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Sozialhilfe gestrichen!

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Ein So­zi­al­hil­fe­be­zü​­ger wurde auf Not­hilfe ge­setzt und die Behörde er­hielt noch vor Ge­richt recht. Nun stelle ich mir diese Fra­gen zu fol­gen­dem Ar­ti­kel http://www.20min.ch/s​chweiz/zuerich/story/​Gemeinde-streicht-Man​n-zu-Recht-die-Sozial​hilfe-19509516 : Um wel­ches Be­schäf­ti­gungs­pro​­gramm ging es? Nur um ei­nes, damit er eine Struk­tur hat? Ei­nes, wel­ches den Ar­beit­ge­ber sub­ven­tio­niert und den So­zi­al­hil­fe­be­zü​­ger nicht wei­ter­bringt in der Stel­len­su­che? Ei­nes, wel­ches also «Pro For­ma» ist? Wel­che Be­schäf­ti­gungs­pro​­gramme wären sinn­voll? Si­cher kei­nes um Dinge zu ler­nen, die man be­reits ge­lernt hat. Si­cher ei­nes, wel­ches die So­zi­al­kasse auch ef­fek­tiv ent­las­tet. Wie soll sich der Um­gang mit den So­zi­al­hil­fe­be­zü​­gern ge­stal­ten und wie sol­len sich diese Ver­hal­ten? Wo ste­hen sei­tens Behör­den und Be­zü­gern die Rechte und Pflich­ten? Was müs­sen Behör­den und Be­zü­ger sich wirk­lich bie­ten las­sen? Will man mehr Bett­ler ge­ne­rie­ren und diese dann dank Bet­tel­ver­bot weg­wei­sen/­aus­gren​­zen oder gar ein­sper­ren? Wie auch immer … ich den­ke, man sollte die Würde des Men­schen (egal aus wel­cher Po­si­tion zu wel­cher Po­si­tion) nicht an­tas­ten und an­stän­dig mit­ein­an­der umgehen.


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80%
(5 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte June 2018

Die SVP will die Sozialhilfe von der geleisteten Arbeit abhängig machen. Die Sozialhilfe-Konferenz​ wehrt sich. So liest man hier. http://www.20min.ch/s​chweiz/news/story/-Me​hr-Millionaere-als-So​zialhilfebezueger--21​115968 Ja, was soll denn das und wie soll das gehen? Jugendarbeitslosigkei​t, Ansprüche der Unternehmen (Jung mit viel Erfahrung etc., Digitalisierung, Jobvernichtung und Auslagerungen so mal als Stichworte). Sollen mehr und mehr «Hotel Mamas» geschaffen werden, wenn der Betrag nicht reicht und Eltern mit ev. auch knappem Budget das Leben lang für den Nachwuchs aufkommen? Sprich, man muss ja jemandem zuerst die Möglichkeit geben dem Staat und Gesellschaft was zurückzugeben bevor man solche Forderungen stellen kann. Einseitigkeit (Unternehmen schützen und stützen und nur auf Bezügern entsprechenden Druckausüben geht nicht). Einen Laib Brot, sprich das Leben in der Schweiz ohne Luxus, kostet für jeden gleich viel. Sollte durch Armut die Kriminalität gefördert werden, kostet dies den Staat auch.


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67%
(6 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte August 2016

Wer in einer Stadt neu Sozialhilfe bezieht, hat meistens bereits vorher dort gelebt. Nur jeder zwölfte Bezüger ist als solcher zugezogen. Fälle von "Sozialhilfetourismus​​" sind laut der "Städteinitiative" selten.

Dies zeigt ein Bericht der Berner Fachhochschule und der Städteinitiative Sozialpolitik.

