Abstimmungen, Initiativen > National > Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative),

Die Schweiz ist kein Versuchskaninchen!

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Wer sich mit der so ge­nann­ten Voll­gel­di­ni­tia­ti​ve be­fasst, stösst auf Be­griffe wie Geld­schöp­fung, Zen­tral­ban­ken­geld​, Ge­schäfts­ban­ken-­B​uch­geld, Sicht­gut­ha­ben, Geld­men­gen­steue­ru​ng usw. - Wer dabei miss­trau­isch wird, liegt völ­lig rich­tig. Es ist tatsäch­lich schwie­rig, das Durch­ein­an­der die­ser In­itia­tive ein­fach zu er­klären. Hier ein Ver­such: Die In­iti­an­ten wol­len, dass jeg­li­ches Geld, das Ban­ken ent­ge­gen­neh­men oder als Kre­dit ver­ge­ben, voll­um­fäng­lich auch bei der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank vor­han­den sein muss.

Sie vermitteln damit den falschen Eindruck, dass Banken - quasi aus dem Nichts - beliebig Geld schöpfen können. Das ist nachweislich nicht der Fall, sonst wäre ja noch nie eine Bank in einen Engpass geraten. Eine Bank kann einem Kunden nur Geld ausleihen, das ihr von einem anderen Kunden anvertraut worden ist. Wenn dies nun komplizierter und schwerfälliger werden soll, dann führt das zu restriktiveren und vor allem teureren Kreditvergaben. Weniger Kredite bedeuten weniger Investitionen. Teurere Kredite führen zu höheren Kosten. Höhere Kosten führen zu höheren Preisen. Und so würde das Dilemma seinen Lauf nehmen.

Dies alles solle die Nationalbank stärken, wobei ausgerechnet sie genau dies nicht will. Bei näherer Betrachtung würde die Initiative vor allem eine unnötige Bevormundung der Nationalbank bedeuten. Und sie selber betont, dass sie sämtliche Mittel und Instrumente habe, die sie für die Bewältigung ihrer wichtigen Aufgaben brauche. Wir als Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind vor allem angehalten, der Autonomie unserer Nationalbank Sorge zu tragen. Und wir sollten nicht versuchen, etwas zu reparieren, das gar nicht kaputt ist.

Auch das Versprechen, künftige Krisen zu verhindern, würde die Initiative nicht halten können. Krisen entstehen aufgrund von Fehleinschätzungen, übertriebener Gier, spekulativen Risiken. Und man macht die Dinge nicht sicherer, indem man alles auf den Kopf stellt. Die Vollgeldinitiative will Probleme lösen, die gar nicht existieren. Sie ist ein unerprobtes Experiment, das bisher kein Land auf der Welt durchgeführt hat. - Wir sollten deshalb darauf verzichten. Denn unser Land ist kein Versuchskaninchen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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47%
(15 Stimmen)
Thomas Binder sagte May 2018

Nur ganz bestimmt Persönlichkeitsgestri​ckte können derart lügen ohne rot zu werden:

UBS Ermotti weiss nicht wie Geld entsteht!
https://ww​w.youtube.com/watch?v​=5m5ifQV4aIg


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63%
(16 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte May 2018

Erinnert sich jemand der Mitleser/Mitschreiber​ an Island? Dieses Land erlebte jüngst einen Kollaps und stellt(e) eine Kommission zusammen, welche an einer Vollgeldreform im Inselstaat arbeitet. Dies könnte man in die Vollgeld-Initiative einbeziehen … Links dazu: https://www.contra-ma​gazin.com/2016/06/vol​lgeld-island-will-den​-banken-die-giralgeld​schoepfung-verbieten/​ und https://de.wikipedia.​org/wiki/Vollgeld-Sys​tem


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55%
(20 Stimmen)
Emil Huber sagte May 2018

Island ist bereits weiter:

Während die Schweizer noch Anhänger des Vollgeldes für einen Volksentscheid zusammentrommeln, stellte man in Island bereits eine Kommission zusammen, welche an einer Vollgeldreform im Inselstaat arbeitet.

