In den an Afghanistan angrenzenden Stammesgebieten Pakistans ist die Abgabe einer Waffe an einen 15-jährigen Jungen durch seinen Vater das Zeichen des Übertritts zum Mann und ist Teil des paschtunischen Initiationsritus. Nur der bewaffnete und damit freie Paschtune darf an einer Loya Jirga, einer Stammesversammlung, teilnehmen.

 

 

Die Paschtunen, und mit ihnen die übrigen Afghanen, haben in ihrem Krieg gegen die Sowjetunion von 1979 bis 1989 diesen Kodex mit Erfolg bewahrt und umgesetzt. Die 40. Armee der Sowjetunion wurde aus Afghanistan vertrieben und galt damit als besiegt. Ähnlich ergeht es nun den USA in ihrem, seit 2001 in Afghanistan geführten Krieg. Trotz massiver Bombardierungen haben die USA während beinahe zwei Jahrzehnten die afghanischen Taliban, die in ihrer Mehrheit aus den Paschtunen rekrutiert werden, nicht besiegen können. Sehr bald werden die Streitkräfte der USA und ihrer Alliierten, trotz Ausgaben von über einer Milliarde US-Dollars und tausenden von Toten und Verwundeten das Land ohne Sieg verlassen.

 

Mujaheddin in Afghanistan

Mujahed​​​din in Afghanistan

 

Die Eidgenossen hatten bis vor kurzem ein ähnliches Recht bewahrt. Dieser Kodex dürfte nach 1848 bis heute jeden potenziellen Angreifer auf den Bundesstaat abgeschreckt haben. Jetzt haben die Schweizerinnen und Schweizer durch die kürzlich erfolgte Abstimmung das Familiensilber, das sie von den Vorfahren erhalten haben, für ein Linsengericht verscherbelt.

 
by Prof. Dr. Albert A. Stahel
23. Mai 2019
 
 
 
 
Schlussf​​​olgerungen
 
 
1.  ​A​u​ch in den USA wird das tragen einer persönlichen Waffe bis heute als ein unantastbares Recht nach wie vor hochgehalten.
 
2.  Nur die Schweiz schafft sich gleich selber ab. Das Recht auf den persönlichen Besitz von Waffen und die Teilnahme an militärischen Übungen und Schiesswettbewerben blieb in der Eidgenossenschaft bis zur französischen Besetzung von 1798 weitgehend erhalten. Nach dem Sturz von Napoleon erhielten die alten Rechte und Pflichten wieder ihre Bedeutung. Das Recht auf den persönlichen Besitz von Waffen blieb auch nach der Gründung des Bundesstaates von 1848 erhalten. Ohne staatliche Eingriffe dauerte dieses Recht auch im 20. Jahrhundert an. Das Volk in Waffen war somit ein wichtiger Beitrag zur Abschreckung kriegführender Nachbarstaaten.
 
3. ​ Vielleicht haben wir doch zu viele Frauen in den Regierungsämtern. In Deutschland wurde die ehemalige Familienministerin Von der Leyen - für dessen Amt sie sicher als Frau legitimiert, weil geeignet war, vor nicht all zu langer Zeit nun als Bundeswehrchefin "umorganisiert".
 
4.​​​  In Deutschland, Frankreich, in nordeuropäischen Landen, jetzt auch noch in der Schweiz,
sind alles Frauen oberste Militärministerinnen.​​ Dies ist eine höchst ertaunliche Begebenheit,​ obwohl sicher keine von Ihnen je SELBER Militärdienst geleistet hat.
 
Also auch diesbezüglich einer möglichst erfolgreichen Revier- resp. Landesverteidigung höchst fragwürdig. Wir leben in einer total verkehrten Welt.