapitalismus unterliegen.
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May 2018 Kommentar zu
Müssen die Kompetenzen der KESB eingeschränkt werden?
Herr Ernst Jacob. Sie haben Ihren ersten Kommentar offenbar ersetzt durch einen neuen Frustkommentar, in der Hoffnung, ich würde mich durch Ihre niederschwelligungen Vorurteile verunsichern lassen oder mich bzw. meine Familiensituation sogar für etwas rechtfertigen, was in ihrem "speziellen Hirngespinst" entsprungen ist.

Sie übernehmen in Ihrem Kommentar sogar voreilig die Verantwortung der KESB, denn Sie schreiben:

"Und das Alles wissen doch auch die, die nachher in einem Amt, oder bei der KESB, halt auf unsere speziellen Bedürfnisse vielleicht keine spezielle Rücksicht nehmen, man kann es ihnen wirklich nicht verübeln, denn es sind ja auch nur Menschen, mit den gleichen Erfahrungen, wie wir auch".

Dabei sticht mir besonders dieser Satz ins Auge: "denn es sind ja auch nur Menschen, mit den gleichen Erfahrungen, wie wir auch".

Ja Herr Jacob, ich könnte das verstehen, wenn Sie selber eine Laienfunktion in einer minderbemittelten Gemeinde inne hatten, mit welcher Sie voreingenommen das Schicksal einer Person verurteilt haben. Da könnte Ihnen jemand noch so detailliert und ehrlich den Sachverhalt schildern. Doch wenn Sie eine sture frauen- und behindertenfeindliche​ Meinung haben, die so stark an Ihnen haftet, wie ein vertrockneter Kuhfladen am Boden, dann würde selbst der subsidiäre Ratschlag einer Fachperson nichts nützen. Sie würden mit grösster Wahrscheinlichkeit "Ihr Ding" durchziehen und damit hätte die "Barbaren-Vormundscha​ft", welche sie verdeckt als "Schandflecken der Kirche" benennen, nie ein Ende genommen.
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May 2018 Kommentar zu
Müssen die Kompetenzen der KESB eingeschränkt werden?
Vielen Dank, Ernst Jacob, für Ihren Beitrag. Auch wenn ich nicht in jedem Punkt übereinstimmender Meinung bin, finde ich Ihre Überlegungen sehr wertvoll.

Im zweiten Absatz schreiben Sie
"Eine Beurteilung, ob eine Person in der Lage ist, selbständig agieren zu können, obliegt dem KESB, logischerweise, denn wäre eine Person in der Lage, es zu tun, dann hätte die KESB auch nichts damit zu tun".

Doch die KESB hat bereits mit der Abklärung etwas zu tun. Wenn eben eine Gefährdungsmeldung aufgrund einer subjektiven Drittmeinung erfolgt ist und im Rahmen des Abklärungsverfahrens sich herausstellt, dass die betroffene Person alles gut macht bzw. keine Betreibungen hat, keine Strafregistereinträge​ etc. hat, jedoch Probleme mit der Vertrauensbildung zu Mitmenschen hat, dann stellt sich die Frage, was die KESB dagegen ausrichten könnte, um das Vertrauen zu "forcieren"? Kann man z.B. mit Medikamenten oder einer Therapie einer Person "Vertrauen" eintrichtern?

Dann​ schreiben Sie
"Und Ansprüche stellen ja Alle, weil man offenbar der Ansicht ist, ein Recht dazu zu haben".

Im Rahmen der rechtlichen Vorgaben finde ich es sogar notwendig, rechtliche Ansprüche geltend zu machen. Ich erinnere mich an einen Fall, da hatte ein Mann jahrelang zu viele Steuern bezahlt, bis sein Vermögen aufgebraucht war und er schliesslich vor Gericht sich zu wehren versuchte. Das Gericht stellte zwar Mängel seitens der Steuerverwaltung fest, befand jedoch, der Mann hätte sich schon Jahre vorher gegen die zu hohen Steuerveranlagungen wehren müssen. (Er hatte die Steuererklärung nicht fristgerecht eingereicht und wurde jedes Jahr immer höher eingeschätzt).

Dies wäre auch ein typischer Fall für die KESB. Aber nicht nur dieses Szenario, sondern wenn z.B. ein IV-Rentner Anspruch auf EL hätte und er aus falscher Scham oder aus Unwissenheit keinen Anspruch geltend macht. Die KESB scheut sich nicht vor dem Volksklischee "Geltendmachung von Ansprüchen = Sozialschmarotzer". Falsche Scheu oder Einschüchterung kann eben auch eine Gefährdungsmeldung auslösen.

