Ausländer-, Migrationspolitik > Integration & Einwanderung,

Wer erzieht die jungen moslemischen Männer?

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Ist von der Rolle der Frau im Islam die Rede, den­ken wir au­to­ma­tisch in Op­fer­ka­te­go­ri­en​​​​​​​. 
­Die sy­risch-­deut­sche Au­to­rin und Is­lam­ken­ne­rin Laila Mirzo wi­der­spricht:

Frauen seien "Kom­pli­zin­nen".

 

Ein Ge­spräch über die Macht­ver­hält­nisse in Fa­mi­li­en, über Sex und den Koran.

 

 
 
Mei​n​​​e bescheidene Meinung:
Es ist nicht nur ratsam, sondern Weisheit, wenn man selber über komplizierte Fachfragen keine Spezialist/in ist, immer einen Spezialisten/In zuzuziehen, sich beraten lassen. Denn ur dies kann ein fundiertes Resultat zeitigen.
 
​​
 

​​​​​

 

"Europa bewegt sich rückwärts":

Publizist​​​​​in Mirzo.

Bild: Robert Maybach

Von Philipp Gut WW, kleiner Teilauszug

 

Die Mütter geben den Söhnen zu verstehen «Ihr seid besser als die Mädchen»?

Natürlich. Es steht auch im Koran, dass der Mann über der Frau steht, weil Gott den Mann ausgezeichnet hat.

 

Im Koran steht vieles.

Aber man lebt es auch. Die Frau ist zwar ­religiös gegenüber Gott gleichberechtigt, aber in der weltlichen Ordnung vor dem ­Gesetz ist sie weniger wert als der Mann: ­Ihre Zeugenaussage gilt weniger, sie erbt weniger, sie ist schlechter gestellt bei ­Trennungen und Scheidungen sowie beim Unterhalt.

 

Sie sprechen die Scharia an.

Nicht nur: Die Scharia ist ja, ausser in ein paar wenigen islamische Staaten, Teil des Zivilrechts. Auch in Syrien, das eine sehr moderne Verfassung hat, die auf französischem Vorbild beruht, herrscht, was das Ehe- und Zivilrecht anbelangt, Scharia. Das bedenkt man oft nicht.

 

Vertiefen wir noch etwas Ihre These, dass Frauen auch Komplizinnen sind. Halten wir dagegen: Die Frauen können doch gar nicht anders, sie sind so erzogen worden und stehen unter einem enormen gesellschaftlichen Druck.

 

Ich könnte sehr weit ausholen und sozialpsychologisch erklären, wie Loyalität bei Frauen im Unterschied zu Männern funk­tioniert. Aber das ist ein anderes Thema. Viele Frauen im Islam sind Überzeugungstäterinne​​​​​​​n aus religiösen Gründen. Sie glauben das. Und geben es weiter. Nehmen Sie das Beispiel von Ägypten: Über 90 Prozent der Frauen dort sind beschnitten. Wer tut ihnen das an? Es sind die Mütter, die ihre Töchter beschneiden lassen. Freiwillig.

Wer nimmt die Eingriffe vor? Sind es Ärzte? Religiöse Instanzen?

 

Die Reicheren oder Gebildeten in den Städten gehen zu einem Arzt oder ins Krankenhaus, wo der Vorgang hygienisch vollzogen wird. Aber auf dem Land gibt es rituelle Beschneiderinnen. Rituelle Beschneidungen nehmen ausschliesslich Frauen vor.

 

Hat die Beschneidung auch eine religiöse Funktion?

Die weibliche Genitalbeschneidung ist keine islamische Erfindung, es gibt sie sogar bei den Aborigines in Australien. Aber sie passt sehr gut in das frauenverachtende Weltbild des Islam, das die weibliche Sexualität so ­dämonisiert und verteufelt. Ich habe eine ägyptische Bekannte, die sagt: «Die Frauen müssen beschnitten werden, weil sie sonst nicht zu bändigen sind.» Sie hätten sonst zu viel «Hitze» und würden von ihrer eigenen Sexualität überwältigt. Wenn eine Frau beschnitten ist, wird sie kaum eigene sexuelle Initiative zeigen, das ist klar. Das Brutale daran ist, dass dies eben Frauen anderen Frauen antun. Mütter tun es ihren Töchtern an.

 

Wie sieht die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau nach klassischem islamischem Modell aus?

Es gibt viele aufgeklärte Familien, wo das überhaupt kein Thema ist. Traditionell repräsentiert der Mann nach aussen, und die Frau kümmert sich um die inneren Angelegenheiten. Das kann so weit gehen, dass der Mann das Geld abgeben muss und die Frau über die Ausgaben entscheidet.

 

Aus Tourismuskreisen höre ich, dass islamische Frauen in Schweizer Läden entscheiden, was gekauft wird und was nicht.

Das ist zweifellos so.

 

Widerspricht dies nicht dem Bild von der unterdrückten Frau, die nichts zu sagen hat?

Das ist ein anderes Thema. Wenn die gleiche Frau, die am Morgen diese Uhr gekauft hat, am Abend hinsteht und zu ihrem Mann sagt: «Ich will heute keinen Sex mit dir ­haben», dann ist er berechtigt, sie zu ­züchtigen.

 

Wie sieht die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau nach klassischem islamischem Modell aus?

Es gibt viele aufgeklärte Familien, wo das überhaupt kein Thema ist. Traditionell repräsentiert der Mann nach aussen, und die Frau kümmert sich um die inneren Angelegenheiten. Das kann so weit gehen, dass der Mann das Geld abgeben muss und die Frau über die Ausgaben entscheidet.