"Ein Abgeordneter der regierenden Fortschrittspartei hat einen Bericht mit dem Titel "Ein besseres Geldsystem für Island" verfasst. Für den isländischen Regierungschef, Davíð Gunnlaugsson, ist dieser ein wichtiger Beitrag für die bevorstehenden Gespräche, mit denen die Inselrepublik ihre Geldpolitik reformieren möchte. Dies stellt quasi eine Revolution des Geldsystems dar, zumal kein anderer Staat der Welt das Vollgeldsystem praktiziert, sondern vielmehr die Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken als gegeben akzeptiert wird.

Dabei handelt es sich jedoch faktisch in jedem Land um einen Bruch geltender Gesetze, zumal eigentlich nur die Notenbanken zur Ausgabe von Geld (gesetzlichen Zahlungsmitteln) ermächtigt sind. Das heißt: Rein vom legalen Standpunkt aus sind ausschließlich Banknoten und Münzen echtes Geld, welches (mehr oder weniger uneingeschränkt) angenommen werden muss, während das Giralgeld der Banken faktisch nur so lange einen Wert besitzt, wie es auch in Banknoten und Münzen gewechselt werden kann. Im Falle eines "Bankruns" kann dies jedoch dazu führen, dass die Menschen insgesamt bis zu 95 Prozent ihrer Bankguthaben verlieren – denn normalerweise sind (je nach Land) höchstens fünf bis zehn Prozent des gesamten Geldvermögens in Form von Banknoten und Münzen vorhanden. In Schweden oder Dänemark, wo kaum noch Bargeld verwendet wird, dürfte der Satz sogar bei unter 2 Prozent liegen.

Besonders problematisch am Giralgeldsystem ist der Umstand, dass die Zentralbanken somit jegliche Kontrolle über das Geldwesen verlieren und nur noch beschränkt (z.B. Leitzins oder Mindestreservesatz) Einfluss nehmen können. Zudem sorgt dieses Geldsystem für verstärkte Verwerfungen auf den Kapitalmärkten, da sich die Geldmenge beinahe unkontrolliert ausweiten kann. Es zeigt sich auch in der jüngeren Geschichte, dass sich seit dem Ende des Bretton-Woods-System und der Goldbindung der Währungen das Wirtschaftswachstum und das Kreditwachstum deutlich von einander abgekoppelt. Es werden – vor allem angesichts der aufgeblähten Kapitalmärkte – immer größere Kreditsummen benötigt um entsprechende Wachstumsraten in der Realwirtschaft zu erzielen. Das Resultat: Seit damals wurden laut Internationalem Währungsfonds (IWF) in 114 Ländern ingesamt 147 Bankenkrisen gezählt.

https://w​ww.contra-magazin.com​/2016/06/vollgeld-isl​and-will-den-banken-d​ie-giralgeldschoepfun​g-verbieten/


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44%
(18 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2018

Daumen nach unten Drücker, die Illusionisten der Neuzeit! Bedenklich aber leider wahr.

Geld darf kein Delkredererisiko tragen darum JA für die Initiative damit der Weg zum Ziel, unten dargestellt, führen kann? Geld bleibt Geld. Die Zentralbank schöpft es mit zusätzlichen gesetzlichen Zahlungsmitteln mit Krediten an die Geschäftsbanken. Wenn die Wirtschaft zu wenig Kaufkraft erhält, trägt die Zentralbank die Verantwortung! Die Kreditkosten können wegen der Systemänderung nicht steigen, weil Geldschöpfung wie vorher, wie denn sonst, aus dem Nichts vorgenommen wird.

Die fast unglaubliche Abwicklung bei der Sparkasse in Thun aus 1991, beruht auf der Marktpreisbewertung, erfunden von den Ökonomen aus der fragwürdigsten Denklehre! Bei Immobilien muss eine Marktpreisbewertung als ungeheuerlich Spielform verstanden werden. Einige Jahre spatter, die Bank wäre noch am Leben! Chiasso und SKA z.B. wurde eine Erfolgsgeschichte.

