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Die Wahre Logik von Sparpolitik

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Habe mich ein wenig mit den Spar­vor­la­gen der letz­ten Jahre be­schäf­tigt und finde immer das glei­che Mus­ter: Es geht nie ums Spa­ren, es geht um die Ver­la­ge­rung von Kos­ten. Fan­gen wir beim Bund an, wenn er von Spa­ren re­det, meint er nie wirk­lich spa­ren, denn dann müsste er Büro­kra­tie und Ein­fluss ab­bau­en, was die ein­zig echte Spar­mög­lich­keit dar­stellt, wel­che wirk­lich nützt, aber lei­der von nie­man­den ge­wünscht ist (Vor allem nicht die täg­lich von Büro­kra­tie­ab­bau reden aber die­selbe stän­dig auf­blähen). Nein, wen der Bund vom Spa­ren re­det, meint er Ver­la­ge­rung der Kos­ten auf die Kan­to­ne. Diese sind die Leid­tra­gende und müs­sen dann auch spa­ren und wie spa­ren die Kan­to­ne? Rich­tig! Sie ver­la­gern die Auf­ga­ben auf die Ge­mein­den und diese haben dann wirk­lich echte Fi­nanz­pro­bleme und das spüren dann die Bür­ger, weil die Kos­ten nicht ge­spart son­dern ver­la­gert wur­den, dann wer­den sie halt ver­mehrt zur Kasse ge­be­ten und da nicht alle dies zah­len kön­nen lan­den die «­ge­spar­ten» Kos­ten beim So­zi­al­amt. Fa­zit: alles was ge­spart wird, er­höht, wenn Spar­po­li­ti­ker rech­nen könn­ten, im End­ef­fekt nur die Aus­ga­ben des So­zi­al­am­tes. Ge­spart wird kein Rap­pen nur ver­la­gert. Das ginge ja noch, denn wenn wir ehr­lich wären wüss­ten wir, dass wir in Geld schwim­men und es uns leis­ten könn­ten. Hinzu kommt, dass die Bür­ger nicht nur zur Kasse ge­be­ten wer­den. Nein, die Spar­po­li­tik ver­ur­sacht viel Leid und er­höht die Aus­ga­ben der So­zialäm­ter noch mehr, Am Schluss kann fest­ge­stellt wer­den, dass Spar­po­li­tik un­glaub­lich viel kos­tet aber nichts bringt. Man könnte ja auch bei der Ent­wick­lungs­hil­fe​, bei all den un­nöti­gen Bei­trä­gen an in­ter­na­tio­nale In­sti­tu­tio­nen bei der Mi­gra­ti­ons­hilfe spa­ren! Das brächte Ruhe in der Be­völ­ke­rung baute Frust ab, aber auch das will nie­mand, den oft wären dann Kon­zern­in­ter­es­se​n be­trof­fen und diese Kon­zer­ne, die uns nur kos­ten aber viel we­ni­ger brin­gen als die Meis­ten den­ken wer­den ver­göt­tert und gehät­schelt. Man er­spart ihnen Steu­er­zah­lun­gen!


Kommentare von Lesern zum Artikel

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60%
(5 Stimmen)
Ernst Jacob sagte Vor 31 Tagen

Und ich gab meine unmassgebliche Meinung dazu bereits hier:
http://www.pol​itnetz.ch/artikel/236​39-die-wahre-logik-vo​n-sparpolitik


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89%
(9 Stimmen)
Alex Müller sagte July 2018




Es ist nicht zwingend so, dass bei Kostenverlagerungen gleich ein Teil der Bürger "arm" wird. Hingegen gibt es seit einiger Zeit verschiedene Bestrebungen in Gemeinden, die Erhöhung des Steuerfusses möglichst zu vermeiden. - Das kann zu Fehlern führen, wie es in unserer Gemeinde passierte. An der Gemeindeversammlung präsentierte der Finanzvorstand ein Jahresrechnung, welche dadurch geschönt wurde, dass ein (noch nicht realisierter) Landverkauf in den Einnahmen verbucht wurde (um den Steuerfuss nicht erhöhen zu müssen). Es wurde zwar als eine Schlaumeierei gesehen. Und die Bürger waren vorerst froh, dass der Steuerfuss dadurch gleich bleib. Doch der Bezirksrat rüffelte den Buchhaltungstrick der Gemeinde. Das führte im folgenden Jahr zu vier Punkte höherem Steuerfuss statt einem.
- Ein grössere Wirkung hat der Steuerwettbewerb, der inzwischen in der ganzen Schweiz tobt. Die Idee, durch besonders gute Angebote Investoren und zahlungskräftige Bürger anzulocken, verführt auch Gemeindemitglieder zu unsolidarischem Handeln. Es gibt schon Vorschläge an Gemeindeversammlungen​​, darauf zu achten, dass man "wenn möglich" reiche Leute "anlockt" um den Steuerfuss tief zu halten. Doch die Rechnung geht nicht auf. Wenn dann, wie bei uns passiert, zwei ganz Reiche - nach Jahren - wo anders hinziehen, so steigt der Steuerfuss gleich um mehrere Punkte. Aber im Ernst ! Arm wurden wir dadurch nicht. Die Schweiz hat Europaweit die kleinsten Steuern. Schlimmer ist, wenn ein grosser Arbeitgeber seinen Betrieb schliesst. Dann landen die älteren Mitarbeiterinnen tatsächlich nach einer gewissen Zeit beim Sozialamt.



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92%
(12 Stimmen)
Emil Huber sagte July 2018

Es ist eben ein Schwarz - Peter Spiel, wo jede Stelle der anderen die Kosten zuschieben will.
Privatwirtscha​ft dem Staat, eine Gemeinde der anderen Gemeinde, ein Kanton dem anderen Kanton.
Am Ende erhöht die Sparerei gar die Kosten, da Abklärungen, Expertisen, medizinische Untersuchungen, gerichtliche Verfahren etc. benötigt werden, um nun abzuklären, welche Stelle nun die Kosten zu tragen hat.

Gemeinden wollen preisgünstigen Wohnraum abreissen, weil dieser angeblich zu viele Sozialfälle anzieht.
Wir opfern unser angeblich freies Leben einem engen Korsett der Zahlenwelt.

Wie hiess es im Nachruf des verstorbenen Pfarrers E. Sieber treffend:

"Er dachte in Menschen, nicht in Zahlen"



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