 

Aus Tourismuskreisen höre ich, dass islamische Frauen in Schweizer Läden entscheiden, was gekauft wird und was nicht.

Das ist zweifellos so.

 

Widerspricht dies nicht dem Bild von der unterdrückten Frau, die nichts zu sagen hat?

Das ist ein anderes Thema. Wenn die gleiche Frau, die am Morgen diese Uhr gekauft hat, am Abend hinsteht und zu ihrem Mann sagt: «Ich will heute keinen Sex mit dir ­haben», dann ist er berechtigt, sie zu ­züchtigen.

 

Bei uns ist es ja so: Die Frauen haben zu Hause die Hosen an. Sie sagen, wohin es in die Ferien geht und welche Farbe das neue Auto hat. Mein Verdacht ist, dass dies in islamischen Familien gar nicht so viel anders sein könnte. Irre ich mich?

Sie haben schon recht. Nehmen wir die ­Vielehe, wo man neben der ersten Frau bis zu drei weitere Frauen haben kann. Oft ist es die bevorzugte erste Frau, die dann weitere Ehen arrangiert. Oder die Zwangsheiraten: Sie werden häufig von Frauen in der Familie angebahnt.

 

Wenn wir die Probleme mit muslimischen Einwanderern betrachten: Wie sollen wir damit umgehen? Sind Verbote die richtige Lösung? Müsste man die Grenzen schlies­sen? Oder locker bleiben und auf die Kraft der Integration setzen?

Einfach auf die Kraft der Integration zu setzen, wäre fahrlässig und naiv. Man braucht nur in andere Länder zu schauen. Der Nahe Osten, Nordafrika, das waren ­alles jüdisch-­christliche Kerngebiete. Was ist passiert, als der Islam kam? Nach der ersten Welle von Abschlachtungen gab es ein Agreement für «Ungläubige» mit dem sogenannten Dhimmi-Dasein, wofür Schutzgelder gezahlt werden mussten. Die anderen Religionen wurden nach und nach aufgerieben. Der Islam ist immer ­fordernd, du kannst nicht sagen: «Das ist öffentlich und das privat», und: «Das ist der politische und das der unpolitische ­Islam». Das ist Quatsch. Der Islam ist politisch, er hat die Agenda, das ganze Leben der Menschen zu durchdringen. Er regelt alles, vom Toilettengang bis zur Heirat, bis zur Kriegsführung. Er wird nicht stehenbleiben vor unseren Gesetzen. Wenn die Muslime die Mehrheit bilden und die Macht haben, dann wird die Scharia installiert. Das ist kein Schreckensszenario. Sie müssen nur die Geschichte der islamischen Länder anschauen.

 

Wenn man Ihnen so zuhört, erhält man den Eindruck, es sei alles dunkel und fürchterlich. Sehen Sie denn nichts Positives am Islam?

Ich habe die erste Hälfte meines Lebens in ­einem islamischen Land verbracht, aber das war damals irgendwie kein Thema. Was als islamische Errungenschaften verkauft wird – die Barmherzigkeit oder die Gastfreundschaft –, das ist orientalische Kultur. Die pflegten die Christen oder die jüdischen ­Araber genauso, das ist ja keine islamische Erfindung.

 

Wie erklären Sie den Zulauf, den radikale Kräfte wie die Salafisten und Wahhabiten finden?

Er kommt aus einer kulturellen Frustration heraus – ein bewusstes Abgrenzen vom ­Westen und von der Moderne. Es geht los mit dem Zusammenbrechen des Osmanischen Reiches nach dem Ersten Weltkrieg. Man versprach, den Aufstand der arabischen Stämme zu unterstützen, errichtete dann aber neue Protektorate. Bis in die jüngere Vergangenheit ist die Wahrnehmung die, dass der Westen das Öl nimmt, Städte zusammenbombt und dabei immer reicher wird. Wenn nun die Religion kommt und ­einen über die anderen erhebt, dann ist das eine sehr wirksame Formel.

 

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wie werden sich die westlichen Einwanderungsgesellsc​​​​​​​haften, die stark durch muslimische Immigranten geprägt sind, entwickeln?

Ich befürchte, dass man immer mehr Zu­geständnisse machen wird, und zwar auf ­Kosten der Freiheit. Es wird keinen reformierten Euro-Islam geben, sondern ein ­islamkonformes Europa.

 

Was heisst das für die Frauen?

Diejenigen Frauen, die sich in Europa eine Zuflucht vor reaktionären Kräften erhofft haben, werden bitter enttäuscht sein. Es gibt leider feministische Bewegungen, die die Frauenrechte relativieren, wenn es um den Islam geht. Ich befürchte, dass unsere Enkeltöchter für ihre Rechte kämpfen werden müssen. Europa bewegt sich rückwärts und nicht nach vorn.

 

Jede/er folge seinen eigenen Schlussfolgerungen, die sich zwangsläufig daraus ergeben mögen.

 

Wenn Gott in allem wohnt, was im Universum existiert,

wenn der Gelehrte wie der Straßenkehrer von Gott sind,

dann gibt es keinen, der hoch ist, und keinen, der niedrig ist,

alle sind ohne Einschränkung gleich, sie sind gleich,

weil sie die Geschöpfe jenes Schöpfers sind.

 


Mahatma Gandhi
 
Mahatma Gandhi
indischer Rechtsanwalt und geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegu​​​​​​​ng



Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

Noch keine Beiträge vorhanden. Schreiben Sie den ersten!

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?