Abstimmungen, Initiativen > National > Reform Altersvorsorge 2020,

AV2020: Mehr geht nicht. Weniger dürfen wir nicht.

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Man kann über die «Al­ters­vor­sorge 2020» end­los kom­pli­zierte Dinge schrei­ben, und sie um­fasst tatsäch­lich ein paar sehr kom­plexe In­hal­te. Den­noch ist es ei­gent­lich ganz ein­fach: Wer nichts ver­än­dern will, wird auch ver­lie­ren, was er be­wah­ren möch­te. Und wer nicht be­reit ist, halt auch mal den berühm­ten klei­nen Fin­ger zu rei­chen, der be­wegt sich ü­ber­haupt nicht mehr. Auch ist die Frage wenig hilf­rei­ch, wer jetzt genau wie stark be­trof­fen ist. Un­sere Vor­sor­ge­werke hät­ten oh­ne­hin nie ge­schaf­fen wer­den kön­nen, wenn jeder immer nur für sich ge­schaut hät­te...

Und ja: Wenn ich ganz alleine auf dem Reissbrett meine eigene Reform - entlang von klaren ökonomischen Fakten - hätte entwerfen dürfen, dann sähe diese anders aus. Aber das ist Theorie und bringt uns nicht weiter. Vielmehr entspricht es einer Tatsache, dass dieses Land seit über 20 Jahren keine Reform der Altersvorsorge mehr gesehen hat. Keine! - Und es entspricht ebenfalls einer Tatsache, dass wir hier auf einen Kollaps hinsteuern, wenn nicht bald etwas geschieht.

Und ja: Diese Reform mag nicht perfekt sein; aber sie ist eine Reform. Sie ist ein pragmatischer Kompromiss, für den im Parlament hart gerungen worden ist. Mehr geht im Moment nicht; weniger dürfen wir nicht. - Und nein: Diese Reform löst nicht sämtliche Probleme. Aber sie bringt uns einen Schritt weiter. Zudem gewinnen wir Zeit und ebnen den Weg für weitere Reformschritte. - Und ja: Solche werden nötig sein.

Ein Verzicht auf diesen ersten Reformschritt verunmöglicht weitere Reformen. Dann wird der Reformstau derart erdrückend, dass er die Zukunft unserer Altersvorsorge fundamental gefährdet. Deshalb sollten diejenigen, welche diese Reform mit Vehemenz bekämpfen, unbedingt an die nächsten Generationen denken - und nicht einfach nur an die nächsten Wahlen...


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]



64%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte August 2017

Auch wenn ein weiterer orthodoxe Politiker, seine Meinung aus betreuter Bildung zum Besten gibt, es wird nicht richtig. Herr Landolt, wir verändern gar nichts, sondern setzen das Lügenspiel mit anderen Tarifen fort.

Wie kann man diese Flickschusterei als Reform bezeichnen?


Betrachten Sie es bitte nicht als Belehrung, sondern einfach nur als Denkanstoss!

Der zugeordnete Geldgegenwert der Arbeit/Leistung mit welchem der individuelle Lebensunterhalt abgedeckt wird, besteht aus dem sog. Netowert! Die Pflichtleistungen werden zur Umlage (Geldkreislauf) als Spielform zum Netto addiert. Dieser Rückfluss könnte zwischen Wirtschaft und Staat, direkt abgewickelt werden. Schlanker Staat, Kontrolle erhöhen und Administration stark abbauen würde als sehr guten Nebeneffekt die Hetze verunmöglichen.

Die Wirtschaftsleistung kennt weder das Renteneintrittsalter,​ Demografie noch den Generationsvertrag als monetäre Leistung. Wenn die Begriffe nicht verstanden werden, kann das Gesagte nicht stimmen. Die Manipulationen sind nur möglich, weil die Umlage von den Ökonomen und Politiker, zu Spielzwecken (Hetze) über das Erwerbseinkommen abgewickelt wird. Das heutige Verfahren wurde von den Ökonomen (orthodoxe Handwerker der Elite) kreiert, damit einzig die Demütigungsanstalten (Hochburg der SP) Arbeit- und Sozialamt (unnötige Arbeitsplätze) zelebriert werden können.

Nebenbei: Die Rentenausgaben fliessen als Beiträge wieder zurück (Geldkreislauf), weil das Geld immer zuerst ausgegeben (Schulden entstanden) bevor es eingenommen werden kann. Die Jungen “finanzieren” keinen Rappen, weil die Pflichtleistungen Steuern und Abgaben zum eigentlichen Gegenwert der Arbeit (Netto) addiert werden und von den Begünstigten in den Wirtschaftskreislauf umgelegt werden. Diese Realität wird in der betreuten Bildung falsch gelehrt (Sparen entsteht nämlich aus Schulden und nicht umgekehrt) und muss schleunigst im Denkvermögen eingespeist werden.
Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, wir hätten eine andere Gesellschaft, weil solche Diskussionen gar nicht entstehen würden.

Seien Sie gegrüsst!




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 3 von 3 | 1 2 3

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?