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Schweizer Gesetzesänderung im Bereich Haushaltshilfen

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Die Anstellung einer Haushaltshilfe führt zum Arbeitgeberstatus, wodurch AHV-Beiträge anfallen. Eine Ausnahme gilt für Jugendliche bis 25 Jahre. Wenn das Einkommen 750 Franken nicht übersteigt, muss der Angestellte keine Beiträge abführen.

Seit 2011 gelten verschiedene Mindestlöhne für Hausangestellte, deren Wochenarbeitszeit mindestens fünf Stunden beträgt. Je nach Qualifikation liegt der Mindestlohn zwischen 18.90 und 22.85 Franken pro Stunde, wobei während der Ferien und an Feiertagen 20.55 bis 24.85 Franken pro Stunde zu Grunde gelegt werden müssen. Laut dem Bundesrat erstreckt sich die Gültigkeit dieser Festlegungen vorerst bis 2019.

Des Weiteren ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, Angestellte gegen Berufsunfälle zu versichern, da die AHV-Beiträge einen solchen Schutz nicht umfassen. Bei mehr als 8 Stunden pro Woche gilt außerdem, dass der Abschluss einer Versicherung gegen Nichtberufsunfälle erforderlich wird. Jedoch besteht hierbei die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber die dabei anfallenden Kosten vom Lohn des Angestellten abzieht. Der Abschluss einer Versicherung gegen nichtberufliche Unfälle kann entweder einzeln oder über die AHV vorgenommen werden.

Wie bereits dargestellt, muss eine Anstellung mittels einer Reinigungsfirma​ im Haushalt angemeldet werden. Dies ist auch der Fall, wenn eine Bekannte regelmäßig im Haushalt hilft und im Gegenzug den Anspruch auf eine Leistung (z. Bsp. Deutschunterricht) erwirbt. Schließlich erhält die Haushaltshilfe ein Entgelt, auch wenn dieses im beschriebenen Fall kein Geld darstellt.

Die Arbeitgeberpflichten und -rechte sind im Obligationenrecht (OR) und in den Normalarbeitsverträge​n (NAV) festgehalten. Aus den NAV geht hervor, dass der Arbeitgeber für seine Angestellte eine Krankenttaggeldversic​herung abschließen muss. Diese zahlt ein Taggeld in Höhe von 80 Prozent für 720 Tage. Verletzt der Arbeitgeber diese Pflicht, muss er den Schaden bezahlen. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, abweichende Regeln von der NAV festzulegen. So lässt sich in einem Arbeitsvertrag die Ungültigkeit der NAV festlegen, wodurch dann nur nach gemäß des OR eine Lohnfortzahlung bis drei Wochen sowie eine angemessene Zeit darüber hinaus vorgesehen ist. 

Überdies muss der Arbeitgeber im vereinfachten Abrechnungsverfahren bei einer Büroreinigung für Angestellte die Quellensteuer (0,5 % Bundessteuer und 4,5 % Kantons- und Gemeindesteuer) zusammen mit der AHV an die Ausgleichskasse abführen. Die Bescheinigung über die abgeführten Steuern kann der Arbeitnehmer seiner Steuererklärung beilegen.

Abgesehen von den beschriebenen Regelungen ist zu beachten, dass eine Haushaltskraft nur dann für einen verursachten Schaden aufkommen muss, wenn sie fahrlässig gehandelt hat. Fehler durch sprachliche Verständnisschwierigk​eiten werden beispielsweise nicht dem Arbeitnehmer zur Last gelegt.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(6 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 17 Tagen

Der nächste Schlag für die CVP.

In Genf verlor im 2. Wahlgang für den RR ein CVP gg SP.

Angesichts der zunehmenden Polarisierung, fragen sich viele, wozu noch ein Mitte-Partei wie die CVP nützlich ist.


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50%
(12 Stimmen)
Giorgio Plaz sagte Vor 19 Tagen

Die SVP wird in Foren meist zu viel von Westentaschendiktator​en, Leuten, die eh schon alles wissen und anderen Losern "vertreten".
Mich würde interessieren, was die moderateren und weltoffenen SVP Parteigänger über die wenigen Tonangeber in ihrer Partei so denken. Kritik an der eigenen Partei könnte ja der eigenen Partei nützlich sein, oder nicht?