Die Geldschöpfung seit jeher aus dem Nichts umgesetzt, vom Gesetzgeber diktiert, darf niemals ein Delkredererisiko tragen. Zudem ist es im Sinne des Systems nicht zu verantworten, dass die Banken die Rechtsnatur Aktiengesellschaft führen und Eigengeschäfte tätigen dürfen.

Erklärungs​versuch: Es grenzt an Idiotie zu glauben, dass man Leben kann bevor man geboren wurde? Das Schneeballsystem Manövriermasse oder Liquidität, erzeugt die Illusion, dass die Banken aus Kundenguthaben, Kredite gewähren, dabei hat die Abwicklung die gleiche Auswirkung, wie wenn es nur eine Bank geben würde. Die Schöpfung entsteht aus Krediten und Eigengeschäften der Banken. Umgekehrt ist nicht möglich! DENKEN könnte helfen?


Der Gesetzgeber hat den Betrug legalisiert indem er erst 1998 gesetzlich festgelegt hat, dass nur die Geldschöpfung der Zentralbank mit den Geschäftsbanken, mittels Eigengeschäften (sollte jedoch nicht erlaubt sein) als gesetzliches Zahlungsmittel zu gelten hat. Weil das Guthaben, die Höhe bestimmt einzig die Zentralbank, nicht dem Delkredererisiko unterliegen kann (Bankgirokonten hin und her-Geschiebe im Hause der Zentralbank), sind die Konstrukteure der Ansicht die Geldschöpfung korrekt umgesetzt zu haben. Natürlich nicht, nur eine Judikative in "verordneter" Agonie kann die Zustimmung geben. Das von den GB geschöpfte Buchgeld ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, aber enthält eine Option auf das ZB-Geld! Wenn eine Bank Pleite geht, sind die vom Gesetzgeber diktierten Menschen selber Schuld! Ungeheuerlich aber reinste Wahrheit!

Die Regierenden, siehe U, Maurer und M. Landolt, diese Lakaien der Ökonomie, werden im Einvernehmen der Judikative, zusammen mit den Medien (SRF Projer uvam) auf der Basis der Betrugslehrmeinung wonach Kredite aus Guthaben gewährt und eine Transformation zwischen Sparen und Kredite bestehen würde, ihr Gelabber abhalten. HUMBUG = BETRUG!
In der Anmoderation zur Sendung vom 11.05.18 redet Projer auch noch von Verleihen! Die Tagesschau hat nun nach meinen Interventionen, am 04.05. das Vollgeld endlich richtig dargestellt.



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38%
(16 Stimmen)
Thomas Binder sagte May 2018

Das gesamte System, in welchem wir Westler heute leben, der asoziale Neoliberalismus, ist das Ergebnis einer Verschwörung der 1947 am Genfersee gegründeten Mont Pèlerin Society mit superreichen Psychopathen, im Osten Oligarchen, im Westen Philanthropen genannt, die tausende Think tanks und NGOs finanzierten, um ihre Psychopathie - der "Homo oeconomicus" ist medizinisch der "Homo psychopathicus" - zuerst den Universitäten und, nach durchschlagendem "Erfolg" ihres Testlaufs in Chile (Pinochet, CIA, Chicago Boys) - innerhalb weniger Jahre vervielfachten die reichsten Chilenen ihr Vermögen während die übrigen Chilenen verarmten - der gesamten westlichen Gesellschaft als kollektive Psychopathie überzustülpen. Sobald wir dies verstehen, verstehen wir den immer noch grösser werdenden nationalen und globalen Wahnsinn, der für uns alle (lebens)gefährlich geworden ist.

