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Müllbewusstsein entwickeln

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Müllbewusstsein entwickeln           ​                     ​                     ​                     ​                        

Die EU sagt laut Meldungen dem Plastikmüll den Kampf an. Er bedeckt in vielen Ländern zunehmend den Boden, auch ausserhalb der Städte, und verseucht die Meere massiv, da und dort schon in einem Masse, dass Vögel, Fische und das am Anfang der dortigen Nahrungskette stehende Plankton daran sterben.

Wir müssen dringend ein „Müllbewusstsein“ entwickeln. Dazu eine Frage: Auf was blicken wir, wenn wir in einen Supermarkt treten? Auf eine Müllhalde. Wir sehen Berge von unterschiedlichem Plastik, Blech, Karton, Glas, Papier, Glaspapier, Holz, anderen Kunststoffe etc. Die wollen wir ja gar nicht, wir sind nur an dem interessiert, was sie umschliessen: z.B. Brot, Milch, Haferflocken, Gemüse, Früchte, Öl, Wein, und hunderte von andere Produkte. Aber der Fortschritt hört nicht auf.  Jetzt gibt es z.B. bereits Schinken, dessen einzelne Scheiben im Inneren der Verpackung auch noch durch Plastik voneinander getrennt sind, und Gemüse, und Früchte, die teilweise sogar einzelstückweise in Cellophan eingepackt da liegen.  Accra, die Hauptstadt Ghanas, hat heute einen der grössten Elektronikmüllhaufen der Welt, weil dort monatlich mehr als hundert Container mit Elektronikmüll aus den USA und Europa abgeladen werden. Aber das dürfte zunehmend schwieriger werden, fangen die Müllempfängerländer doch an, das nicht länger zu tolerieren. So hat China angekündigt, die Einfuhr zahlreicher Sorten von Müll ab 2019 zu verbieten. Offiziell importiere es jährlich rund 50 Millionen Tonnen Müll, dazu riesige Mengen illegal.

Laut Weltbank produziert die Menschheit gegenwärtig einen Müllberg von 1.3 Milliarden Tonnen/Jahr, der bis 2025 auf 2.2 Milliarden wachsen soll. Dabei stehen Länder wie die Schweiz mit dem pro Kopf produziertem Müll verständlicherweise an der Spitze.  Weltweit werden jährlich schon 200 Milliarden Flaschen Wasser verkauft, bei uns rund 500 Millionen verschiedenster Behälter von Milch verbraucht.Immerhin haben wir für einen Teil  des Mülles die Wiederverwertung und die Verbrennung oder andere, annehmbare Formen der Entsorgung eingerichtet.  Der Gedanke, was diese tägliche Müllsintflut für unseren Planeten bedeutet, beunruhigt erst wenige.Wir müssen dringend ein "Müllbewusstsein" entwickeln und handeln.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(4 Stimmen)
jan eberhart sagte January 2018

Ein Beispiel: Früchte/Gemüse, die nicht normiert sind, können nicht verkauft werden.

Dabei ist die Qualität gewährleistet, egal ob der Apfel nun "schön" aussieht.

Zumindest unsere Kleider werden als Secondhandware in Afrika noch gerne getragen. Oder die Baumwolle wird zu etwas neuen.

Die Kleider, die "gespendet" werden, landen nur zu 2% bei lokalen Armen/Obdachlosen. Der Rest wird nach Afrika exportiert und als Secondhandware verwendet.


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40%
(5 Stimmen)
Werner Nabulon sagte January 2018

Wir hatten in der Schweiz in den 90ger Jahren noch Recycling Firmen, die aber als Folge immer mehr Umweltschutzauflagen,​ den Standort aufgegeben haben.
Wir hatten auch eine "dreckige" Industrie, der es genau gleich ging, Standorte aufgab.

Die Lösung:
Man transportierte Batterien in die Ex DDR, (die wieder zurückgenommen werden mussten), man exportiert den Müll, nach Afrika, nach China, nach sonst wohin, wo man keinen Zugriff auf die Umweltschutzvorschrif​ten hat.

Man fühlt sich gut dabei, den Müll zu Hause zu sortieren, und glaubt der Umweltschutzmaffia, welche den Müll exportiert, man Rette den Planeten....noch Fragen?


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80%
(5 Stimmen)
Ernst Jacob sagte January 2018

Betrachten Sie sich doch einmal eine Weile das Einkaufsverhalten im Bereich Frischwaren, es existiert keine einzige Frucht, an welcher die Leute nicht rumdrücken, um herauszufinden, ob sie auch rundum noch frisch und unbeschädigt sei.

Und die nächste Person hat doch auch nicht gross Lust, die Fingerabdrücke und genetischen Spuren der Letzten auf ihren eigenen Früchten mit nach Hause zu tragen, wie also könnten denn Anbieter verhindern, dass Keime und alles Andere die Kunden nicht auch noch krankmachen, ausser, diese so zu verpacken, dass diese so steril wie nur möglich bei den Kunden zu Hause ankommen !?

Um nur ein einziges Beispiel zu nennen. Und aus einem Land, welches sich ja vorbildhaft verhält, verglichen mit z.B. Indien, wo sich ja offenbar kein Mensch darum schert, wenn man im Müll erstickt, bei derart viel zu vielen Leuten, ohne ohne Aussicht darauf, dass sich daran je etwas ändert. Fatalismus pur, und auch vielfach zu wenig Geld, um sich über anderes als sich selbst überhaupt kümmern zu können.

Wir werden es aber nicht ändern können. Und die Meisten auch nicht wollen. Denn sonst würden nicht immer noch mehr in den Lüften rumfliegen, trotz Wissen, dass Flieger mehr als die Hälfte all dessen ausstossen, was wir doch eigentlich vermeiden sollten.

Es ist wie mit den Früchten, man kritisiert es immer nur an den Anderen ...


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86%
(7 Stimmen)
Emil Huber sagte January 2018

Man sollte beim Umweltschutz halt mal zuerst beim "Groben" beginnen, statt bei den Milligramm Plastiksäckchen und dem bösen CO2. Alibiübungen, damit Industrie & Wirtschaft sagen kann, man hat "nachhaltig" etwas für die Umwelt getan, auch wenn es sich im Promillebereich bewegt.
Und munter weiterhin kurzlebige Einwegprodukte in riesigen Massen produzieren, wegen des Geldes und den Arbeitsplätzen.



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57%
(7 Stimmen)
Helmut Barner sagte January 2018

Genau! Denn wo versenkte z.B. das Militär seine Munitionsabfälle? In der freien Natur, in den schönsten Seen. Und das als Vaterlandsverteidiger​......


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