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No Billag, das Volk hat entschieden

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No Bil­lag, ab­ge­lehnt, das Volk hat ge­spro­chen.

Diese No Billag Kampagne hat Unsummen gekostet.

Die Interpretationen des Abstimmungsresultates​​ sind jedoch total verschieden. Klar ist, dass die Diskussion weiter gehen wird. Ausser für Levrat SP, der sagt: „das Volk hat derart deutlich zu Billag ja gesagt dass ein Sparen nicht zu Diskussion steht.“

Ich versuche mich auch in Interpretationen, die auch falsch sein mögen, weil sie sich auf die Aussagen aus meinem Bekanntenkreis und meinen Beobachtungen stützt:

Das Volk hat ja gesagt zum „Service public“ der Radio- und Fernsehmedien. Nach meiner Meinung hat es nicht ja gesagt, zur Höhe der Gebühren und auch nicht zur Organisation Billag. Was interpretiere ich aus den Aussagen aus meinem Umfeld:

„Service public“ für Radio und Fernsehen ist unklar definiert, niemand weiss genau, was gemeint ist.

Billag als Tochtergesellschaft der Swisscom treibt das Geld der Gebühren ein. Klar, dass diese Gesellschaft damit Geld verdient. Sie wird aber von der SP geschützt, weil ein ehemals wichtiges SP - Mitglied (Werne Mari, Glarus) Präsident des Verwaltungsrates ist. Was kostet die Billig, also wieviel Gebühren fliessen in diese Gesellschaft ? Ich kenne keine Zahlen.

Man könnte die Gebühren mit den Steuern einziehen und damit sich diese Organisation sparen. Solche Steuern werden ja auch für die evangelische und katholische Kirche eingezogen.

Während des Abstimmungskampfes wurden von verschiedenen Seiten Einsparungen versprochen, damit die Gebühren sinken werden. Diese Versprechen werden jetzt relativiert. Viele Wählerinnen und Wähler haben diesen Versprechen vertraut und NEIN gestimmt.

Jene, die meine Artikel gelesen haben, wissen, dass ich im Tessin wohne und mir die Anliegen dieses Kantons viel bedeuten. Die LEGA die Ticinesi hat von Anfang an gewarnt, dass die Versprechen des Sparens bei einer Ablehnung kaum eingehalten werden.

„Service public“ im Tessin. Über die Antenne erhalte ich SRF 1, RSI 1 und RSI 2 und das erste Programm der franz. Schweiz (Glasfaser ist bei uns noch nicht möglich). Unter „Service public“ verstehe ich, dass ich alle Schweizer Programme sehen kann. aber über die Antenne sind private Sender überhaupt nicht zu empfangen.

Was fällt mir auf im Tessin. Der Direktor Mauricio Canetta ist farblose Gestalt, die der Aufgabe nicht gewachsen scheint. Für das Tessin ist sein Gehalt mindestens 50% zu hoch. Ich denke, dass man die Lohnstrukturen der SRG untersuchen müsste.

Braucht es für jeden Landesteil einen eigene Direktor, würden Vicedirektoren nicht reichen? Der CEO muss ja nicht unbedingt aus der deutschen Schweiz stammen, man könnte gut schweizerische Rotationen machen.

Zum Teil laufen auf dem 2. Programm Sportveranstaltungen gleichzeitig auf allen Programmen und jede Station (deutsch, französisch, italienisch) schickt eigene Reporter und zum Teil eigene Kamerateams vor Ort (Olympia, Tennis, usw.) Weshalb kann man nicht abwechseln und jeweils in den andensprachigen Studios von zu Hause aus simultan übersetzen? Dasselbe gilt für Reporter in verschiedenen Ländern, weshalb braucht jeder Landesteil eigene Reporter vor Ort. Das kostet Unmengen von Geld.

Es ist für mich klar, dass jede Region ihre spezielle Berichterstattung braucht, das gehört zum „ service public“, dafür braucht es regionale Reporter, die aber nicht 100% Anstellung brauchen, Sie könnten gleichzeitig für andere Medien arbeiten.

Zum „Service public“ gehören jedenfalls verschiedene etwas stupide Sendungen nicht: Quizsendungen, die gar keinen Inhalt garantieren, könnte man sich sparen. Das Tessiner Fernsehen zeigt (zum Beispiel) eine Quizsendung, wo die Kandidaten bei einem Trickfilm herausfinden müssen, wieviele Hunde im Hundehaus sind nachdem ca. 1 Minute Hunde hinein und hinauslaufen. Meine Interpretation der Abstimmung: Service public ja zu einem vernünftigen Preis. Sparen ist angesagt.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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25%
(4 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2018

Letzte Nacht haben meine Synapsen wieder Dampf gemacht. Ich bereite die "Revolutionäre Geldschöpfung- und Bankensystem-Reform" vor. Im Geist abgehandelt. Sie entspricht dem Geist von Lietaer! Vollgeld und alle anderen Kryptowährungen sind Schrott! Mitdenker und Mithelfer aus der Zivilgesellschaft (ohne Ökonomen) gesucht. Initiative lancieren!