Max Uthoff und Claus von Wagner, zwei wunderbare Menschen mit Hirn, Herz und Rückgrat, am 07.11.2017 in der ZDF-Anstalt ;) :

https://www.zdf.​de/comedy/die-anstalt​/die-anstalt-vom-7-no​vember-2017-100.html


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28%
(18 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2018

Richtig ich habe das bestehende Geldsystem während meiner Aktivzeit, einfach aus Wissen aus betreuter Bildung übernommen. Hätte mich damals jedoch jemand auf die Denkfehler hingewiesen, ich hätte die Angelegenheit, wie heute hinterfragt und die Denkfehler ausgemistet!

Das Schneeballsystem Manövriermasse resp. Liquidität Spiel der Zentralbanken mit wenigen Grossbanken habe ich nicht begriffen. So habe ich einfach festgestellt, dass bei Zunahme der Kundenguthaben, natürlich das Bankgirokonto bei der Zentralbank auch erhöht wurde. So konnte einer bankübergreifenden Auswirkung eines Kredites nichts mehr im Wege sehen, ausser die Bonität des Kunden?
Somit wurden meine Sinne systembedingt in die Irre geführt. Ich meinte aus Kundenguthaben seien Kredite erst möglich. DUMMHEIT PUR!

Sie begreifen, ich bin lernfähig, was die Ökonomen, Regierende und Bevölkerung leider nicht sind? Siehe die gläubigen Daumen nach unten Drücker, welche nicht lernen wollen.

Das Vollgeld sichert das Geld, das ist im Sinne des Geldsystems. Betrüblich ist es aber, dass die Initianten dem Betrug der Fakultät Ökonomie weiterhin folgen. Kredite und Investitionen aus der GB-Geldschöpfung ist nicht möglich, nur das Schneeballtricksystem​ Liquidität auf Konten der Zentralbank, ermöglicht das hin und her Schieben. Würden die Eigengeschäfte nicht möglich sein, wäre der Saldo der Transaktionen immer Null! Die eine Bank ist im Soll die andere Bank im Haben. Verzinsung und fertig.

Es gibt keinen einzigen Grund, warum die Debetzinsen ansteigen sollen. Kundengeldkontoguthab​en werden im Vollgeld nicht verzinst und die Nationalbank übernimmt praktisch alleine die Refinanzierungsrolle.​ Die Rechtsnatur AG kann gelöscht (Renditeparasiten sind nicht notwendig), die Eigengeschäfte verboten werden.
Besser wäre die Konzentration der Geldschöpfung auf die Zentralbank (Risiko und Finanzierung) und Verwaltung auf die Geschäftsbanken.
Die​ Teilnahme am Geldspielwarenmarkt ist einzig Nichtbanken möglich!



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41%
(17 Stimmen)
Thomas Binder sagte May 2018

Bei allem Respekt mit Verlaub, werter Herr Landolt, ich sehe es ganz anders, nämlich so:

https://www.vi​mentis.ch/dialog/read​article/vollgeldiniti​ative-ja-natuerlich-i​ch-bin-doch-nicht-blo​ed/


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36%
(22 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte May 2018

Ein Land, das in Wirtschaftsfragen und anderen destabilisierenden Umständen wie Arbeitsfrieden, Korruption usw. sozusagen mit dem Rücken zur Wand steht, würde ich eine Massnahme wie es die Vollgeldinitiative erstrebt, halbwegs verstehen.

Als Deutscher Staatsbürger bin ich erstaunt und irritiert, dass die Weltmeister in Stabilität der Wirtschaft und der Politik, sowie in Diplomatie und in Sicherheitsfragen für ihre Bürger, kann ich die Initianten dieser Initiative in keiner Weise verstehen.

Für die Schweizer hoffe ich nur, dass sie wuchtig bachab geht.



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50%
(18 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte May 2018

Mein Studium umfasste Vorlesungen in Mathematik und Physik sowie Volkswirtschaft (Nebenfach). Dabei sah ich grosse Unterschiede in diesen drei Fachbereichen. In der Mathematik und in weiten Bereichen der Physik lassen sich viele Aussagen beweisen. In der Volkswirtschaft (= Nationalökonomie) sind es die Erfahrungen, die neue Erkenntnisse bringen. Die Annahme der Vollgeldinitiative würde die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes stark verändern. Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen.


