Abstimmungen, Initiativen > National > Volksabstimmung vom 10. Juni 2018: Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz),

Mich ärgert das Geldspielgesetz

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Das neue Geld­spiel­ge­setz är­gert mich nach wie vor, auch weil viele (bis jetzt) klar den­ken­den Men­schen die­ses be­für­wor­ten. An­dere wie­der­ho­len ste­reo­typ ihre an­ge­lernte Meinung.

Scheinbar ist das Geldspielen in der Schweiz ein Bedürfnis. Ich spiele nicht, ich kaufe aber auch keine Kleider im Internet. Die Anbieter der Geldspiele werden als Mafia bezeichnet, weil sie in der Schweiz keine Steuern bezahlen. Zalando zum Beispiel zahlt keine Steuern in der Schweiz, das stört niemanden, obwohl schweizerische Betriebe zu Grunde gehen.

Jetzt kommt man auf die Idee Internetsperren zu errichten, damit gewisse Homepages in der Schweiz nicht abrufbar seien. Erstens sind diese Sperren nichts wert und zweitens wird ungefähr das gleiche Geld ins Ausland fliessen. 

Dass man diese Anbieter ins Schweizer Boot holt, ist nicht vorgesehen, so könnte man Steuern legal verlangen. Diese wäre ja auch bereit. 

Man erhöht die Gewinne, die nicht steuerpflichtig sind bis zu einer Million und wird viele Steuereinnahmen verlieren.

Zudem sagt Frau BR Sommaruga: „ Geld, das in der Schweiz verspielt wird, soll hier allen zugute kommen.“ Die Kantone zahlen Beiträge aus den Lotteriefonds an verschiedene Institutionen. Diese Leistungen  sind öffentlich einzusehen. Die Kantone zahlen aber jedes Jahr namhafte Beträge ins Ausland, diese bleiben nicht im Inland. Das steht zwar den Kantonen frei, aber niemand soll behaupten, dass das Geld der Schweizer Bevölkerung zugute kommt.

Die Casinos werden ausländische Anbieter brauchen, um das Internetgeschäft zu betreiben, denn sie haben keine Erfahrung. Das wird nicht billig und viel Geld geht ins Ausland.

Auch an der Börse wird gewettet: „Put und call Optionen sind Wetten.“ Diese müsste man auch verbieten sofern sie das Ausland betreffen.

 Es ist klar, die Kantone wollen ihre Einnahmen retten. Das Mittel ist aber falsch und wird mehr kosten als es bringt. Zudem bringt es die Gefahr, dass die Sperren ausgeweitet werden.

«Das Gesetz überträgt die alten Regeln aus der Welt der Beton-Casinos einfach so auf das Internet und blendet die Entwicklung der letzten 20 Jahre aus.» W. Becher

 

Zudem müssten auch ausländische Spieler, die die Schweizerischen Angebote nutzen, nicht zugelassen werden. Das wäre konsequent und nicht eine Doppelmoral.

 Die meisten Parlamentarier, die das Gesetz verabschiedet haben, verfügen über geringe digitale Kompetenzen. Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken wirkt häufig alibihaft. Sie repräsentieren damit den grossen Teil der Bevölkerung, die einem Gesetz zustimmen dürfte, das kontraproduktiv wirken wird

 

Die Casinos überlegen sich jetzt schon die Aufstellung von Video lottery Terminals (VLT), was wiederum zeigt, dass es nicht darum geht Versprechen einzulösen, denn die Aufstellung solcher Apparate wird das Suchtpotenzial der Spieler um ein mehrfaches steigern und ist unkontrollierbar machen. Die Lotterie Romand stellt diese widerrechtlich schon auf. Erst mit dem neuen Gesetz wären sie erlaubt.

 Man wollte doch mehr für die Süchtigen tun und sie mehr im Blick behalten.(So die Aussagen der Befürworter) Aber das Gegenteil ist der Fall.

 

https://www.g​​ame-over.at/institut​/​presse/245_automate​nv​erbot_umgangen_lot​ter​ien_betreiben_hun​dert​e_automaten_in_v​erbot​slaendern

 

 

E​s sind Bestrebungen im Gange (Initiativen) um die Casinos ganz zu verbieten oder mindestens nur 1 Casino pro Sprachregion. Das würde die Suchtgefahr erheblich mindern.