Mehr hier, unter dem Titel "Fälle von "Sozialhilfetourismus​​" sind laut Städteinitiative selten":
(freiburger​​-nachrichten.ch/schw​e​iz/faelle-von-sozia​lh​ilfetourismus-sind​-la​ut-staedteinitiat​ive-​selten)


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83%
(6 Stimmen)
Simon Wyss sagte August 2016

„Beschäftigungsprogra​mm“ ist schon verlogen. Es handelt sich um staatliche Zwangsarbeit, Juristen sprechen von Nötigung. Man wird als finanziell vom Staat Abhängiger verfassungswidrig in einen Vertrag gepreßt, das ist meine Formulierung. Ich würde mich nicht so scharf ausdrücken, ja überhaupt hier schreiben, hätte ich es nicht selber erlebt. In meinem Wohnkanton wurde ich zu einem Monat gemeinnütziger Arbeit verdonnert, der Lohn betrug Fr. 2728. Es war zum Teil leichte Arbeit, zum Teil schwere körperliche Arbeit im Freien, Dezember-Januar 2014-15. Das Boshafte am ganzen Spiel ist, daß ich mit dem Lohn über den Sozialabzug bei den Steuern komme, man will von den Fr. 300, die man mir als steuerbares Einkommen ausweist, 22¼ Prozent. So sieht es im bis in die Knochen korrupten Geldland Schweiz aus, bei Fr. 21'121 satzbestimmendem Einkommen muß ich noch Steuern zahlen!

Wir sind einfach rückständig und als Staatsbürger noch nicht in der heutigen Zeit angekommen, zumindest diejenigen, die so doof abstimmen, während sie keine Ahnung davon haben, was im Sozialhilfekuchen für Früchtchen stecken. Es wird fortlaufend professionalisiert, wie beim Schach, wo man sich geschickt aufstellt, um nicht angreifbar zu sein. Dann: Matt! Der Mann, von dem die Rede war, hat Rückgrat bewiesen, ich bin ganz bei ihm. Der Staat hat nicht zu sanktionieren, sondern die Selbsthilfe anzuerkennen. In meinem Fall stellt sich das Sozialamt mir in den Weg, an ein zinsloses Darlehen für eine neue Selbständigkeit zu kommen, das NOTA BENE von einer Stiftung ausbezahlt werden würde, nicht vom Staat. Man schiebt Wettbewerbsverzerrung​ und befürchtete Verschuldung vor. Die Exekutive hat jedoch kein Recht, auch nur zwischen unselbständig und selbständig für mich zu wählen. So sieht es im bis ins Mark verrotteten Rechtsverständnis der immer noch feudalen Schweiz aus.


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42%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte April 2016

Erwerbsarbeit = Sinn des Leberns?

Wir müssen uns von der Erwerbstätigkeit als Sinn des Lebens verabschieden! Die Wirtschaft resp. Arbeitsmarkt wird sich dramatisch verändern, ob es den Ökonomiegelehrten passt oder nicht! Oder entwickeln die Uniabsolventen eine Zerstörung der Automatisation (künstliche Intelligenz), um den Arbeitsmarkt als Sinn für den Menschen, zu retten? Mea culpa, maxima culpa, oder "ceterus paribus"!

Das geltende Sozialsystem beruht auch auf der Demütigungsstrategie!​ Die Arbeitsplätze für Arbeits- Psychologen, oder Psychiater konnten so geschaffen werden! Es dreht sich immer um Arbeitsplätze, weil Arbeit, Sinn des Lebens bedeuten muss! Diese dämliche Denklehre, findet den Ursprung im Ökonomiestudium! Gewinne maximieren, aber nicht wissen woher das Geld fliesst!

Andernfalls hätten die Ökonomen, die Fehlkonstruktion des Steuern- und Sozialsystems längst erkannt! Die Demografie- und Generationsgeschichte​ als Märchen entlarven, würde zwar Arbeitsplätze "kosten", aber die Menschen glücklicher machen! Dafür haben die Studenten jedoch nicht Ökonomie studiert!





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33%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte April 2016

Das uniformierte Denken, dass Menschen mit Sozialhilfe zu Lasten der erwerbstätigen Bevölkerung, ihre Existenz sichern, ist schlicht und einfach falsch!

Wir gehören zu den privilegierten Ländern, welche das notwendige, eigene Geld zur Bedürfnisabdeckung, drucken dürfen!

Die Problematik der "Finanzierung" (Geldzirkulation) hat die Wirtschaft mit den entsprechenden Tauschwerten zu erfüllen! Die Verwerfungen sind in der Zuordnung der Wertschöpfung und dem politischen Fehlverhalten zu erkennen!

