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Vollgeld-Initiative wird zur Abstimmung gelangen

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Die Voll­geld-I­ni­tia­ti​ve hat die not­wen­dige An­zahl Un­ter­schrif­ten ge­sam­melt und wird damit zur Ab­stim­mung ge­lan­gen. Die In­itia­tive sieht vor, dass die Na­tio­nal­bank neben Mün­zen und Bank­no­ten auch alles elek­tro­ni­sche Geld schafft.

Tatsache ist, dass heute 90 Prozent unseres Geldes - nämlich alles elektronische Geld auf unseren Konten - von privaten Banken und nicht von der Nationalbank erzeugt werden. Auf unseren Bankkonten liegen deshalb heute keine echten Schweizer Franken. Das Guthaben auf Ihrem Konto ist nur ein Versprechen der Bank, bei Bedarf Bargeld - echte Schweizer Franken - auszuzahlen. Solche elektronischen Guthaben sind nur mit minimalen Reserven gesichert.

Wie ist das heutige System entstanden? Bis Ende des 19. Jahrhunderts konnten private Banken in der Schweiz noch eigene Banknoten drucken. Das Bankengeld führte damals zu Unsicherheit und Übertreibungen. In einer Volksabstimmung entschied deshalb das Schweizer Volk 1891, dass unser Geld einzig und allein durch die Nationalbank erzeugt wird.

Doch durch das Aufkommen des elektronischen Zahlungsverkehrs erhielten die Banken im Laufe der Zeit erneut die Möglichkeit, selbst Geld zu erzeugen. Die Folgen sind heute wiederum Finanzblasen, Übertreibungen und ein unsicheres Bankensystem, das immer stärker bürokratisch reguliert werden muss.

Die Vollgeld-Initiative will also unsere Verfassung der heutigen Technologie anpassen und ein überschaubares und stabiles System ermöglichen. Durch die Reform wird unsicheres elektronisches Bankengeld auf unseren Privatkonten zu sicheren Schweizer Franken – zu Vollgeld. Es bleibt sogar im Extremfall eines Bankenkonkurses erhalten.

Die Banken werden bei Annahme der Initiative weiterhin für Zahlungsverkehr, Vermögensverwaltung und Kreditvermittlung zuständig sein. Sie können aber kein eigenes Geld mehr erzeugen.

Die Vorteile dieser Anpassung liegen auf der Hand: Vollgeld macht unser elektronisches Geld sicher wie Bargeld. Von den Geldschöpfungsgewinne​n profitieren ausserdem die Steuerzahler (Steuersenkungen), Bund und Kantone (Schuldenabbau) und die Schweizer Wirtschaft als Ganzes.

Weitere Informationen unter www.vollgeld-initiati​ve.ch

Michael Derrer, Unterstützer der Vollgeld-Initiative, Rheinfelden


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Markus Bischof sagte December 2015

Die Vollgeldinitiative finde ich im Ansatz eine gute Sache. Aber sie schiesst etwas über das Ziel hinaus.

Deshalb würde ich es bevorzugen, dass die Stimmberechtigten zuerst mal über Geldsysteme informiert werden.

Dazu schlage ich folgendes Dossier vor:
http://www.gmue​tlihuus.ch/geldverstä​ndnis

Es ist nämlich so, dass jede Geschäftsbank in jedem Fall aus dem Nichts Geld erzeugt. Mittels einem Buchungssatz. Z. B. für den Kauf einer Immobilie, eines Autos, Möbel, Wohnwagen, etc.

Und sie dürfen das. Viel besser wäre es, man würde den Geschäftsbanken verbieten sogenannte Interbankkredite vergeben zu dürfen. Das si d Geschäfte, wo die eine Geschäftsvank der Anderen einen Kredit mit einer relativ kurzen Laufzeit vergibt.

Das kommt daher, weil die Banken ihre Kundenguthaben mit beinahe 2% absichern müssen. Im Falle einer möglichen Guthabenüberweisung von Bank A auf Bank B, weil der Kunde von Bank A sein Guthaben verschieben möchte, fehlt bei grossen Geldmengen unter Umständen der Bank A die ca. 2%. Dafür fragt sie eine andere Bank an, ob sie ihr das Geld ausleihen würde.

Ich schlage ernstlich vor, mit diesem Unsinn aufzuhören. Lesen Sie dazu obiges Dossier unter angegebenem Link. Grösse 787 kB.




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