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63%
(16 Stimmen)
Emil Huber sagte May 2018

Private Banknoten führten zu Problemen

«Vor 1891 stellten in der Schweiz fast 40 Geschäftsbanken eigene Banknoten her. Von diesen privaten Banknoten gab es bald einen problematischen Wildwuchs. Das Stimmvolk reagierte konsequent. Gegen den Widerstand der Banken wurde mit einer Volksabstimmung die Gründung der Schweizerischen Nationalbank entschieden. 1907 nahm sie ihren Betrieb als Bank des Souveräns auf. In der Botschaft schrieb der Bundesrat in etwas umständlichen aber deutlichen Worten, weshalb er die Geldherstellung nicht mehr den Banken überlassen wollte: 'Es wurde stets anerkannt, dass es im Hinblick auf die Souveränität leichtsinnig wäre, ein Kreditinstrument wie das einer Emissionsbank in die Hände einer Finanzoligarchie zu legen, ihre Mittel an sie abzugeben und damit zu ermöglichen, dass das öffentliche Interesse versklavt und privaten Interessen geopfert wird.' Auch die Liberalen empfahlen damals, das alleinige Recht zur Geldschöpfung dem Souverän zu übergeben.» (Zitat aus der anschliessenden Medienmitteilung)
Alles einfach vergessen?
«Inzwischen stellen die Geschäftsbanken die Mehrheit unseres Geldes wiederum selbst her: das elektronische Geld auf unseren Konten (das sogenannte Buch- oder Giralgeld, Red.). Es wird von den Banken virtuell aus dem 'Nichts' hergestellt und macht heute 90 Prozent der Schweizer Geldmenge aus. Nur noch 10 Prozent sind Bargeld von der Nationalbank. Die Geschäftsbanken stellen eigenes Geld her, um damit selber Finanzprodukte und Immobilien zu kaufen oder Kredite zu vergeben.»

https://www.infos​perber.ch/Artikel/Wir​tschaft/Vollgeld-Vers​tandnis-Erklarung


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58%
(19 Stimmen)
Urs Gassmann sagte May 2018

Anhand des Titels dieser Aufrufs scheint das Hauptargument der Initiativgegner darin zu bestehen, dass wir uns weiterhin nach der weltweit üblichen Praxis richten sollen. Das ist grundsätzlich falsch, denn es geht wider den Pioniergeist. Wie manchmal kommt es vor, dass es alle falsch machen, und dann komme ein einzelner, der den richtigen Dreh herausgefunden hat und eine Revolution auszulösen vermag.

Im weiteren spricht Herr Landolt die bei Annahme der Vollgeldinitiative entstehende Teuerung der Kredite
an. Nun, ich bin mitnichten ein Kreditnehmer; weniger Kredite bedeuten auch weniger Investitionen. Und
gerade diese Konsequenz halte ich für erstrebenswert. Weil zur Zeit die Kredite äusserst billig sind, wird
investiert, was das Zeug hält – deutlich sichtbar etwa an der überbordenden Bautätigkeit und somit Zubetonierung der Schweiz. Sowohl ein ausuferndes Kredit-Regime als auch überstürzte Investitionen, wie
sie gegenwärtig vorherrschen, sind grundsätzlich ungesund.

Herrn Landolts Ausführungen überzeugen nicht, und ich bin somit geneigt, die Initiative zu befürworten. Als
Laie bin ich, wie übrigens viele Bundesparlamentarier auch, überfordert darin, die wortreichen Begrün-dungen der Initiativgegnerschaft​ gänzlich zu verstehen; jedenfalls werden deren Argumente stets im Konjunktiv formuliert. Die trägen Funktionäre fürchten eine Abkehrung vom alten Tramp wie der Teufel das Weihwasser. Fest steht, dass allfällige negativen Folgen eines Vollgeldsystems nicht absehbar sind. Ich plädiere deshalb für die Annahme dieser Initiative. Wir hätten so die Gelegenheit, zu erfahren, wie es wirklich herauskommt. Geriete das neue Finanzregime wirklich zu einem Tort, so liesse sich der neue Verfassungsartikel später immer noch korrigieren oder gänzlich beseitigen; auch unsere Verfassung ist nicht in Stein gemeisselt.