Warum wird eigentlich immer am unteren Ende der "Wertigkeit" diskutiert, resp. angeprangert, anstatt die Profiteure der Geldmenge etwas Härter anzufassen?
Dieses Verhalten ist Vorbeter belastet! Solange ein BR (Volksvertreter) die "dämliche" Ansicht vertritt, wonach die Reichen schon genug abliefern, nicht bezahlen, wird das Volk noch lange an der Nase herumgeführt!

Es würde sich eben lohnen, das Geldkreislaufspiel zu verstehen! Dann würde man auch verstehen, dass die Aufbewahrung (Sparen auch Vorsorge) und Gewinne entweder mit höheren Schulden (Geldmengenerhöhung) oder Schuldengeldbesitzuml​agerung (Verluste und freier Abbau), zu realisieren ist! In diesem Zusammenhang muss man auch die irrsinnige Spielgestaltung der 2. Säule erwähnen (Demografie) und die Behauptung, dass der staatlichen Vorsorge (AHV), künftig das Geld (Schulden der Anderen) fehlen soll, entkräften!
Diese Irrmeinungen beruhen auf dem Unverständnis wie Schulden in Form von Geld zirkulieren! Die Knappheit Ideologie ist eine infame Lüge!

Diese Aufmerksamkeit fehlt, meiner Meinung nach, bewusst, weil man sich nicht mit der Geldzirkulation auseinandersetzen will, sondern lieber auf die Schwachen herumtrampeln möchte, wie wenn diese "Schuld" auf sich geladen hätten, dass es dem Einen oder Anderen Erwerbstätigen an Geld fehlt!

Dummheit ist leider im Gegensatz zur Intelligenz, nicht beschränkt!



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62%
(13 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte April 2016

http://bazonline.ch/s​chweiz/standard/der-b​und-kritisiert-seine-​eigenen-beschaeftigun​gsprogramme/story/114​37901 Der Bund kritisiert seine eigenen Beschäftigungsprogram​me konnte man unlängst nachlesen. Hier frage ich mich, was denn der Bund dagegen eingeleitet hat?

Man kann diesen Beschäftigungen auch 2. Arbeitsmarkt sagen: https://de.wikipedia.​org/wiki/Zweiter_Arbe​itsmarkt

Bezüger können sich sicher querstellen. Doch was genau sind denn die Gründe der fehlenden Motivation, wenn man sich nicht mehr aufraffen will (Beispiele von Herrn Wagner z.B.)?


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54%
(13 Stimmen)
Frank Wagner sagte April 2016

Kein Beschäftigungsprogram​m verlangt dem Betreffenden mehr ab als eine geregelte Arbeit. Egal was für ein Beschäftigungsprogram​m, es bringt IMMER mehr als beschäftigungslos herumzusitzen, und wenn es nur geordnete Tagesstrukturen, neue Kontakte und ein gezeigter guter Wille sind.

Ich kann nachvollziehen das jemand der nur noch ein paar Jahre vom Rentenalter entfernt und bereits 6 Jahre sozialhilfeabhängig ist Mühe hat sich zu überwinden ... aber GERADE DANN ist so ein Beschäftigungsprogram​m wichtig, und zwar auch wenn der Arbeitgeber davon subventioniert wird.

Ich habe mal eine Bekannte gehabt die länger arbeitslos war: die hat sich schon für den wöchentlichen Gang zum RAV überwinden müssen, und als ich ihr bei Qualifikationen helfen wollte die sie zwar in die Bewerbungen geschrieben hat, aber gar nicht hatte, hies es immer "es ist noch Zeit genug dann wenn ich das brauche". Solche Leute MUSS man aus dem Haus zwingen.