Ich glaube, es liegt in den ureigenen Anlagen des Menschen, dass jeder genügend "Vorräte sammeln" möchte, um das Überleben zu sichern. Moderner ausgedrückt könnte man es auch erwirtschaften oder profitieren nennen. Was ist daran schlecht, solange jemand keinen Rechtsmissbrauch begeht. Im Prinzip läuft die ganze Wirtschaft auf einer Profitmaxime, nur das eben nicht jeder gesund oder stark genug ist, um das Überleben aus eigenen Kräften zu sichern.

Im Unterschied zu den primitiven ureigenen Anlagen der Raubtiere, besitzt der Mensch als soziales Wesen eine angeborene Schutzfunktion, um das Überleben der Sippe zu sichern. Die Familie trägt das schwächste Glied und sichert damit das Überleben seinesgleichen.

Kulturelle und wirtschaftliche Deformationen haben jedoch die natürliche Schutzfunktion verwässert, sodass in einigen Kulturen wie in China oder Indien (Irrtum vorbehalten) kranke oder alleinstehende Personen ausgestossen und sogar gefangen gehalten werden. In anderen Kulturen wiederum haben ältere oder kranke Menschen einen würdevollen Platz in der Gesellschaft und jedes einzelne Mitglied steuert nach seinen Möglichkeiten etwas an den Unterhalt des "Hilfsbedürftigen" bei.

Die Frage, die ich mir nun stelle ist, wohin will unsere Gesellschaft steuern?
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May 2018 Kommentar zu
Ungerechtfertigte Überwachung schadet uns allen
Danke, Herr Heeb für Ihren Beitrag.

Die Grundannahme, ein IV-Rentern sei ein sogenannter "Sozialbetrüger", scheint in der Bevölkerung sehr stark verankert zu sein.

Ich verweise auf einen sehr interessanten Aufklärungsartikel in der Basler Zeitung vom Freitag, 4. Mai 2018.

Rémy Wyssmann, Dozent für Sozialversicherung an der Fachhochschule Nordwestschweiz, Rechtsanwalt, Vizepräsident der SVP und Kantonsrat, nimmt zur aktuellen Debatte Stellung:

"Wyssmanns Kritik beginnt mit der grundrechtlichen Überlegung und zieht allen voran auf die Invalidenversicherung​​, die im Zentrum der aktuellen Debatte steht. Er befürchtet eine Aushöhlung des staatlichen Gewaltmonopols einen "nicht mehr kontrollierbaren Machtzuwachs". Denn die Versicherer sollen Überwachungskompetenz​​en erhalten, die teilweise markant über jenen der Strafverfolger hinausgehen. "Die IV darf nicht Staat im Staate werden, wenn sie einen Missbrauch vermutet" sagt er. Ermittlungen bei Betrug seien die Aufgabe von Staatsanwaltschaft und Polizei. Diese hätten schon heute die Mittel, um Missbrauch strafrechtlich zu verfolgen und zu ahnden.

Vor allem aber warnt Wyssmann vor einem Vertrauensverlust. Den Sozialversicherungen vertrauen die Bürger ihr Geld an, "damit sie im Ernstfall auch anständig und mit Respekt behandelt werden". Der Anwalt verweist auf die Erfahrungen aus seinem Berufsalltag. "Es sind nicht nur Drückeberger, die von der Bespitzelung betroffen sind" weiss er. Nicht selten reiche ein nebulöser Verdacht, um überwacht zu werden." (Zitat Ende)

Herr Heeb hat es erwähnt. Es geht um die Problematik der Unschuldsvermutung, die durch das neue Überwachungsgesetz ausgehebelt wird. Ein solches Gesetz darf nicht ein höherrangiges UNO-Gesetz über die Menschen- und Behindertenrechte aushebeln.

Es darf nicht sein, dass "Mitmenschen" aufgrund eines stigmatisierenden Merkmals wie z.B. IV-Rentner sind "Sozialschmarotzer" willkürlich überwacht werden, um allenfalls Hinweise zu finden, die im Idealfall auf einen Betrug schliessen könnten. Dieser seit 1999 herrschende Verleumdung muss Einhalt geboten werden.

Diese Praxis verstösst eindeutig gegen das Gleichbehandlungsgebo​​t in Art. 8 der Bundesverfassung. Wie wäre es, wenn der Staat sein Gewaltmonopol ebenfalls in der Ahndung von mutmasslichen Steuerbetrüger ausweiten würde? Oder wenn er aufgrund nebulöser Hinweise das Bankgeheimnis aushebeln könnte? Oder die Erziehung von Kindern systematisch in der Wohnung und im Haus überwacht würden, wenn eine haltlose Gefährdungsmeldung durch einen unliebsamen Nachbar abgesetzt würde? Dies sind Beispiele, bei denen der Staat oder das Gericht argumentieren kann: "Das öffentliche Interesse überwiegt die Persönlichkeitsrechte​​".
Hallo, wollen wir das wirklich?

Sehen Sie nicht, wohin das führen kann? Es führt uns direkt zurück in die Vergangenheit, in Zustände wie bei der ehemaligen DDR. Merken Sie nicht, dass dieser Vorgang mit einer "Salamitaktik" vorangetrieben wird?