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57%
(14 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2018

Wenn die Regierenden die Auswirkungen einer Annahme der Initiative nicht einschätzen können, so ist das ehrlich, weil sie können das Geldsystem, wie Herr Martin Landolt, deutlich zeigt, nicht verstehen. Es ist einfach ein beauftragter Versuch, das gesetzliche Zahlungsmittel nicht zu sichern, damit die Spielformen, kreiert von den Ökonomen, beibehalten werden können.

Mit natürlicher Intelligenz könnten ein Anzahl, unnötige auch hochdotierte Arbeitsplätze verschwinden.

In der von der Fakultät Ökonomie erfundenen Geldflussrechnung, wird die Beschaffung über die Passiven ermittelt. Für Nichtbanken richtig. Jedoch für das Bankensystem, als die wahren Geldschöpfer ist es natürlich umgekehrt. Die Beschaffung erfolgt über die Aktiven (Kreditvergaben und Investitionen und die Verwendung ist in den Passiven ersichtlich. Die genannte Lehrmeinung wird in den Geschäftsberichten, weltweit falsch dargestellt. Es wird auch von Ausleihungen geschrieben, welche es nicht geben kann!

Es ist mir völlig bewusst, dass die Wasserträger der Regierenden und Wirtschaftsprofessore​n, aus Loyalität den Daumen nach unten drücken, jedoch nicht in der Lage sind, ihre Meinung darzustellen.


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50%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2018

Mit dieser Initiative sollten die Menschen längst erkannt haben, dass ein Delkredererisiko beim gesetzlich vorgeschriebenen Zahlungsmittel nicht korrekt sein kann. Die Judikative in tiefster verordneten Agonie!
Die Bevölkerung hat es in der Hand, eine Zäsur der Spielformen, kreiert von den Ökonomen, durchzusetzen! Eine natürliche Intelligenz.

Gelds​chöpfung im Vergleich einer sinngemässen Umsetzung zu den geltenden unsinnigen Spielformen, kreiert von der Fakultät Ökonomie mit Zustimmung des Gesetzgebers. Die Erkenntnisse der Teilnehmer, interessieren mich sehr, weil aucch der in der Verfassung verankerte Artikel, betreffend der Beteiligung an den Gemeinwohlaufgaben nach individueller Leistungsfähigkeit, steht nicht im Einklang mit der Auswirkung des Geldsystems in der arbeitsgeteilten Wirtschaft.

Das Bankensystem hat von Gesetzes wegen die Geldschöpfungs-Pflich​t. Im Geiste dieser Schöpfungspflicht hat das System zusätzlich den internen und bankübergreifenden Zahlungsverkehr sicherzustellen. Es ist ihm unter Strafe untersagt, einerseits die Rechtsnatur Aktiengesellschaft zu wählen und andererseits mittels Eigengeschäften, in jeglicher Form, am Kapitalmarkt teilzunehmen. Diese gesetzliche Geldschöpfung enthält kein Delkredererisiko. Die faul gewordene Geldschöpfung ist in erster Linie mit den Bankgewinnen zu verrechnen. Darüber hinaus kann eine mögliche „Negative Geldmenge“ mittels Negativzinsen mit hohen Kundenguthaben verrechnet werden. Das Bankensystem kann demzufolge nicht in Konkurs gehen!

Die Geldschöpfung hat im eigentlichen Sinne, der Wirtschaft Produktivkraft zu folgen. Aus den Kreditvergaben entstehen die Kundenguthaben welche nicht zwingend zu verzinsen sind. Das Bankensystem erfüllt im eigentlichen Sinne ein Treuhandderivat, weil es keinen direkten Einfluss auf den Rückfluss zum Kreditnehmer (Geldvernichtung), nehmen kann.