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67%
(9 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte April 2016

Besten Dank für die Antworten auf diesen Beitrag. Dieser Blog ist eigentlich dazu gedacht sich mal grundsätzliche Fragen über Sinn und Unsinn von Beschäftigungsprogram​men und wie man sich gegenüber Behörden, resp. Bittsteller verhalten soll (also kein Rundumschlag wie Herr Ecklin meldete. Zudem ist man eingeladen sich mal über die Konsequenzen und Aus- und Nebenwirkungen Gedanken zu machen. Gibt es denn Daumendrücker, welchen es egal ist und welche so „Behördenhörig“ sind? Negativ-Beispiele über Behördenwillkür kann man googlen und finden. Es gibt deren einige und gesetzlich ist offenbar noch nicht alles lückenlos geregelt inkl. Handlungsspielraum: http://www.beobachter​.ch/foren/uebersicht/​foren/list_post/f/so-​muessen-immer-mehr-sc​hweizer-iv-bezuegerin​nen-in-der-schweiz-le​ben/ http://www.beobachter​.ch/geld-sicherheit/s​ozialhilfe/artikel/da​s-system-sozialhilfe_​problemfall-sozialhil​fe/ Ebenso gibt es Sozialhilfetourismus und das „Vergrauen“ von Bezügern seitens Gemeinden damit die Kasse entlastet wird.


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60%
(10 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte April 2016

Frau Sägesser greift in ihrer Rhetorik immer öfter zum Mittel der Suggestivfragen. Kommt Einer und stellt in seiner Replik unbequeme Gegenfragen oder weitergehende Erklärungen, schweigt sie wie ein Grab.

So auch hier. Interessante, aber happige Kritik begleitet mit Gegenfragen des Herrn Ecklin an die Verfasserin dieses, gegen die Sozialämter gerichteten rundumschlagenden Blogs.

Hier sind die Sozialämter Ziel des Angriffs und dort sind es z. B. die Stromkonzerne, wo ich, wie Herr Ecklin hier, ebenfalls auf eine Antwort warte. Lauter schwammige Vorwürfe auf die Stromkonzerne und deren Gewinne und Verpflichtungen, welche ja fast alle zu über 50% der Allgemeinheit gehören. Hier der verbindende Link zu jenem Blog, den ich überhaupt nicht begriffen habe: https://www.vimentis.​ch/d/dialog/readartic​le/politiker-von-link​s-bis-rechts-alarmier​t/

Statt erklärender Worte der Verfasserin erhalten wir, wie fast immer stellvertretend, eine lehrreiche Belehrung über die Geldflüsse, doziert durch einen Raiffeisenbanker a.D. Das ist ja auch etwas…



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38%
(13 Stimmen)
Georg Bender sagte April 2016

Werte Frau Sägesser
Die Verantwortlichen setzen nur die von ihnen erwarteten Handlungen, um! Die Demütigung der Schwächsten liegt im System! Für diese "Arbeit" hat man Arbeitsplätze geschaffen! Im Wirtschaftsleben kann man noch einige unnötige Arbeitsplätze "entdecken"!
Die den Aufgaben zugeordnete Geldverteilung (nicht getilgte Schulden), soll den Wettbewerb unter den Menschen beflügeln (motivieren)! Dabei wird jedoch die Entstehung, Funktion und Auswirkung des Geldsystems, völlig ausser Acht gelassen! Wie entstehen eigentlich Gewinne und Aufbewahrung (Sparen), wenn doch der Tauschwert der Arbeit (Kosten), immer wieder gutgeschrieben wird? Dazu gibt es Geld- und Bewertungstechnische Gründe!
Nebenbei: Die Steuervermeidungsstra​tegie der Politiker für Unternehmen und Private (Konstrukte wie nicht marktkonformer Steuerwettbewerb, Unternehmensreform und Panama Paper) sind Geschenke an die obere Skala der Menschen! Das Volk applaudiert! Schizophren?

Mit dem BGE würde eine Auseinandersetzung (Demütigung und Willkür) zwischen Menschen ausgehebelt und der nicht im Einklang mit dem Geldsystem stehende Arbeitsplatz würde verschwinden! Die Politiker und andere Berater, könnten sich auf wesentliche Dinge konzentrieren, wenn überhaupt möglich?


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43%
(14 Stimmen)
Bernhard Ecklin sagte April 2016

Sehr geehrte Frau Sägesser, glauben Sie nicht, dass es Ihre Leser verdient hätten, mit Substantiiertem konfrontiert zu werden, anstatt mit Rundumschlägen einer Uninformierten an die Adresse professionell arbeitender Sozialämter?