Das Volk wird immer zuerst mit einem "Zückerli" gefüttert, damit es den bitteren Nachgeschmack nicht bemerkt. Es ist nachvollziehbar, dass jeder daran interessiert ist, mutmassliche Betrüger zu überführen. Solange jedoch keine handfesten Beweise für Sozialversicherungsbe​​trug vorliegen, dürfen aber auch keine Dedektive vorsorglich "Beweismaterial" sammeln. Dies ist schlichtweg ein Verstoss gegen die Gleichbehandlung von behinderten und nicht behinderten Menschen und verstärkt zudem das Klischee "IV-Rente = Betrüger".

Ich setze daher meine Hoffnung auf die Vernunft des Volkes, denn die Anspruchsberechtigung​​ einer IV-Rente wird so oder so periodisch überprüft. Statt der Überwachung empfehle ich, die Ärzte stärker ins Visier zu nehmen. Es darf nicht sein, dass Psychiater IV-Rentner "abhängig" machen, indem sie ihnen rentensichere Diagnosen setzen und Medikamente verabreichen, die psychisch abhängig und stumpfsinnig machen. Wenn dann ein skeptischer Patient in der Therapie von seinem unguten Gefühl der "Nutzlosigkeit" berichtet, dann sagt der Therapeut: "Machen Sie sich doch keine Sorgen. Es gibt sooo viele Menschen, die von einer IV-Rente abhängig sind und wenn Sie regelmässig in die Therapie kommen, dann ist das auch Arbeit".

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May 2018 Kommentar zu
Sicherheitsysterie führt zum Polizeistaat
Chapeau! Das haben Sie sehr zutreffend geschrieben.

Eltern haben im Normalfall einen Naturinstinkt für die Erziehung von Kindern, sofern keine äussere Einflüsse wie Drogen- oder Alkoholsucht, Gewalt oder Armut das Verhältnis stören.

Was mich stört in der westlichen Gesellschaft, dass man nicht mehr Gefühle zeigen darf. Weder positiv noch negativ, alles wird pathologisiert. Und Erziehung bedeutet auch, manchmal harte Grenzen zu ziehen oder etwas der Stimme Ausdruck zu verleihen, um die Ernsthaftigkeit einer Aussage zu unterstreichen. Sobald man jedoch etwas strenger mit dem Kind redet, "gaffen" manche Mitmensch, als ob man böse wäre. Anderseits, wenn ein Kind beispielsweise im Bus oder Zug sehr laut ist und die Mutter in einem lauen Ton sagt: "Schätzeli , chasch du bitte ufhöre?", dann bewirkt diese Frage rein gar nichts. Ein Kind wird wohl kaum den Sinn eines "schmeichelnden" Zurechtweisen von einer Ermutigung seines (unerwünschten) Verhaltens unterscheiden können.

Genauso einen Chabis wird neuerdings in der Schule praktiziert. Dass Kinder lernen sollen "Machtkämpfe" unter sich auszutragen. Ich vermute, es wird immer stärkere und schwächere Charaktere geben und ein unterlegenes Kind in einer Peer-Group sich selbst zu überlassen, wäre dann doch etwas zuviel erwartet.
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May 2018 Kommentar zu
Sicherheitsysterie führt zum Polizeistaat
Ja das stimmt. In der Schule werden Kinder auf subtile Weise "ausgehorcht". "Leben in der Gesellschaft" als Sachkundeunterricht dient dazu, das Leben im Elternhaus zu analysieren.

So zum Beispiel lautet eine Aufgabe: Das Kind soll seine Befindlichkeit beschreiben bzw. wie es reagieren würde, wenn die Mutter Mittagessen vorbereitet hat und das Kind mit 30 Minuten Verspätung zu Hause eintrifft.

Anhand der Antworten wird das Kind aus meiner Sicht parallel zum Schulunterricht "psychologisch begutachtet". Denn anhand seiner Antworten ziehen die Lehrkräfte Rückschlüsse darauf, wie das Kind erzogen wird.

Würde das Kind (stellvertretend für die Mutter) schreiben, es würde sich ärgern und schimpfen, weil es zu spät nach Hause kommt, dann hätte die Lehrperson einen Anhaltspunkt, diese Reaktion als Erziehungsmodus im Elternhaus zu interpretieren. Ein vorbildlich erzogenes Kind würde sich natürlich nicht ärgern, sondern mit Besorgnis reagieren.

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April 2018 Kommentar zu
Das Leben einer Akte
Das Problem begann damit, dass immer mehr Oligarchen alles Geld an sich reissen wollen und nicht mit den Schwächeren in der Gesellschaft teilen können....Armut und soziale Ausgrenzung sind keine Simulation, es sind Auslöser von Krankheiten !
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