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40%
(10 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 19 Tagen

Die SP hat Kämpfe zwischen Moderaten wie Mario Fehr und Fundamendalisten die den Marxismus-Lenismus befürworten.

Die SP muss sich fragen, ob sie für alle da sein will oder nur für Leninisten.




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77%
(13 Stimmen)
Karlos Gutier sagte Vor 21 Tagen

Für mich ist das Demokratie, dass die Parteien auch mal Federn lassen müssen, ich denke, dass hat schon jeder Partei erlebt. Das wichtige ist, dass alle die Spielregeln achten und akzeptieren.


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58%
(12 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte Vor 21 Tagen

..wenn die SVP in den Kommunen da und dort Sitze im Gemeinderat oder in den Parlamenten der grösseren Orte den einen oder anderen Platz räumen musste,so ist das grösstenteils einer sehr,sehr schwachen Stimmbeteiligung zuzuschreiben.Teilwei​se sind nicht einmal 30% der Stimmberechtigten an die Urnen gegangen.Dazu kommt,dass die Exekutiven in den Gemeinden immer weniger selber entscheiden können,so,dass diese Aemter an Attraktivität spürbar leiden.Ueberhaupt sind viele Gemeinden heute am "Anschlag",wenn es darum geht, sämtliche Aemter und Aufgaben an kompetente Mitbürger zu übertragen.Oft gibt man lieber jemandem die Stimme,wo man hofft,dass diese Person kompetent genug ist,um den Aufgaben überhaupt gewachsen zu sein.Partei-Zugehörig​keit ist so oft zweitrangig.Anderseit​s ist eine gewisse Stimm-und Wahl-Passivität nicht zu leugnen.Schwer zu sagen,ob das mit einigen Nichtumsetzung-Entsch​eiden im Zusammenhang steht.....und ob diese grundsätzlichen "geduldeten" politischen Regelwidrigkeiten bei vielen Wählern zu einer gewissen Resignation geführt hat.Die Frage steht auch im Raum,ob dass alles gewissermassen so gewollt ist.Nun ist das jedoch bereits wieder etwas "Verschwörungs-Hyster​ie".....


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67%
(12 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 22 Tagen

Die SVP ist und bleibt stärkste Partei der Schweiz.

Es gibt keine Trends, die sagen, es ändert sich etwas an den aktuellen Wahlanteilen.

Auf dem Land ist die Macht der SVP ungebrochen.

Wenn schon muss sich die CVP Sorgen machen. Bei den nächsten Wahlen 2019 könnte es wieder abwärts gehen mit den Anteilen und dann könnte man den zweiten Bundesratssitz anzweifeln.

Es gibt keinen Trend, dass die Attraktivität der AFD im Osten abnimmt, wo sie ihre Stärke hat.

in Lega haben gerade die 5 Sterne und die Lega (Nord) abgeräumt. Die Partei von Renzi ist im Katzenjammer.

Die Macht der PIS, Orban und andere sind ungebrochen.




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50%
(18 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 23 Tagen

Man muss schon ziemlich verzweifelt sein, um die Partei welche regelmässig mit Abstand am meisten Stimmen erhält (ca. 29%), als Verliererin der Wahlen zu bezeichnen.

Und vor allem muss man total verzweifelt sein, wenn man gleichzeitig Parteien als Gewinner der Wahlen hochjubelt, die zwischen 4- und 7% Zustimmung bei den Wählern erreicht haben.


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50%
(16 Stimmen)
Alex Schneider sagte Vor 23 Tagen

Der SVP sollte klar sein, dass ein grosser Teil ihrer Wählerschaft früher links gewählt hat. Sie muss also bei sozialpolitischen Themen aufpassen, dass sie dieses Wählersegment nicht vergrault, wenn sie bei den Schwergewichtsthemen EU/Migration weiterhin Erfolg haben möchte – und das ist dringend nötig.


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