Aus dem Buchungsvorgang der Geldschöpfung heraus, ist klar erkennbar, dass die Tilgung des Kredites, systemimmanent nur bei Guthaben - Umlage möglich ist. Der bankübergreifende Zahlungsverkehr wird über Bankgiro - Ausgleichskonten bei der Zentralbank abgewickelt. Die Salden sind sinngemäss zu gleich hohen Sätzen zu verzinsen. Die Devisengeschäfte werden systembedingt automatisch über die Zentralbank abgewickelt.

Dem Staat, als Währungshüter, sollen die Gemeinwohlbudgets jeweils schulden- und zinsfrei zur Verfügung gestellt werden. Der Rückfluss, nicht Bezahlung, ist zur Preisstabilität und Ausgewogenheit, zuzuordnen



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54%
(13 Stimmen)
Emil Huber sagte May 2018

Lesenswerter Textauszug:

7. Die Doppelmoral

Warum schwatzen die Politiker, den 90 Prozent Lohnabhängigen ständig den Kopf voll: «Weil ihr immer älter und zahlreicher werden, müsst ihr länger arbeiten und produktiver werden, wenn ihr im gleichen Niveau wie bis anhin in Pension gehen wollt. Der AHV und den Pensionskassen gehe das Geld nämlich in Bälde aus. Damit dies nicht eintrete, müsse der Güteroutput zusätzlich durch höhere Arbeitnehmerzahlen vergrössert werden. Güteroutput der als Basiswert der notwendigen Geldmittel zur Deckung der zukünftigen Altersvorsoge dienen werden» Dies eben; weil gemäss der Mainstream-Theorie der Wert der Geldmittel im direkten Verhältnis zu den produzierten Gütern steht. Bei jeder Diskussion um das «wie Weiter» mit unseren Altersvorsogen, wird dieses Argument von den Konservativen und Liberalen Kräften, Mantra massig «aus Nichts kommt nichts» wiederholt.
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Dass aber die Geldschöpfung ohne Wertschöpfung in der Finanzwirtschaft in dreihundertfach grösserem Ausmass von Statten geht, erwähnen diese nicht. – Wo bleibt da der Gegenwert? – Wo bleibt da das Vertrauen in unser Wirtschaftssystem?
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​Warum glaubt die Bevölkerung weiterhin an den Wert des Geldes, wenn die Einen, nennen wir sie die Outsider, – weil sie den Durchblick nicht haben und absichtlich von der Mainsteampresse desinformiert werden, – vorgängig des Konsumierens mühselig Werte erarbeiten müssen und die Anderen, nennen wir sie die Insider, zum Konsumieren der gleichen Ware welche durch die Outsider geschaffen wurden, keine Werte schöpfen mussten. – Diese Geschichte ist doch schlecht erzählt. – Wo sind da die Bemessungsgrundlagen,​ dazu gibt es nur eine Geisteshaltung; nämlich die Empörung.

http://m​atthias.ch


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17%
(12 Stimmen)
Werner Nabulon sagte May 2018

Die Idee zur Vollgeld initiative kommt woher? Man will uns vor Finanzkrisen schützen, was der Gesellschaft und der Wirtschaft dient.
Ein psychologisch rechts Simples Prinzip, man will uns vor einer Gefahr, Kriese beschützen. Anders gesagt Angstmacherei. Du hast Angst vor etwas, Ich habe die Lösung dafür.
Das Problem ist aber ganz allgemein der Umgang mit Geld. Was mit dem Geld gemacht wird. Da kommt Machtgeilheit Grössenwahn dazu.
Da glaub ich nicht, dass man mit der Initiative etwas ändert. Ausser, dass Kredite sollte man welche Brauchen, massiv teurer werden. Ich bezweifle, dass es dem Volk nutzt.
Deshalb ein klares Nein.




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