Kurzabr​iss: Zerschlagung der Währungshoheit.
1. Währungen ohne Delkredererisiko und Guthaben zinslos:
1.1. Für die weltweiten Beziehungen einzig GLOBAL mit dem Internetzusatz der Länder (Volumenkontrolle). Jeder Kunde und Bank hat weltweit die gleiche Stammkontonummer (gläsern = Gesamtobligo ohne Verkehrskontrollen). Keine Devisen- oder Notenkurse, sind im jeweiligen Preis enthalten.
1.2. Lokal- und Regionalwährungen Umtausch 1:1 innerhalb der Regionalwährungen, Umtausch in Global und umgekehrt, Kurs wird pro Kalenderjahr einmal festgelegt (Regeln definieren)
2. Geldschöpfer; die Form der AG und Mitwirken in sämtlichen Investmentgeschäften,​ sowie Kreditgewährung an Teilnehmer im Kapitalmarkt sind verboten
2.1. Global = Zentralbank, Treuhandderivat = Kunden sind einerseits die lokalen- oder regionalen Banken und Staat in Sonderstellung (Abdeckung Budget schuldenfrei = Regularien definieren)
2.2. Mikado uvam. = Lokal- oder Regionalbanken, Treuhandderivat (Ermächtigung und Registrierung, Regularien definieren) = Privatkundschaft und Staat (Zahlungsverkehr)
3.​ Steuern und Soziales Abwicklung zwischen Staat und Wirtschaft abwickeln (Steuerwettbewerb- und Optimierungsspiele sind beendet). Bedingungslose Grundsicherung einführen.
4. Wettbewerb
4.1. Wirtschaft mit Qualität und Preise. Export ohne jegliche Subventionen
4.2 Wohnsitz = Preis und Qualität
5. Staat und Wirtschaft klare Regularien definieren (keine Konkurrenz = Staat für Gemeinwohlaufgaben). Budgetabdeckung Bund als Verteiler zu den Kantonen, Kantone als Verteiler zu den Gemeinden. Rückfluss mit Mikado uvam oder Global möglich (Preisstabilität und Umwelt)
6. Treuhandderivat
Im Sinne der Geldschöpfung ist die normale Bankbilanz eine reine Treuhandbilanz!
Die Geldschöpfung der Banken erzeugt einzig die systemimmanente Verbriefung. Die Banken haben im Sinne des Geldsystems, weder Forderungen noch Verbindlichkeiten. Sie funktionieren als gesetzlich definierte Treuhandgesellschaft.​ Einziger Unterschied zu den normalen Treuhandgeschäften resp. Funktion als Finanzintermediäre ist: Dem Geldbesitzer wird das Guthaben (Zahlen) nicht reduziert und auf den “Kreditnehmer” umgelegt (Bankbilanz = Passivumlage)!




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71%
(7 Stimmen)
Werner Nabulon sagte March 2018

Herr Otto Jossi,

Mit dem Service Public würde man Erwachsene und auch Kinder bilden, ihnen die Wahrheit und Tatsachen ungeschminkt darlegen. Wichtige Meldungen von Ereignissen...usw, auch Unterhaltung welche den Namen verdient.

Stattdes​sen (wie die Politik halt ist) wird das Volk belogen, den Kindern und Jugendlichen wird "Mist" als Unterhaltung vorgelegt, (gut, das gehen die ja noch freiwillig im Kino schauen)..und dem Niveau der Nein Stimmer entsprechend, (die wollten SF so behalten) Sendungen mit tiefstem Niveau, da sind so Rate Sendungen noch harmlos..Im Urwald und bei Staffeln geht die Post dann erst richtig ab, aber, das brauchen die Menschen anscheinend...


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75%
(8 Stimmen)
Werner Nabulon sagte March 2018

Kommt ja immer besser, typisch SP Cedric Wermuth ...

Man hört SF nicht, soll dann noch mehr bezahlen? Nein, entweder alle gleich viel, das aber ohne Gewerbe, oder die Nutzer können bezahlen, was ja auch abgelehnt wird.

Wird interessant wie das mal rauskommt...


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82%
(11 Stimmen)
jan eberhart sagte March 2018

Das bleibt zu hoffen, da das grosse Gewerbe per Steueramt abrechnet und nun nicht mehr kontrolliert werden muss, ob jemand auch ja kein TV/Radio besitzt, sollte das ganze ziemlich langweilige Büroarbeit sein.

Wieso wird die Billag nicht mehr normaler Steurrechnung verrechnet, anstatt eine private Firma zu beauftragen?


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89%
(9 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte March 2018

"Was kostet die Billig, also wieviel Gebühren fliessen in diese Gesellschaft ?" Es waren 53 000 000 und die Serafe soll es scheinbar jetzt billiger machen...


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44%
(16 Stimmen)
Inge Votava sagte March 2018

Herr Jossi, grundsätzlich stimme ich Ihnen zu. Ich möchte aber ergänzen, dass Herr Levrat der zwar Parteipräsident der SP ist, aber durchaus nicht die Meinung der ganzen Partei vertritt. Cedric Wermuth hat einen Vorstoss unternommen, dass die Gebühr/Steuer abhängig vom Einkommen sein soll. Das finde ich sozial, denn es kann doch nicht sein, dass SH-Bezüger die gleich hohe Steuer/Gebühr wie Millionäre zahlen müssen.


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