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

Fie Unwissenheit hat gesiegt. Wie in einem Leserbrief geschrieben: Ich verstehe das neue Gesetz nicht, also mache ich was BR und Räte empfehlen. Naja, schade


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67%
(3 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

Stoppen wir die Casinolobby, die vielerorts in ausländischer Hand ist.
Stimmen wir nein zum neuen Geldspielgesetz
Nein​ zur Internetzensur !!
Nein zu ungenügender Prävention beim Glücksspiel !!
Nein zur Verringerung der Geldgewinnsteuer !!

Nein zum neuen Geldspielgesetz


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83%
(6 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

simsa zum Geldsoielgesetz:

E​rwartungsgemäss zeigte sich, dass viele Schweizerinnen und Schweizer bislang wenig Kenntnis vom Geldspielgesetz haben. Benjamin Fischer, Co-Präsident des Komitees, sagt dazu: «Das Geldspielgesetz ist der sprichwörtliche Wolf im Schafspelz. Unter dem Deckmantel des Spielerschutzes und der AHV-Sicherung werden die persönlichen Rechte und die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger massiv beschnitten. Darum ist es so wichtig, dass wir über die Vorlage abstimmen. Nur so kommt die dringend benötigte Debatte über unsere digitale Zukunft in Gang. Nur so erkennt das Stimmvolk, welche Folgen Netzsperren für die Wirtschaft haben.»

Mit dem neuen Geldspielgesetz will das Parlament der Bevölkerung zum ersten Mal mittels Netzsperren vorschreiben, welche Internetseiten in der Schweiz besucht werden dürfen. Sämtliche internationalen Anbieter von Online-Spielen sollen zum Schutz einheimischer Casinos für Schweizer User blockiert werden. Selbst Schweizer Start ups könnten keine Lizenz beantragen. Digitale Abschottung und Internet-Zensur nimmt das Parlament dafür in Kauf und ebenso den Umstand, dass das Gesetz weitgehend von den Casinos geschrieben wurde.

Wer ist simsa:
Die Internetindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig unseres Marktplatzes. Schweizer Internet-Unternehmen setzten jährlich 500 Millionen Franken um. simsa – Swiss Internet Industry Association- setzt sich für die Bedürfnisse dieses boomenden Sektors ein.


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86%
(7 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

Tom Lüthi unser Schweizer Motorradfahrer schreibt auf Twitter:
"Das Geldspielgesetz schottet die Schweiz ab und schliesst Unternehmen vom Wettbewerb aus. Abschottung hat im Sport keinen Platz, der Sport soll auch für Sponsoren aus dem Ausland attraktiv bleiben. Deshalb setze ich mich für ein faires Geldspielgesetz ein."
Im Gegensatz zu Herrn Candinas ist er der Meinung das dieses neue Gesetz dem Sport schadet.


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91%
(11 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

Nein Herr Knall, da liegen Sie falsch: Ich bin für die Interessen der Schweiz, deshalb will ich ein Gesetz, das auch etwas bringt. Mindestens sollte es das bringen, was es verspricht. Mit diesem Gesetz wird kein einziger Franken mehr in die Kassen der Schweiz fliessen. Es sei denn die Casinos in der Schweiz bauen ihre Angebote auch mit VTL aus. Damit werden mehr Süchtige produziert, die in diesem Gesetz nicht geschützt sind und der Staat (das heisst wir) müssen die Kosten tragen.


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20%
(15 Stimmen)
Hans Knall sagte June 2018

Unglaublich mit welcher Vehemenz sich hier die Gegner des Geldspielgesetzes wieder einmal ausschliesslich für die Interessen aus dem Ausland und gegen die Interessen der Schweiz einsetzen.

Hunderte von Millionen an ausländische Online-Casinos, hunderte von Millionen für Palästinensische Hass-Schulbücher, hunderte von Millionen zur Stützung von korrupten Süd- und Ost-EU-Kohäsionslände​rn, hunderte von Millionen an Sozialhilfe für ausschliesslich profitierende „Flüchtlinge“, hunderte von Millionen für „internationale Abzocker-Gemeinschaft​en“ (EU, UNO, NATO, IWF, Europarat usw).
Aber gleichzeitig Finanzierungsschwieri​gkeiten bei der AHV, der IV, den Pensionskassen, der Armee, der Landwirtschaft, beim Sport usw.