Weil Sie es wohlweislich unterlassen das Problem in relevanten Facetten zu beleuchten, helfe ich Ihnen gerne stichwortartig weiter.

1. Kein Sozialamt setzt einen Menschen ohne triftigen Grund auf Nothilfe.

2. Die Sozialämter und die im Rahmen des Arbeitslosenversicher​​ungsgesetzes Aktiven aus Ämtern und Behörden kennen Wert und Zweckmässigkeit von Beschäftigungsprogram​​men, anders als offensichtlich Sie, gut.

3.Rechte und Pflichten von Bezügern und Behörden sind in den Gemeinden klar geregelt; Wieso behaupten Sie das Gegenteil?

4.Sozia​​lhife ist eine solidarische Einrichtung, die das Überbrücken von Notlagen ermöglicht. Sie weisen den Helfern implizit Schuld an dieser Notlage zu, bzw. werfen ihnen Inkompetenz vor. Auf welcher Grundlage?

5. Es gehört zu unserer Kultur, dass man auch den dem geholfen wird, dazu anhält seinen Beitrag zur Verbesserung seiner persönlichen Lage zu leisten. Sie sind, Frau Sägesser, anders als das Bundesgericht, der Meinung, dass einem in Not Geratenen Mitbestimmung bei der Wahl der rettenden Massnahmen zuzubilligen sei, ganz so als sei aus Betroffenheit Kompetenz abzuleiten.

6. Selber einen Beitrag zu leisten hat nicht nur mit der Verbesserung der Wiedereingliederungsp​​rognose in den Arbeitsmarkt zu tun, sondern auch mit der Würde des Sozialhilfeempfängers​​. Das wissen die Sozialämter, anders als offensichtlich Sie und der vom Bundesgericht entsprechend "aufgeklärte" renitente Mann.

7. Sozialämter stehen zunehmend unter Druck, weil Leute wie Sie, Sozialhilfe nicht als möglichst kurz zu haltende Überbrückungshilfe verstehen, sondern als eine Lebensform unter anderen, bei der man den Sozialämtern so ziemlich alles zumuten kann, den in Not geratenen, die Sie und Ihresgleichen systematisch zu Opfern degradieren, aber nichts abverlangen darf.

Fazit:

Zi​​emlich unerträgliche, gönnerhafte Haltung einer Nichtbetroffenen, die sich das Unglück anderer offenbar gerne zunutze macht, um auf emotional eher inkontinente Art und Weise ("will man Bettler kreieren, sie einsperren...?") , den Stab über einen ganzen Berufszweig zu brechen, von der Seitenlinie aus, wohlweislich darauf achtend, ja nicht selber in Situation zu kommen, selber mit anpacken oder gar konkrete Vorschläge machen zu müssen.

Also, bitte das Ganze nächstes Mal fundierter. Erstens, weil es dem Leser hülfe die Sache einzuordnen und zweitens weil sich so der von Ihnen hoffentlich empfundene Respekt für Betroffene und Beteiligte in Ihren Beiträgen wiederspiegelte.

Um in einem Diskurs weiterzukommen, reicht es übrigens nicht, im Stile einer unbestellten Gouvernante, aus der Hüfte heraus Fragen in die Runde zu werfen, auf die man gar keine Antwort erwartet, wie Ihr Schlusssatz beweist, "wie auch immer......ich denke, man sollte die Würde...." etc., ganz so, als sei Ihre Position aus der Ferne der Würde des Sozialhilfeempfängers​​ zuträglicher als die tagtägliche Knochenarbeit von tausenden von Sozialdienstmitarbeit​​ern, die es sich anders als Sie, nicht erlauben dürfen, Gutklingendes auszusondern, anstatt Konkretes anzubieten.

Das Bundesgericht hat das erkannt und entsprechend entschieden. Gute Sache für alle, für die Sozialhilfeempfänger,​​ für die Sozialämter und natürlich auch für unsere solidarische Gemeinschaft, die das Ganze finanziert.






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