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Migros und Coop: Von Jägern zu Gejagten!

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So wie Mi­gros und Coop vor Jahr­zehn­ten der Schreck der un­ab­hän­gi­gen De­tail­händ­ler wa­ren, so sind Aldi und Lidl heute die har­ten Kon­kur­ren­ten der bei­den Ko­los­se. Ihre Dis­count­preise sind zum gröss­ten Teil auf ihr Lo­gis­ti­k-, La­den- und Sor­ti­ments­kon­zept​s zurück­zu­führen. Ihre dies­be­züg­li­che Stra­te­gie ist ef­fi­zi­ent und klar auf die Haupt­be­dürf­nisse der Kun­den aus­ge­rich­tet. Mi­gros und Coop haben sich im Lauf der Zeit einen gros­sen Ruck­sack an Fix­kos­ten auf­ge­la­den. Die vie­len Gross-Ein­kaufs­zen­t​ren mit ihrer tie­fen Flächen­pro­duk­ti­vi​tät und das rie­sige Sor­ti­ment mit den hohen Be­wirt­schaf­tungs­k​os­ten sind heute ein Klotz am Bein der bei­den Gross­ver­tei­ler. Nur ihre starke Duo­pol-­Markt­stel­l​ung er­laubt ihnen wei­ter­hin die hohen Mar­gen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(4 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte March 2018

Jürg Wolfensperger

Jede​ Kartellstellung ist ungesund, für die Kunden wie für den Inhaber.


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20%
(5 Stimmen)
Karlos Gutier sagte March 2018

Die Konkurrenz war notwendig und tut gut, so waren die etablierten Läden gezwungen ihre zu hohen Preise doch etwas zu senken.


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60%
(5 Stimmen)
jan eberhart sagte March 2018

Warum Raiffeisen, Coop und Migros noch Genossenschaften sind, wenn nur um Kapitalismus geht und wenig um Hilfe für Selbsthilfe ist doch fragwürdig. Früher jedenfalls waren Börsengeschäfte nur etwas für die Reichen und nichts für das Fussvolk.

Wenn dazu noch ein beträchtlicher Teil im Ausland stattfindet, hat das wenig mit den Anfängen zu tun. Ob die Obrigkeit von Raiffeisen sich noch an die Grundsätze der Anfangszeit erinnert, sei mal dahingestellt.

Bei Aldi und Lidl einkaufen, damit deren Erben noch reicher werden? Nein Danke.


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67%
(3 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte March 2018

Nun,man muss das auch aus der geschichtlichen Warte aus sehen.Noch in den zwanziger Jahren war die Schweiz faktisch ein reines Agrar-Land mit zehntausenden von Mittel-bis Kleinst-Bauernbetrieb​en,Landbesitz zwischen 3 ha bis 12 ha.!Ja viele Betriebe vor allem in der Zentralschweiz gehören den Klöstern und Adeligen des "blauen Blutes"!("Heute noch!")Die damalige Arbeiterschaft arbeitete noch zum grossen Teil in der Textilindustrie,und zunehmend in einer expandierenden Maschinenbau-Industri​e.Jedoch die Löhne waren tief,und die Hälfte des Lohnes ging damals für das Erstehen von Lebensmitteln drauf.Dazu kam,dass die Wege zu Läden und Einkaufsmöglichkeiten​ oft weit waren und Autos hatten nur die ganz Reichen.Das Geschäftsmodell von Gottlieb Duttweiler zielte eben auf diese Kundschaft hin.Günstige Produkte anzubieten und sie dazu auch noch in die Dörfer und Weiler zu bringen mit ihren legendären Migros-Wagen.Auch Coop waren,wie der Migros aus der Not geborene Genossenschaften,die dafür sorgten,dass den Genossenschafts-Migli​eder günstigere und attraktivere Einkaufsmöglichkeiten​ geboten werden sollten.Mit der Zunahme der Mobilität,indem beinahe jeder ein Auto besass,und die verbesserten übrigen Nahverkehrsmittel beschleunigten später den Bau von grossen Einkaufszentren.Unter​dessen ist der Verkehr derart dicht,und darum die Wege zu diesen Einkaufstempeln nicht mehr so attraktiv,dass wieder vermehrt in den" Agglos", also sozusagen vor dem "Hauseingang" Einkaufsmöglichkeiten​ errichtet werden.Das hat dem VOLG ebenso wieder Auftrieb gegeben,wie den neuen "Playern" Aldi und Lidl,die vonAnfang an versucht haben,eben in diesen riesigen Neubau-Siedlungen "Fuss" zu fassen.Es sind nicht nur die preislichen Konditionen,sondern auch nahe,und kurzwegig mit Parkmöglichkeiten gleich am Eingang der Läden einkaufen zu können.


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