Man fragt sich: Welche Wertigkeit hat bei dieser Einstellung die Schweiz als Nation und als Gesamtheit ihrer National-Bürger eigentlich noch? Sind wir zum Zwangs-Service-Club für alle Nicht-Clubmitglieder verkommen?


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81%
(16 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte June 2018

Da ich nicht im Netz um Geld Spiele betrifft es mich direkt nicht, trotzdem ist es doch eine Frechheit vom EJPD mir vorschreiben zu wollen, wie und wo ich mein Sackgeld verdunsten darf. Ob durch Netzsperren oder überhaupt.

Will mir das EJPD etwa auch vorschreiben ob ich meine Kohle in Vegas verzocken darf oder in Monaco? Muss ich Helvetic Tours buchen, oder darf ich direkt im Hotel (via Internet) buchen, obwohl dieses der Schweiz keine Steuern zahlt, genau wie das Casino?

Aber wirklich abstoßend finde ich ja, sich den Schweizer Markt (der Süchtigen) ausgerechnet mit dem Argument der Suchtprävention, ganz für sich allein unter den Nagel reißen zu wollen. Bzw. das Politiker sich dafür ..... nennen wir es mal hergeben.

Offenbar​​ hat das EJPD nicht mitbekommen, dass wir in einer globalen, digitalen und multikulturellen Welt leben? Freier Welthandel, freier Personenverkehr, etc. Pipapo.... In einer modernen, aufgeklärten und Weltoffen Toleranz-Gesellschaft​​, ohne Gesicht, ohne Geschlecht, ohne Kultur, ohne Identität dafür mit WiFi und Original indischen Curry, von um die Ecke, weil die Welt ist ja ein Dorf!
Solange wir alle brav das Wachstum antreiben, im Mainstream marschiert und unser Sackgeld zuhause verdunsten. Oder verqualmen! Zwar wie geschlagene Hunde, frierend und im Regen, aber wenigstens geht die AHV dabei nicht leer aus. Und die Suchtprävention natürlich. Die uns zum Dank, grusigi Bildli auf die Packung drückt.

Was würde man uns wohl verkaufen, hätten wir keine AHV, unser Fass ohne Boden und keine Süchtigen mehr?





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87%
(15 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

https://www.hotelleri​esuisse.ch/de/pub/ser​vicenavigation/media/​2018/mm_geldspielgese​tz.htm


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87%
(15 Stimmen)
Otto Jossi sagte June 2018

Die Wirtschaftsverbände der Schweiz wehren sich gegen das Geldspielgesetz zum Beispiel svico:
https://www.s​wico.ch/de/home


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93%
(15 Stimmen)
paulo bernasconi sagte June 2018

Auch ich habe lange nachgedacht. Die Orientierung des Bundes ist wenig wert. Also habe ich mich mit einem IT Fachmann getroffen (übrigens SP). Er hat von diesem Gesetz abgeraten. Dann bin ich bei einem Kenner der Suchproblematik gewesen, auch dieser hat abgeraten das Gesetz anzunehmen.
Zudem ein Fianzexperte, auch abgeraten. Der Spler hat gesagt, dass viele aus der SP gegen das Gesetz sind, aber ihre Bundesrätin nicht desavuieren wollen.
IT Fachmann: Diese Sperren nützen nichts, werden aber kosten. Die Art und Weise der Auftsellung zeigt, dass Laien am Werk waren.
Suchtexperte:​ Keine Suchthilfe und auch keine Prevention, mit dem neuen Gesetz werden Süchtige sich vermehren und den Staat Gled kosten, Die Beiträge der Kasinos sind zu vernachlässigen.
Fin​anzfachmann: 1. kein Gewinn mti den Sperren, 2. Geld zum Fenster hianus geworfen durch besteuern erst ab 1 Million. Suchtbehandlung wird teuer, der Staat wird zahlen müssen (also Bürger)


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94%
(17 Stimmen)
Karlos Gutier sagte June 2018

Nach längerem Nachdenken und Diskutieren mit meinem Sohn sind wir zu Einsicht gelangt und stimmen Nein.


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