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Vernunft ist keine Nische.

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Der zu­neh­mende Po­pu­lis­mus, bzw. der po­li­ti­sche Er­folg der Po­pu­lis­ten muss zu den­ken ge­ben. Und es ist ein Irr­glaube zu mei­nen, Po­pu­lis­mus finde nur im Aus­land statt. Auch in der Schweiz wer­den Po­pu­lis­ten de­mo­kra­tisch ge­wählt.

Es nützt bei solchen Wahlerfolgen nicht wahnsinnig viel, wenn man sich jeweils nur für ein paar Tage entrüstet und danach wieder zur Tagesordnung zurückkehrt. Und diese Tagesordnung sieht dann so aus, dass diejenigen mit dem grössten Lärm am meisten Raum und Scheinwerferlicht in den Medien erhalten.

Es wird zwar häufig geschrieben, dass es Alternativen zum Populismus brauche. Aber es wird nicht geschrieben, dass genau diese Alternativen existieren. Man thematisiert den Populismus immer wieder und verschweigt gleichzeitig, dass es politische Kräfte gibt, die sich für fortschrittliche Lösungen und vernünftige Kompromisse einsetzen.

Die Antwort auf den Populismus ist politische Vernunft. Und politische Vernunft ist nicht einfach nur eine programmatische Nische. Vernunft ist viel mehr. Vernunft ist ein Grundbedürfnis. Vernunft ist eine Wertehaltung. Vernunft bedeutet Rückgrat. Vernunft braucht Mut.

Das ist die Geschichte, die endlich erzählt werden müsste! Denn in diesem Land fehlt nicht die politische Vernunft. Es fehlt die Berichterstattung über die politische Vernunft.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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74%
(19 Stimmen)
Alex Schneider sagte October 2017

Die Frage heute ist, wie es dazu kommen konnte, dass sich die classe politique so weit vom Volkswillen entfernen konnte.



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35%
(17 Stimmen)
Georg Bender sagte October 2017

Der Populismus entsteht aus Unzufriedenheit.

D​iese Unzufriedenheit ist im Preis der Produkte oder Dienstleistungen enthalten. Wir sind nun im 21. JH. Die Schuldenwirtschaft wird nur wenigen Ländern erlaubt, damit die Ausbeutung der Wessis funktioniert.

Wenn​ die Vernunft im Denkvermögen der Regierenden enthalten wäre, wären die Existenzkämpfe und Armut längst überwunden. Es käme niemanden in den Sinn, er würde für jemand anders seine Lebensqualität opfern.

Ohne Existenzangst und Armut, wäre einzig das Zusammenleben mit Fremden zu organisieren.

Von Vernunft reden aber keine zu haben, ist starker Tabak.

Quizfrage mit der Bitte um Lösung: Wäre es möglich schon mit 20, oder früher in die Rente zu gehen! Diese Realität kann schneller kommen als man denkt!



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55%
(22 Stimmen)
Urs Gassmann sagte October 2017

Was ist Populismus? Der Begriff fehlt etwa im Duden von 1965 und ist somit ein Neologismus. Laut dem deutschen Wörterbuch Wahrig, 2006: Politik, die durch Parteinahme für die sozial Schwächeren die Volksmassen zu beeinflussen sucht. Eine ähnliche Umschreibung liefert auch die Bertelsmann-Lexikothe​k, und man möchte meinen, damit seien die Sozialdemokraten, wie sie noch vor 70 Jahren leibten und lebten, gemeint. Der Duden von 1980 umschreibt ihn kurz als opportunistische Politik, die die Gunst der Massen zu gewinnen sucht. Weil sich das Wort seit seiner Einführung zu einem Pejorativum entwickelt hat, drängt es sich auf, dass man ihm etwas konkreter Negatives anlastet. So umschreibt z.B. Roger Köppel den Populisten sinngemäss als jemanden, der um Zustimmung buhlt und deshalb, sich geistig prostituierend, nach aussen etwas vertritt, was gar nicht seiner inneren Überzeugung entspricht. Populisten können demgemäss nur charismatische und doch nur vermeintliche Persönlichkeiten und deren als Sprachrohre fungierende Mitarbeiter sein. Typischerweise wird der recht eigentlich als Schimpfwort gedachte Begriff „Populismus“ immer vonseiten der Classe politique an Opponenten ausgeteilt; kurz gefasst: Die Andersmeinenden sind grundsätzlich Populisten, und man rechnet dazu auch gleich noch die Masse der den Anführern nur mit Kopfnicken Beipflichtenden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich Herr Parteipräsident Landolt nach allen Wahlen denkt: „Jetzt haben diese verdammten Populisten schon wieder nicht BDP gewählt.“

„Auch in der Schweiz werden Populisten demokratisch gewählt“ – dieser vorwurfsvoll geschriebene Satz deckt Herrn Landolts grandiosen Mangel an Demokratieverständnis​ auf: Andersmeinende sollten seiner Meinung nach vom Mitentscheidungsproze​ss eigentlich ausgeschlossen werden! Er versteigt sich weiter unten sogar noch ganz ins Unsägliche, nämlich gar dass die Vernunft (die ihm natürlich eigen ist) dem Andersmeinenden gegenüberstehe, womit er nebenbei sich mit seiner Zwergpartei als fest im Sattel sitzenden Etablierten gebärdet. Im weiteren fehlt die Berichterstattung über die politische Vernunft mitnichten, denn wir werden überschwemmt von negativen Notizen wider die Andersgläubigen, also Unvernünftigen. Witzig ist auch seine Forderung nach Nennung von Alternativen zum Populismus, also zur Unvernunft. Ich glaube, dass ich, seine wunderliche Sophisterei mitspielend, die wichtigste Alternative aufzeigen kann: Es wäre die Vernunft! Wir sind froh darüber, von Zeit zu Zeit immer mal wieder ein Exposé des Herrn Landolt vorgesetzt zu bekommen; auf diese Weise erhalten wir bequem einen Einblick in die krause Propaganda des obersten BGB-Funktionärs.



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65%
(20 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte October 2017

Hoffentlich meinen Sie nicht die BDP als Alternative zum Populismus und als politische Vernunft. Eigentlich fehlt in diesem Land nicht die politische Vernunft des Bürgers sondern die politische Vernunft der Parteien. und deren Vertretern.



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50%
(14 Stimmen)
Manfred Eberling sagte October 2017

Meinten Sie etwa die Vernunft und den MUT, den die UBS nach 2008 signalisierte, als so ziemlich alles den Bach runter ging?
Auch die Finma unter Herr Haltiner, hat damals nur mit dem Kopf genickt!
Die UBS bezahlte damals Milliarden an die USA, für die eigenen betrogenen Schweizer Kunden war darum kein Geld mehr übrig!


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